Neuerungen in SAP BO Information Design Tool 4.2

Welche Neuerungen bringt das SAP BusinessObjects Information Design Tool 4.2?

Heute kommen wir zum letzten Artikel in unserer Serie zu den neuen Funktionen von SAP BusinessObjects 4.2!

Die folgenden neuen Funktionen und Erweiterungen finden sich in diesem Release des Information Design Tools:

Mengen und Mengenfilter

Die Unterstützung von BI-Mengen ist die wohl wichtigste Erweiterung für das Information Design Tool in SAP BI 4.2.

In dieser neuen Version können Entwickler Mengen erstellen, die als vordefinierte Filter für komplexe Abfragen in Web Intelligence dienen. Eine Menge ist eine Struktur aus mehreren Listen mit Werten für aktive Dimensionen in der Business-Schicht und basiert auf einem Universum (UNX). Diese Mengen können die Definition von Kalendern enthalten, so bei zeitbasierten Mengen, deren Inhalt sich mit der Zeit verändert. Entwickler können Mengen im CMS-Repository veröffentlichen. Diese sind dann als Mengenfilter verfügbar, wenn das dazugehörige Universum als Datenquelle im Abfrageeditor verwendet wird. Mengen werden im Data Warehouse zusammen mit den Produktionsdaten gespeichert, um ein schnelles Filtern zu ermöglichen.

BI-Mengen eignen sich zum Abfragen von Daten über Mengenlogik und -Operatoren anstelle von SQL.

Universen

Entwickler können ab sofort in nur einem Schritt einzelne oder eine Gruppe mehrerer .UNV-Universen in das .UNX-Universum-Format konvertieren. Auch verknüpfte .UNV-Universen können ab sofort unter Beibehaltung der Links zu allen zentralen Universen in .UNX-Universen konvertiert werden. Darüber hinaus ist es nun auch möglich, dass ein einziges Universum bei Bedarf alle zentralen Universen enthält.

Sie können ab sofort die Funktion Big Numbers auf .UNX-Universum-Ebene verwenden und die Aktivierung per Bericht vermeiden. Bei Big Numbers handelt es sich um eine neue Hohe-Genauigkeit-Eigenschaft für den bestehenden numerischen Datentyp, die auf einem Formatierungsstandard für dezimale Gleitpunktzahlen basiert und es Entwicklern erlaubt, numerische Objekte zu definieren, die mit höherer Genauigkeit, zwischen 15 und 40 Stellen, konsumiert werden sollen.

Verknüpfte Universen

Das Information Design Tool kann verknüpfte Universen konvertieren, die mit dem Universe Design Tool erstellt wurden. Das Dialogfeld für die Konvertierung wurde von Grund auf überarbeitet, so dass jetzt mehrere Universen gleichzeitig konvertiert und neue Konvertierungsoptionen vorgeschlagen werden können.

Ab sofort können Entwickler ein Universum mit einem oder mehreren zentralen Universen im Repository verknüpfen. Änderungen am zentralen Universum werden automatisch auf die gemeinsam genutzten Komponenten in den verknüpften Universen übertragen. Durch die Verwendung verknüpfter Universen können Entwickler so Komponenten in vordefinierten und bereits getesteten Universen als Ausgangspunkt für die schnelle Erstellung neuer Universen nutzen.

Der Prozess für die Erstellung eines verknüpften Universums wurde überarbeitet. Entwickler müssen nun mit einem bereits bestehenden Universum beginnen und auf dieser Grundlage ein verknüpftes Universum erstellen. Nach der Erstellung können durch den Entwickler Tabellen zu dem neuen Universum hinzugefügt werden, die ihre Daten aus dem ursprünglichen Universum beziehen. Änderungen an dem ursprünglichen Universum werden in dem neuen verknüpften Universum automatisch nachgezogen. Das verknüpfte Universum übernimmt sowohl die Datengrundlage als auch die Business-Schicht des ursprünglichen Universums.

SQL-Erweiterung

Der neue SQL-Parameter NO_NULL_YIELDS_IN_SUBQUERY wurde zur Liste der SQL-Generierungsparameter hinzugefügt. Wird der Parameter auf YES gesetzt, werden SQL-Skripte generiert, um sicherzustellen, dass Felder mit Nicht-NULL-Werten in auf Unterabfragen basierenden Filtern berücksichtigt werden. Der Standardwert ist NO.

Festlegen von Zusammenfassungseinstellungen für die Datengrundlagenansicht

Für Datengrundlagen mit mehreren Sichten können Sie im Editor ab sofort eine benutzerdefinierte Ansicht anstelle der standardmäßigen Masteransicht öffnen. So sparen Entwickler bei der Arbeit mit Teilmengen der Datengrundlage Zeit und sind nicht gezwungen, den gesamten Inhalt der Masteransicht anzuzeigen. Der neu verfügbare Reiter Zusammenfassung liefert ab sofort eine Übersicht der Ansichten. Ihre farbliche Hinterlegung liefert dabei einen Hinweis auf die jeweilige Ladezeit. Anhand dieser Informationen können Entwickler eine Ansicht auswählen, die schneller geladen wird als die Masteransicht, die alle verfügbaren Ansichten anzeigt.

Erstellen eines Business Layers direkt auf Grundlage einer BEx Query

Über BICS-Zugriff können Entwickler eine Business-Schicht direkt auf Grundlage einer BEx Query erstellen und die Business-Schicht als Universum veröffentlichen, das für Web Intelligence verfügbar ist. Verglichen mit dem direkten Zugriff auf eine BEx Query hat das Erstellen eines Universums auf Grundlage einer BEx Query den großen Vorteil, dass Entwickler die Query-Dimensionen, Kennzahlen und Hierarchien in der Business-Schicht organisieren und benutzerdefiniert anpassen können.  Zwar können Entwickler bestimmte Komponenten der Business-Schicht bearbeiten, die Datengrundlage wird jedoch automatisch auf der Basis der Abfrage erstellt und ist schreibgeschützt.

Sie interessieren sich dafür, wie man ein Universum erstellt? Auch hierbei können wir Ihnen weiterhelfen: lesen Sie diesen Blogartikel, dort erklären wir Schritt für Schritt, wie man ein Universum kreiert.

Autor dieses Beitrags
Veronika Aleksandrova SAP BI Consultant
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