künstliche Intelligenz

Big Data und künstliche Intelligenz – ein mächtiges Duo, das unsere Zukunft mitgestalten wird

Mit SAP wird künstliche Intelligenz Wirklichkeit

Big Data mit intelligenten Maschinen auszuwerten, ist schon lange keine Zukunftsmusik mehr. SAP hat möglich gemacht, was bis vor einigen Jahren noch als Träumerei galt. Basierend auf SAP HANA hat SAP mehrere Softwarekomponenten ins Leben gerufen, die eigenständig denken und Daten im großen Stil auswerten. Mittlerweile kann die Software Gesichter und Objekte erkennen sowie große Analysen ausführen, die manuell kaum möglich und vorstellbar wären.

Künstliche Intelligenz (KI) ist dank SAP keine Vision mehr, sondern zur Realität geworden.

SAP Clea und SAP Leonardo: Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

SAP hat seine Plattform HANA um eine neue Version ergänzt. Daneben wurden zahlreiche KI- und IoT-Services (Internet of Things, zu deutsch: Internet der Dinge) auf den Markt gebracht.
Die neue Software von SAP – SAP Cleaist in die SAP Cloud integriert und kann eigenständig lernen, wobei sie keine explizite Programmierung mehr benötigt. Die analytische Intelligenz wird bereits von Unternehmen wie der Munich RE und der europäischen Raumfahrtagentur genutzt. Die Versicherungsexperten der Munich Re kalkulieren beispielsweise laufend die Gefahr von Waldbränden, wobei sie Daten über Vegetationsverläufe heranziehen. Diese Berechnungen werden durch die intelligente Software unterstützt und Big Data wird im großen Stil ausgewertet.

SAP Leonardo heißt das IoT-Lösungsportfolio von SAP

Wie schon der Namensgeber Leonardo da Vinci arbeitet auch SAP Leonardo interdisziplinär und übergreifend – was eine elementare Anforderung für das Internet der Dinge ist. Informationen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen werden in Betracht gezogen, sodass auf dieser Basis neue Lösungen und Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Die Intention von SAP Leonardo ist es, potenzielle Kunden bei der Findung ihrer IoT-Strategie zu unterstützen und passende Lösungen für ihre individuellen Anforderungen auszuwählen.

Denn eines steht fest: die eine richtige Software für das IoT oder KI gibt es nicht. Meistens handelt es sich um ein Zusammenwirken aus mehreren Anwendungen.

Der digitale Kern: Die SAP Enterprise Suite S/4HANA

S/4HANA wird bereits von über 4.000 Unternehmen in 25 Ländern genutzt. Diese ist der digitale Kern der Transformation, die für das Internet der Dinge oder KI/Machine Learning eingesetzt werden kann. SAP stellte eine Reihe von Ergänzungen in der Cloud vor, darunter Connected Logistics, Vehicles, Manufacturing, Assets, Retail und Future Cities. Damit lassen sich unter anderem Fahrzeugflotten managen, Qualitätsebenen kontrollieren und Routen berechnen.

Im Bereich der künstlichen Intelligenz und den Machine Learning-Services bietet SAP unter anderem die folgenden Services in der SAP Cloud an:

  • Resume Matching für das Recruiting
  • Cash App zur Analyse der Zahlungsmoral
  • Social Media Customer Service
  • Brand Intelligence
  • Fraud Detection für Versicherungen und Banken

SAP Fiori – die neue SAP UI

SAP Fiori ist eine Initiative, mit der die Endanwender-Erfahrung verbessert wird (dazu mehr auf unserer Webseite und auf unserem Blog). Mit Fiori 2.0 sollen sämtliche SAP-Anwendungen harmonisiert und somit untereinander kompatibel werden. SAP Fiori beinhaltet Verbesserungen in den Bereichen Design und Benutzerfreundlichkeit.

Und auch hier kommt KI zum Einsatz. Der Anwender wird durch einen Co-Piloten unterstützt, der dessen Handlungen voraussieht und diese entsprechend vorbereitet. Mit der integrierten Sprachsteuerung werden beispielsweise Arbeitsabläufe bei Wartungen oder im Lager verbessert. Die künstliche Intelligenz wertet Lieferanten aus und ordnet diese nach einem eingestellten Anforderungsprofil in Kategorien ein.

Inspiriert: Big Data spielend einfach auswerten

Zusammen mit der künstlichen Intelligenz sowie Big Data und der Unterstützung durch SAP Fiori kann noch effektiver automatisiert und ausgewertet werden. Die Software versucht zu erahnen, welche Handlungen der Nutzer durchführen möchte. Dies führt zu einer Effektivitätssteigerung und einer höheren Geschwindigkeit.

Mit SAP Fiori kann Big Data im großen Stil analysiert und die wichtigen Geschäftskennzahlen automatisiert überwacht werden. Anomalien, Trends und Muster werden der verantwortlichen Person automatisch auf einer den Benutzer in den Mittelpunkt stellenden Oberfläche mitgeteilt. Die Analysen erfolgen auf einer zentralen Benutzeroberfläche, die eine intuitive Bedienung ermöglicht. Komplexe Modifikationen von Ein- und Ausgabeparametern sind nicht mehr erforderlich.

Die künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass die Algorithmen auch ohne Hilfe von Fachabteilungen aussagekräftige Ergebnisse liefern. Das maschinelle Lernen zielt vornehmlich darauf ab, Zusammenhänge und Muster in Daten zu erkennen und diese auf neue Datensätze zu übertragen. Die dafür benötigten Algorithmen basieren auf Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Algebra.

Für SAP Application Intelligence sind die Daten der Treibstoff für maschinelles Lernen.

Deep Learning: das haben die Maschinen den Menschen voraus

Ein Bereich des maschinellen Lernens ist das Deep Learning:
Bei diesem werden neuronale Netze mit großen Datenmengen geflutet. Dadurch soll die Software in der Lage sein, z.B. Gesichter zu erkennen, Gegenstände zuzuordnen und Sprache zu verstehen. Fähigkeiten, die immer weiter verbessert und zunehmend in der Robotik eingesetzt werden.

Auch im medizinischen Bereich eröffnen sich durch KI neue Anwendungsmöglichkeiten:
Zukünftig sollen die Daten einzelner Krebspatienten mit Millionen Krankenakten abgeglichen werden, wodurch eine individualisierte Präzisionsmedizin ermöglicht werden soll.

Die künstliche Intelligenz funktioniert für die breite Masse und liefert vielversprechende Ergebnisse. Die Software wird immer mehr zu einem Generalisten, der in allen Bereichen eingesetzt werden kann. Dabei bringt die SAP Application Intelligence Software Zusammenhänge ans Licht, die Menschen normalerweise nicht erkennen würden. Menschliche Mitarbeiter übersehen aus Zeitmangel oftmals wichtige Daten, die daher im Alltag unentdeckt bleiben.

Unser Fazit

Künstliche Intelligenz hat schon heute Eingang in Business Intelligence-Lösungen gefunden. Es werden somit bereits Datenanalysen in den Unternehmen gesteuert, zum Beispiel zum Auffinden von Anomalien oder dem automatisierten Strukturieren und Aufbereiten von Daten. Weiterhin werden Algorithmen aus dem Bereich der KI oft eingesetzt, um Datenströme zu überwachen.

Das intelligente und integrative Zusammenspiel von den neuen SAP Komponenten wie Clea, Leonardo oder Fiori basierend auf der SAP HANA Cloud und On-Premise-Lösungen, inspiriert Inspiricon stetig zur Suche nach innovativen Service Dienstleistungen für unsere Kunden.

Kontaktieren Sie uns, wenn auch Sie neugierig auf neue und ungeahnte (Geschäfts-) Möglichkeiten sind!

Autor dieses Beitrags
Claudio Volk Vorstand
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
SAP UX Calculator

Der SAP UX Calculator – so identifiziert ihr Einsparpotentiale

Beim Thema UX (UX = User Experience, deutsch: Benutzererfahrung) geht es um weitaus mehr, als darum, die Nutzeroberflächen „sexier“ zu gestalten. Ziel soll es sein, die Betriebskosten dauerhaft zu senken und es den Nutzern zu ermöglichen, effektiver zu arbeiten. SAP hat deshalb den UX-Rechner entwickelt, der die Kosteneinsparung sichtbar macht.

Über UX haben wir bereits in unserem Blog berichtet. Für UX ist SAP Fiori unerlässlich – denn SAP Fiori repräsentiert ein neues personalisiertes, reaktionsschnelles und einfaches Benutzererlebnis über verschiedene Endgeräte hinweg. Lest mehr zu SAP Fiori auf unserer Webseite und in unserem Blog.

Die Grundlagen des SAP UX Calculators

Das SAP-System ist für seine Nutzer mitunter recht komplex. Deshalb müssen Angestellte mit entsprechendem Support unterstützt werden. Die Schulungskosten können unter Umständen sehr hoch werden.

SAP hat verschiedene Endnutzer befragt und Informationen über Probleme und Wünsche bei der Bedienung zusammengetragen. Bei einem ersten Testprojekt wurde die benötigte Anzahl an Klicks bereits um mehr als 40 Prozent reduziert. Der Test hat bewiesen, dass ein neues Design mit SAP Fiori durchaus dazu beitragen kann, enorme Geldsummen einzusparen. Ein zusätzlicher Faktor: die Benutzeroberfläche kann mit SAP Fiori eurer Corporate Identity angepasst werden.

Eine verbesserte Benutzererfahrung durch Fiori kann zu finanziellen Einsparungen führen

Wir gehen hier von der Annahme aus, dass ihr noch die klassischen SAP-Benutzeroberflächen im Einsatz habt (Web Dynpro). Verglichen werden die potenziellen Ersparnisse mit einem Umstieg auf Fiori sowie einer Prozessoptimierung.

Der UX-Rechner fragt dazu verschiedene Komponenten ab. Beispielsweise das durchschnittliche Einkommen von Mitarbeitern, die Stunden, die bei Schulungen aufgewandt wurden und die Kosten pro Schulungsstunde. Außerdem werden die Häufigkeit und die Kosten für IT-Support-Tickets abgefragt. Durch die Berechnungen wird angezeigt, welche Einsparungen und Effizienzsteigerungen dein Unternehmen verzeichnen könnte, wenn du von den klassischen Benutzeroberflächen auf eine Fiori-Benutzeroberfläche umsteigen. Diese neue Oberfläche kann außerdem deinen unternehmens-spezifischen Prozessen angepasst werden.

Die Funktionen des SAP-Tools

Der UX Calculator wickelt verschiedene Berechnungen ab. SAP untersucht dabei, welche Unternehmensbereiche das größte Verbesserungspotential haben und sich daher für Investitionen eignen. Der Fokus liegt insbesondere auf vier Bereichen:

  • Produktivität
  • Schulungskosten
  • IT-Support
  • und die Anzahl von Fehlern, mit denen Kosten verbunden sind.

Die Ergebnisse, die der UX-Rechner ausgibt, werden genutzt, um einen Score zu bilden. Dieser hilft dabei die hauptsächlichen Probleme zu erkennen und eine Verbesserungsstrategie zu entwickeln.

SAP bildet sämtliche Werte aufgrund von Daten seiner Kunden. Der Rechner vergleicht die Daten anderer Kunden mit denen von Nutzern des Rechners und setzt diese in Relation. Die Erfolgsrate wird berechnet, indem die Verbesserungen vergangener Projekte mit einbezogen werden. Diese dienen als zuverlässige Quelle für eine Berechnung der Verbesserungsmöglichkeiten.

Der UX-Rechner von SAP ist kostenlos verfügbar. Dazu müsst ihr euch lediglich auf der betreffenden Homepage registrieren (hier geht es zum UX Calculator). Dort könnt ihr nach der Eingabe weniger Werte bereits erste Eindrücke von dem Verbesserungspotential der eigenen Oberfläche und der damit verbundenen Kostensenkungen einholen.

Bitte beachte den offiziellen Hinweis der SAP: Der UX-Calculator stellt lediglich Schätzwerte zur Verfügung. Tatsächliche Ergebnisse und Kosten können abweichen und zudem von weiteren Faktoren abhängen, die vom Tool nicht abgebildet werden. Die Daten werden „so wie sie sind“ ohne Gewährleistung und Garantie jeglicher Art zur Verfügung gestellt, weder ausdrücklich noch stillschweigend, und die SAP ist auf keinen Fall für jegliche Schäden verantwortlich, die in Verbindung mit diesem Tool gebracht werden können.

Ihr möchtet mehr über SAP Fiori und die damit verbundenen Möglichkeiten erfahren? Kontaktiert uns jetzt! Wir freuen uns auf euren Anruf.

Autor dieses Beitrags
Gerald Iakobinyi-Pich Solution Architect
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
SAL Fiori query runner

Wie ihr mit dem BW Query Runner Reports auf Knopfdruck generiert

Im heutigen Blogartikel geht es um die dritte – und derzeit letzte – SAP Fiori Applikation in unserer Inspiricon Toolbox: der Inspiricon BW Query Runner. Dies ist eine App, mit der die User vorab definierte Queries im BEx Query Analyser abrufen können. Die App ahmt sozusagen die Funktionalitäten des Standardanalyse-Add-Ins von Microsoft Excel nach – jedoch mit einem mobilen Konzept.

Mehr über unsere beiden anderen Apps, Manage Users und Time Tracker, könnt ihr jederzeit in unserem Blog nachlesen.

Die Motivation

Um ganz am Anfang zu starten: wir haben festgestellt, dass es ein Problem mit der Darstellung von BI Daten gibt, wenn man sie von unterwegs abrufen möchte. Dies gilt jedoch nicht für große Datenmengen oder irgendeinen anderen umfassenden BI Prozess. Den BW Query Runner haben wir daher so designed, dass Nutzer, die eine intuitive Art und Weise für den Zugang zu ihren Daten benötigen, dies schnell, einfach und mobil tun können.

Die Zielgruppe

Mit dieser Fiori Applikation wollen wir hauptsächlich die Leute erreichen, die ihre Geschäftsdaten jederzeit und überall abrufen möchten und so unabhängiger arbeiten können.

Die Lösung

Unsere Inspiricon Toolbox-Komponente BW Query Runner ist eine Lösung, die wir als eine Art „Schweizer Messer“ für unsere Zielgruppe entwickelt haben. Anstatt eine Fiori App für jede einzelne Anforderung zu bauen, wollen wir einen Vorgeschmack darauf liefern, was diese neue Technologie alles kann – so entstand diese SAP Fiori Applikation. Nachdem wir bereits einige benutzerdefinierte Apps erstellt hatten, über die wir zuvor berichtet haben, haben wir uns für eine Anwendung entschieden, die – zumindest teilweise – in der Lage ist, sie alle zu ersetzen.

Die technische Seite

Wir nutzen die SAP Gateway Komponente, um die BI Queries in zu verarbeitende OData Services umzuwandeln, die später auch im BW Query Runner genutzt werden. So konnten wir eine nahtlose Integration für den technischen Support unserer Inspiricon Toolbox erschaffen. Einen neuen Query zur Liste der bereits verfügbaren in der Anwendung hinzuzufügen ist jetzt eine Sache von wenigen Klicks (s. FIG.1).

FIG.1: Query hinzufügen

FIG.1: Query hinzufügen

Die praktische Seite

Unsere Fiori App verfügt über eine Palette von abrufbaren Funktionen für die Nutzer, die sowohl die Fähigkeiten der neuen Technologie als auch die BI-Erfahrung von Inspiricon demonstriert.

Darunter folgende:

  • Einfacher Zugang zu einer Liste von vordefinierten Queries, die „maßgeschneidert“ auf die Vorlieben und Bedürfnisse jedes einzelnen Users sind (FIG.2 und FIG.3).
    FIG.2: Vordefinierte Queries

    FIG.2: Vordefinierte Queries

    FIG.3: Vordefinierte Queries

    FIG.3: Vordefinierte Queries

  • Individuelle Auswahl in jeder Query, um immer die beste Nutzererfahrung für die optimalste Leistung abrufen zu können (FIG.4 und FIG.5).
    FIG.4: Individuelle Auswahl

    FIG.4: Individuelle Auswahl

    FIG.5: Individuelle Auswahl

    FIG.5: Individuelle Auswahl

  • Angepasste Filtermöglichkeiten für den Schnellabruf der Daten, die unsere Nutzer benötigen (FIG.6).

    FIG.6: Angepasste Filtermöglichkeiten

    FIG.6: Angepasste Filtermöglichkeiten

Das war unsere kurze Einführung in unsere dritte Applikation der Inspiricon Toolbox: BW Query Runner. Ihr möchtet mehr dazu erfahren? Kontaktiert uns gerne direkt oder schaut auf unsere Webseite und unseren Flyer.

Bleibt dran und erfahrt alles weitere über unsere nächsten Fiori Apps :)!

 

Autor dieses Beitrags
Andrei Ghiura Associate
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
SAP Fiori time tracker

So geht effiziente Zeiterfassung im Betrieb: der Inspiricon Time Tracker

Heute präsentieren wir euch die 2. Applikation der Inspiricon Toolbox, den Time Tracker. Diese Applikation dient dazu, die Arbeitszeit der Mitarbeiter direkt zu erfassen.

Warum haben wir uns entschlossen, diese Fiori App zu entwickeln?

Besonders im SAP-Umfeld gibt es viele Firmen, die Lösungen für die Zeiterfassung im Einsatz haben, die auf Excel basieren. Wir haben festgestellt, dass Excel von vielen als das meist genutzte BI Tool für die Zeiterfassung angesehen wird. Unserer Meinung nach ist dies aber nicht effizient genug!

Daher haben wir einen anderen Weg gefunden, um auf SAP BW Daten zugreifen zu können und sie zu analysieren – und zwar mit SAP Fiori und OData Services. Die „Hauptstütze“ der Time Tracker Applikation ist ein Planungscube. Der Datentransfer aus dem Backend wird durch einen Input-bereiten Query ermöglicht, der als OData in die Fiori Applikation eingebunden ist.

Wie funktioniert unsere Fiori App?

Wir erklären euch den Workflow anhand eines Beispiels:

Lasst uns mal davon ausgehen, dass du ein Mitarbeiter in der Firma X bist – eine Firma, die SAP ERP im Einsatz hat. D.h. es werden immer BI Tools für die Visualisierung, Reporting usw. benötigt. Jeden Tag arbeitest du an einem Projekt und an bestimmten Aufgaben dafür. Deine Arbeitszeit für jede noch so kleinste Aufgabe muss genau und nachvollziehbar erfasst werden.

Wie geht das am schnellsten und einfachsten?

Mit dem Inspiricon Time Tracker! Einer browserunabhängigen Applikation, mit der über alle Informationen Buch geführt werden kann. Dies ist von überall und von jedem Gerät aus möglich: PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. Natürlich läuft die App in Echtzeit. Wenn dein Vorgesetzter also genau jetzt deinen Stundennachweis benötigt, muss er sich nur einloggen und sieht ihn auf einen Blick.

Oder wenn du z.B. einen Fehler in deiner eingetragenen Arbeitszeit entdeckst. Dann dauert es nur Sekunden, um das zu korrigieren.

Funktionsweise, Umfang und Workflow des Time Trackers

Die Funktionsweise ist einfach und klar. Üblicherweise wird in SAP Fiori Applikationen die Funktionsweise so weit wie möglich aufgesplittet. Wenn es wie in unserem Beispiel um die Zeiterfassung geht, wären mindestens drei Applikationen nötig:

  1. eine um die Zeit zu erfassen,
  2. eine für die Planung
  3. und eine für die Genehmigung.

Der Time Tracker ist die App für die Zeiterfassung.

Im Wesentlichen haben wir einen View für alle Funktionalitäten (FIG.1):

FIG.1: View für alle Funktionalitäten

FIG.1: View für alle Funktionalitäten

  1. Nach Datum filtern: Die Datenbindung zwischen der Zeitintervall-Komponente und der erhaltenden OData war eine Herausforderung und zwar wegen dem ACALLDAY. Aber wir geben nicht so einfach auf! Wir haben den Mock-Up mit dieser Komponente erstellt und das Ergebnis war ein voller Erfolg. Durch diese Komponente ist es möglich ein spezifisches Datum oder ein Intervall auszuwählen, um deine Arbeit zu visualisieren.
  2. Überblick über alle Eingaben: das ist eine Tabellenkomponente mit zusätzlicher Such- und Filterfunktionalität (FIG.2).

    FIG.2: Überblick über alle Daten

    FIG.2: Überblick über alle Eingaben

  3. Arbeitszeit erfassen: man muss nur auf den Log Work Button klicken und ein Fenster mit Formular öffnet sich. Wähle dann das Projekt, die Aufgabe, füge eine Beschreibung deiner Arbeit hinzu, die Anzahl der geleisteten Stunden, klicke dann Log und du hast es geschafft (FIG.3 and FIG.4)!
    FIG.3: Log Work

    FIG.3: Log Work (Desktop)

    FIG.4: Log Work (mobil)

    FIG.4: Log Work (mobil)

  4. Update der Arbeitszeit: dies ist auch ein Fenster, das sich öffnet wenn ein Eintrag aus der Tabelle angeklickt wird – so können die geleisteten Stunden angepasst oder geändert werden (FIG.5).

    FIG.5: Update der Arbeitszeit

    FIG.5: Update der Arbeitszeit

Und dies war der Umfang und Workflow unserer Applikation Time Tracker. Als nächste Schritte planen wir die Planungs- und Genehmigungs-Workflows zu implementieren.

Aller guten Dinge sind 3 

Nächste Woche präsentieren wir euch unsere dritte Fiori Applikation aus der Inspiricon Toolbox: den BEx Query Analyzer. Dabei handelt es sich um eine etwas technischere App als die beiden bisherigen. Nichtsdestotrotz finden wir, dass sie sehr interessant ist und möchten sie deshalb mit euch teilen :)!

Du hast den Artikel zu unserer 1. Applikation, Manage User, verpasst? Macht nichts, er ist jederzeit hier nachzulesen.

Weitere Informationen über die Inspiricon Toolbox findest du auf unserer Webseite und in unserem Flyer SAP BI meets SAP Fiori.

 

Autorin dieses Beitrags
Ana-Maria Pop Lead Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
SAP Fiori Stammdatenpflege

Wie man Applikationen baut, die SAP Fiori und SAP BI verbinden

Lasst uns über SAP Fiori sprechen: Wie nutzen wir es für unsere Kunden und was haben wir bisher damit getan?

SAP Fiori bietet uns bei Inspiricon großartige Möglichkeiten. Warum? Weil an unserem Standort in Cluj, Rumänien, die Kernkompetenzen SAP BI und Plattformentwicklung sind – zwei sehr unterschiedliche Bereiche und Technologien. Dank Fiori und SAP HANA haben wir es geschafft, eine Brücke zwischen diesen Geschäftsbereichen zu bauen. Unser Cross Technology Team ist für die Entwicklung der SAP Fiori Applikationen zuständig.

Wir haben bereits einige Projekte erfolgreich abgeschlossen. Und vor allem haben wir die Inspiricon Toolbox geschaffen. Das ist eine Sammlung von Applikationen, die auf der neuen, von SAP empfohlenen Architektur basieren (lest hier mehr über die Inspiricon Toolbox).

Mit der Toolbox möchten wir bestimmte Geschäftstätigkeiten von SAP abdecken, DSO Funktionalitäten ausbauen, Funktionen eines Input-bereiten Query aufrufen (basierend auf einem Planungs-Infocube) sowie den BEx Analyzer nachbilden. Basierend auf diesen Aussagen haben wir die Geschäftsziele definiert und bis dato drei Applikationen erstellt:

  1. Manage Users
  2. Time Tracker
  3. BEx Query Analyzer

Heute präsentieren wir die erste Applikation: Manage Users – Stammdatenpflege leicht gemacht

Diese Applikation ermöglicht CRUD Operationen auf einem Data Store Object (DSO) aus BW auszuführen. Das „Motto” der Applikation lautet: „Als User dieser Applikation möchte ich folgendes tun können

  • einen Überblick über alle User haben,
  • einen User anlegen, updaten, löschen
  • sowie die Userliste zu filtern und zu durchsuchen.“

Schritt für Schritt nähern wir uns einer neuen Applikation

Grundsätzlich mussten wir zuerst einen OData Service kreieren und diesen Service dann mit der SAP Fiori Applikation verbinden. Eine Fiori Applikation basiert auf den SAPUI5 Rahmenbedingungen und den SAP Fiori Design Richtlinien (lest mehr über SAP Fiori Applikationen in unserem Blog). Die Architektur baut auf dem MVC Modell auf. Wir nutzen die sap.m Bibliothek, da unsere Applikationen responsive sein sollen – über alle Devices hinweg: Desktop, Tablet und Smartphones.
Im nächsten Schritt haben wir die Funktionalitäten aufgesplittet und die Architektur erstellt.

Als erstes haben wir über die Anzahl der benötigten Views entschieden, welche Funktionalität zu welchem View gehören soll und welche Komponente zur Funktionalität passt. Was benötigen wir?:

  1. Einen Überblick über alle User; in Bezug auf SAPUI5 ist das eine Liste oder eine Tabelle,
  2. Einen neuen User anlegen, d.h. wir fügen einen neuen View hinzu oder fügen ein Popup dort ein, wo Userdaten eingegeben werden,
  3. Update eines Users, dies entspricht dem Szenario einen neuen User anzulegen.

Struktur und Komponenten erwachen zum Leben

Nachdem wir ein Set von Mock-Ups erstellt haben und unsere Alternativen verglichen haben, wurden die folgende Struktur und Komponenten implementiert:

  1. Überblick: eine Tabellenkomponente, sap.m.Table, ist verbunden mit dem Tabellendatenmodell das automatisch upgedatet wird, sobald eine Änderung im Modell gemacht wird, z. B. das Löschen oder Updaten eines Users (FIG.1 und FIG.2):
    FIG.1: Löschen und Updaten von Usern (Desktop)

    FIG.1: Löschen und Updaten von Usern (Desktop)

    FIG.2: Löschen und Updaten von Usern (Mobile)

    FIG.2: Löschen und Updaten von Usern (Mobile)

  2. Neuen User hinzufügen: für diese Funktionalität haben wir einen neuen View zu unserer App hinzugefügt. Dazu brauchten wir die Route-Komponente, sap.m.routing.Router, und mussten ein Route-Steuerungsprogramm implementieren. Die Hauptkomponente in diesem View ist das „Submit-Formular“, sap.ui.layout.form.SimpleForm (FIG.3 und FIG.4):
    FIG.3: Neuen User hinzufügen (Desktop)

    FIG.3: Neuen User hinzufügen (Desktop)

    FIG.4: Neuen User hinzufügen (Mobile)

    FIG.4: Neuen User hinzufügen (Mobile)

  3. Update User: dies ist ebenfalls ein neuer View, mit einem einfachen Formular (FIG.5, FIG.6 und FIG.7):
    FIG.5: Update User (Desktop)

    FIG.5: Update User (Desktop)

    FIG.6: Update User (Mobile)

    FIG.6: Update User (Mobile)

    FIG.7: Update User

    FIG.7: Update User

  4. Einen User löschen: um einen User zu löschen, benötigten wir nur ein Auswahlprogramm in der Tabelle, einen „Lösch“-Button sowie eine Komponente, die über den Erfolg / Misserfolg des Löschens informiert (sap.m MessageToast).
  5. Filter: wir nutzen sap.m.IconTabBar, das uns gleichzeitig das Filtern erlaubt wenn ein Icon angeklickt wird.
  6. Suche: dies ist eine Komponente, die bereits in der Tabelle vorhanden ist und die wir nur noch mit dem Tabellenmodell verbinden mussten.

Ein sehr wichtiger Aspekt des UI-Entwicklungsprozesses ist der Umgang mit Datenanbindung. Glücklicherweise bietet SAPUI5 eine fertige out-of-the-box Komponente wie „sap.ui.model.odata.ODataModel”, das nur die URL des OData Service benötigt und alle CRUD Abläufe sowie Such- und Filterfunktionen übernimmt.

So entstand die Inspiricon Toolbox und ihre erste Applikation: Manage Users.

Und nun, wie geht es weiter?

Wir ihr seht haben wir heute erst eine Applikation vorgestellt – dabei gibt es ja insgesamt drei in unserem Launchpad! Nächstes Mal geht es dann um den Time Tracker – Zeiterfassung im Betrieb. Also bleibt dran :).

Wir verbinden SAP BI-Anwendungen mit SAP Fiori: Die Inspiricon-Toolbox. Weitere Details findet ihr auch in unserem Flyer.

Ihr möchtet weitere Informationen zur Infrastruktur und der Landschaft von SAP Fiori Applikationen erfahren? Kontaktiere uns jetzt!

 

Autorin dieses Beitrags
Ana-Maria Pop Lead Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
Inspiricon SAP HCP mobile services Fiori

SAP HCP Mobile Services für SAP Fiori – neue Wege für die mobile Nutzung

SAP richtet seine Produktstrategie zukunftsträchtig aus und verwendet dabei Schlagwörter wie „Mobility first“ und „Device-Unabhängigkeit“. Mit SAP HCP, mobile services für SAP Fiori, wurden die technischen Grundlagen für die Entwicklung mobiler Anwendungen noch einmal kräftig erweitert. Dies wurde auch höchste Zeit: In vielen Bereichen mobiler Anwendungen liegt großes Potential brach – dies betrifft insbesondere Kostensenkungen und Effizienz der Anwendungen.

SAP HCP und SAP Fiori

SAP HCP ist ein Online-Dienst, der im Rahmen der SAP-Plattform-Dienste angeboten wird (s. dazu dieser Blogartikel). Dieser zählt zu den beliebtesten PaaS-Angeboten (Platform as a Service), die am Markt existieren. Die Cloud-Computing-Plattform richtet sich in erster Linie an Softwareentwickler und beinhaltet verschiedene Dienste wie SAP HANA Datenbanken, IoT-Dienste (Internet of Things) und Integrations-Dienste.

Mit SAP Fiori werden eine Reihe von Applikationen für das SAP-System in SAPUI5 bzw. HTML5 bezeichnet (s. auch unsere Blogreihe dazu ). SAP Fiori erlaubt eine mobile Nutzung von SAP Transaktionen. Bei den Themen User Experience und Usability konnte SAP in den vergangenen Jahren leider nicht wirklich glänzen – in diesem Bereich ist die IT jedoch rasant fortgeschritten.

SAP HCP ist die zentrale Erweiterungs- und Entwicklungsplattform für Anwendungen in der Cloud. Es ist ein wahrer Alleskönner, der zukünftig von jedem SAP-Anwendungsunternehmen genutzt werden dürfte. SAP Fiori wird mithilfe von SAP HCP für mobile Nutzer optimiert, was vollkommen neue Möglichkeiten eröffnet. Die Vorteile und die Einfachheit der Nutzung überzeugen in vielerlei Hinsicht.

Was sind die Vorteile der neuen Plattform?

  1. Mit SAP HCP kann SAP Fiori auf die Nutzung durch mobile Anwender ausgerichtet werden. Mobile Nutzer können über SAP Fiori Applikationen ihren Internetbrowser öffnen – dabei wird eine sichere und nahtlose Integration gewährleistet. Die SAP HANA Cloud Plattform ist ein Anwendungsservice, der eine Optimierung mobiler Leistungen ermöglicht.
  2. Die Ende-zu-Ende-Lösungen erlauben die Anpassung, Absicherung und Vernetzung von Fiori Apps – ebenso ein Testen, Verteilen und Überwachen der Anwendungen.
  3. SAP Fiori Applikationen können auf tragbaren Geräten als wahrhaft mobile Anwendungen fungieren. Nutzer können bei mobilen Anwendungen von einer hohen Benutzerfreundlichkeit profitieren.
  4. Gerätefunktionen wie Barcode-Scanner, Autorisierung und Datensicherheitszugriff können implementiert und benutzerfreundlich ausgerichtet werden – gleiches gilt für das Branding von Geräten.
  5. Nutzer können Gerätefunktionen schnell und umfassend nutzen. Das Erhalten von Push-Benachrichtigungen und der Zugriff auf lokale Daten laufen reibungslos ab. Unternehmen können von einer hohen Anwendungs- und Datensicherheit profitieren.
  6. Die umfangreichen Autorisierungsmethoden erhöhen die Sicherheit und erlauben die Vergabe von Berechtigungen.

So geht’s

Die Plattform SAP HCP für SAP Fiori kann relativ einfach genutzt werden. Wer diese ausprobieren möchte, kann sich einen kostenlosen Entwickleraccount zulegen. Dafür muss sich der Nutzer lediglich registrieren und einen Account beantragen: Dieser kann per E-Mail-Aktivierungslink freigeschaltet werden. Die Plattform ist übersichtlich gestaltet und erlaubt eine intuitive Bedienung. Auf der linken Seite befindet sich eine Leiste, in der die wichtigsten Funktionen geführt sind. Dort sind unter anderem das Dashboard, Hana XS Anwendungen, Datenbanksysteme, HTML5 Anwendungen, Services und Berechtigungen aufgelistet. Sobald eine der Kategorien angeklickt wurde, öffnen sich auf der rechten Seite die entsprechenden Kategorien wie beispielsweise Internet of Things, Device Management oder Fiori Mobile. Die anschließenden Arbeitsschritte sind selbsterklärend und funktionieren nach dem Baukastenprinzip, das auf einer intuitiven Bedienung beruht.

SAP HCP für Mobile Services für SAP Fiori

Die Nutzung von SAP HCP ist relativ einfach und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse. Die Vorteile für mobile services sind immens. Spürbare Verbesserungen gibt es insbesondere in den Bereichen Daten- und Anwendungssicherheit, Autorisierung, Benutzerfreundlichkeit und Vernetzung. Mit den benutzerfreundlichen Neuerungen wurden grundlegende Möglichkeiten geschaffen, um Usability und User Experience zu erhöhen und mobile Anwendungen fortschrittlich und zeitgemäß zu gestalten.

Inspiricon Best Practice: Wie man mit SAP Fiori und SAP HCP eine Schnellsuche für http-Services entwickelt

Wir haben eine branchenunabhängige und standardisierte Lösung für die Anforderung Autosuggest mit Fuzzy-Matching erarbeitet. Lest die ganze Best Practice hier.

 

Autor dieses Beitrags
Andrei Vlad CEO Inspiricon SRL
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
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Hello World – oder der Weg zur ersten Fiori-App

Hallo zusammen,
der letzte Fiori-Post ist leider schon etwas her. Es ist viel passiert in der Zwischenzeit. Wir haben neben unserer Website vor allem unsere Test-/Demo-/Entwicklungslandschaft komplett neu aufgebaut.
Wir sind jetzt mit auf unserer eigenen HANA-Umgebung in der AWS-Cloud vertreten. Hierzu wird es in nächster Zeit sicher auch den einen oder anderen Post geben.
Nun aber zurück zum eigentlichen Thema: Fiori says Hello World!

Am Anfang steht die Wahl des Editors

Vor jeder Hello-World-Anwendung steht die Wahl des Editors. Der einfachste Weg eine Fiori-App zu entwickeln geht sicher über die SAP WebIDE. Diese Cloud-basierte Entwicklungsoberfläche kommt mit einer Reihe von Templates und Editoren an, die einem das Leben rund um Fiori erleichtern.
Einige von euch werden jetzt sicher sagen „Cloud-Basierter Editor? Mein System mit der Cloud verbinden? Sicher nicht!“ Ich kann diese Bedenken verstehen – und kann sie glücklicherweise zerstreuen. Der sogenannte SAP HANA Cloud Connector (SCC) dient hierbei als Proxy, so dass keine direkte Verbindung zwischen der Cloud und eurem OnPremise-System bestehen muss. Wie diese Verbindung eingerichtet wird und was die IDE sonst alles kann, schauen wir uns beim nächsten Mal an. Heute benötigen wir die Verbindung zum Quellsystem sowieso noch nicht.

Heute steht erstmal Fiori im Fokus. Also noch schnell die WEB-IDE gestartet: erreichbar ist der Editor unter diesem Link. Hier einfach einen Account anlegen und anmelden. Dann unter Subscriptions auf Weiter klicken. Oben findet ihr dann den Link zur eurer persönlichen SAP WEB IDE.

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Am besten diesen Link in die Favoriten packen, wir werden ihn sicher noch häufiger benötigen.
Jetzt aber ganz schnell zur ersten Fiori-App.

Los geht’s – wir erstellen die erste Fiori-App

Wir werden eine Master-Detail-App erstellen und verwenden dazu das bei jedem, der mal ABAP gelernt hat, bekannte Flugdaten-Modell. Für alle, die keine Services aktiviert haben, oder erstmal ausprobieren wollen, stellen wir die Daten als EDMX-File bereit.

Also los geht‘s!
Unter File klicken wir auf „New —> Project from Template“

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Und wählen dann „SAP Fiori Master Detail Application“. Auf diese Weise bekommen wir die typische Fiori-Anwendung, bei der links ein Liste und rechts die Detail-Ansicht angeboten werden.

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Wir vergeben einen Namen und klicken auf Next. Hier haben wir entweder die Möglichkeit einen Service von einem Backend-System zu wählen, oder aber die Service-Definition aus einem File zu bekommen. Wir haben euch das File zum Download bereitgestellt, um hier die erste Anwendung ohne Problem erstellen zu können. Wählen wir also File-System und navigieren zu sflight.edmx. Ein Klick auf Next – und jetzt wird es spannend. Wir versorgen das Template mit den Informationen aus dem Service.
Im Screenshot seht ihr die Zuweisung, die ich gewählt habe. Ihr könnt hier gerne mit den Varianten etwas experimentieren.

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Mit zwei weiteren Klicks auf Next wird die erste Fiori-App in eurem Workspace erstellt und sollte sich in etwa so darstellen:

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Es wird spannend: der erste Fiori-Test

Um unsere Applikation nun zu testen, machen wir einen Rechts-Klick auf die index.html und wählen Run —> Run with Mock Data aus. Damit füllt uns die Entwicklungsumgebung den Service mit Testdaten, ohne dass wir eine Verbindung zu einem Quellsystem benötigen.

In dieser Preview lassen sich die Auflösungen auswählen

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Je nach Auswahl sollte die App dann in etwa so aussehen

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Und natürlich lässt sich auch die Mobile Darstellung testen: oben rechts kann ein QR-Code ausgewählt werden, der einen direkt zu der Mobile Version führt. Dieser Link lässt sich übrigens auch im Fiori-Mobile-Client aufrufen.

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Das war’s fürs erste. Viel Spass beim Experimentieren mit Fiori und der WebIDE!

 

Autor dieses Beitrags
Jörg Waldenmayer Lead Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
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Inspiricon fiori Aufbau Testumgebung

Aufbau eines Testsystems mit SAP Fiori

Heute zeigen wir euch, wie ihr eine Fiori-Testlandschaft schnell und einfach aufbauen könnt. Ursprünglich wollten wir euch heute die erste Fiori-Anwendung zeigen – aber wir haben gemacht, was man mit Testsystemen halt so macht: wir haben getestet, was das Zeug hält. In unserem Fall lautete das Fazit danach: kaputt getestet. Das ist nicht weiter tragisch, sondern gehört einfach dazu. Ein System immer nur in den sichersten Parametern zu fahren ist langweilig und man lernt nichts dabei.

Was haben wir mit euch vor?
Wir bauen ein Fiori-fähiges System in der Cloud auf und verbinden uns mit diesem.

Was sind die Voraussetzungen?
Ein Amazon AWS-Konto und ein Konto in der SAP Cloud Appliance Library. Mehr bedarf es erst einmal nicht.

Die SAP stellt in der SAP Cloud Appliance Library bereits sehr viele vorkonfigurierte Instanzen bereit, die es ermöglichen mehr oder weniger sofort loszulegen.

Free Solutions in der SAP Cloud Applance Library

So sieht eine SAP Cloud Appliance Library aus

Wir wählen hier die SAP ERP Foundation Extension powered by SAP HANA – Fully Activated Appliance Landscape [trial edition] und klicken auf Try now, Activate und anschließend auf Create Instance.

Die Konfiguration Schritt für Schritt erklärt

Nun beginnt die Konfiguration der Instanz. Ihr habt die Möglichkeit, verschiedene Regionen (also Standorte der Server) zu wählen. Nicht alle Regionen bieten alle Solutions an und nicht alle Regionen kosten den gleichen Betrag pro Minute. Wir empfehlen „us-east“, denn damit sind wir bisher am besten gefahren. Immer daran denken: wir reden von Test-Systemen, so dass Themen wie Datenschutz, Save Harbour u. ä. hier nur eine geringe Rolle spielen.

Als nächstes werden wir nach Master-Passwort, Name und Beschreibung gefragt. Hier könnt ihr eurer Phantasie freien Lauf lassen. Allerdings gibt es beim Passwort die SAP-üblichen Einschränkungen und man sollte es sich gut merken, da es später für nahezu alles benötigt wird. Ebenfalls kann man hier die Schedule-Time auswählen.

Anschließend wird’s Zeit für Kaffee – oder Tee, wer das bevorzug – denn jetzt heißt es warten. Nach ungefähr 1 Stunde wurde dann die Instanz vollautomatisch erstellt.

Solange wir warten und unser Heißgetränk genießen, hier noch ein Wort zu den Kosten. Die Instanz, die wir für die Fiori-Landschaft gewählt haben, besteht aus relativ mächtigen Maschinen. Die empfohlene (und vorausgewählte und deshalb bisher nicht erwähnte) Instanz-Type ist r3.8large. Wir spielen hier mit einer Maschine, die theoretisch über 220 GB Hauptspeicher verfügt. Dieses Spielzeug ist nicht ganz billig und schlägt mit ca. 3,10 $ pro Stunde zu Buche. Um etwas die Arithmetik zu strapazieren, kommen wir damit auf 74,40 $ pro Tag, 2.232,00 $ pro Monat und 27.156,00 $ pro Jahr. Es empfiehlt sich also hier die Instanz abzuschalten (auf SUSPEND setzen), wenn man sie nicht benötigt. Durch die Scheduler kann man bequem einstellen, dass der Server nur 8h am Tag läuft (oder noch weniger) und dadurch massiv an Kosten sparen.

Während man sich über die Kosten Gedanken gemacht hat, sollte nun die Instanz fertig erstellt sein.

Ist dies der Fall, lässt sie sich im Reiter INSTANCES über einen Klick auf Activate starten. Sobald die Instanz gestartet ist (dauert zwischen 10 und 20 min) können wir uns über einen Klick auf Connect bereits via SAPGUI auf die Maschine verbinden und haben ein vollständiges ERP-System zur Verfügung.

Wir haben unsere Instanz aktiviert

Mit der Aktivierung unserer Instances ist die Testumgebung angelegt.

Die Testumgebung ist angelegt und ihr könnt loslegen. Wie das geht, lest ihr nächstes Mal in unserem nächsten Beitrag.

Weitere Informationen zu den Demos, die in dieser Lösung enthalten sind und wie diese verwendet wird, könnt ihr diesem How-To entnehmen.

Autor dieses Beitrags
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SAP-fiori Architektur Inspiricon

Wie sieht die Architektur von SAP Fiori Anwendungen aus?

Letztes Mal haben wir uns mit der Infrastruktur auseinander gesetzt, die hinter einer Fiori-Anwendung steht. Heute beschäftigen wir uns nun mit der Architektur, die den Aufbau einer Applikation bestimmt. Dies wird unser erster aber mit Sicherheit nicht unser letzter Abstecher tief in die Technik!

Wie wir bereits in den vorherigen Beiträgen erwähnt haben, empfiehlt die SAP in einer Fiori-Anwendung das Frontend von der Business-Logik zu trennen. Die Anwendung als solche ist dafür in drei Bestandteile unterteilt:

  1. Das Frontend ist eine in SAPUI5 realisierte HTML5-Anwendung, die nur die reine User-Interaktion verwaltet.
  2. Das Netweaver Gateway, welches die Verbindung zwischen der Frontend-Applikation und dem Backend darstellt
  3. Die Business-Logik wird im Backend abgebildet und enthält neben der reinen Logik auch die Datenbank.

Das Frontend konsumiert einen Service, der durch das Backend zu Verfügung gestellt wird. Das Backend bezieht mittels Datenbank-Abfragen die Daten aus der Datenbank und verarbeitet diese. Die Daten werden zwischen den Applikationsbestandteilen mittels OData Protokoll ausgetauscht.

Als grundlegendes Entwurfsmuster für die Anwendung wird eine Variante des MVC-Pattern verwendet. Und das sogar mehrfach. Das hat gleich mehrere Vorteile. Erstens ist so die gesamte Anwendung aufgeteilt:

  • Man könnte den Fiori-Frontend-Part als View bezeichnen
  • Der Gateway mit seinen verschiedenen Services ist die Control
  • Und zu guter Letzt verbergen sich hinter den Aufrufen der Services im Backend die Geschäftslogik sowie das Modell.

Zweitens ist auch die Frontend-Applikation nach dem MVC-Pattern entworfen. Zumindest wenn man die SAP WEB IDE verwendet (hierzu in einem späteren Beitrag mehr), werden verschiedene in XML erzeugte Views sowie entsprechende JS-Dateien gebildet. Diese dienen als Controller und Data Binding für das Modell.

Lasst uns als nächstes den Aufbau der Applikation im Detail durchgehen

Beginnen wir wieder oben im Frontend:

  • Das Data Binding an die einzelnen Services des Gateways passiert durch die Einbindung der Aufrufe in die JS-Dateien. Entweder manuell oder durch einen Wizard, je nachdem welches Tool verwendet wird.
  • Events wie Button-Clicks, Drag-and-Drop und ähnliches werden durch die SAPUI5-Bibliothek zur Verfügung gestellt. Hier muss nur noch sichergestellt werden, dass durch das Event der richtige Service angesprochen wird.
  • Entwickelt wird das Frontend entweder mit dem UI Development Toolkit für HTML5 (SAPUI5 – darüber haben wir bereits berichtet), einem Eclipse-Plugin oder über die SAP WEB IDE.

Schauen wir uns als nächstes die Aufgaben innerhalb des Netweaver Gateway an:

Um unser MVC-Modell zu vervollständigen, fehlt nun noch das Backend und die Datenbank, um die Geschäftslogik und das Modell zu bilden:

  • In der Transaktion SE80 wird in Form einzelner Klassen ausprogrammiert.
  • Hierbei wird entweder auf HANA-Services oder die Standard-Datenbank zugegriffen.

Als Abschluss und für einen besseren Überblick haben wir euch die Architektur nochmals in einer Grafik zusammengestellt:

Wie ist eine SAP Fiori Applikation aufgebaut?

Die Architektur einer SAP Fiori Anwendung

In unserem nächsten Beitrag werden wir euch eine einfache Fiori-Applikation vorstellen, die wir gemeinsam Schritt für Schritt ausprogrammieren. Ihr dürft gespannt sein!

In diesem Sinne – bis zum nächsten Mal!

 

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SAP-fiori Infrastruktur Inspiricon

Wie sieht die Infrastruktur von SAP Fiori Anwendungen aus?

In unseren vorherigen Beiträgen haben wir uns langsam an das Thema SAP Fiori herangetastet. Heute steigen wir in die Tiefe ein und betrachten die Architektur und benötigte Infrastruktur dieser neuen Oberfläche. Dieses Thema splitten wir in zwei Artikel und starten jetzt mit der Infrastruktur, sprich mit allen an einer Fiori-Applikation beteiligten Systeme und Server.

Als Einstieg ein allgemeiner Überblick

Zum besseren Verständnis und Einstieg starten wir mit einer Skizze der beteiligten Systeme:

Übersicht über die Fiori Architektur

Wie sieht die Infrastruktur von SAP Fiori Anwendungen aus? Quelle: © 2014 SAP SE or an SAP affiliate company.

Bei der Umsetzung von Fiori Anwendungen empfiehlt die SAP es, die Business-Logik und die UI Komponenten durch den Einsatz eines sogenannten zentralen Hub Deployments voneinander getrennt zu halten. Hierbei stellt das SAP-Gateway die zentrale Anlaufstelle für alle Anfragen und Applikationen dar. Dadurch wird ermöglicht, dass die unterschiedlichsten Backend-Systeme über einen einzigen Zugang angesprochen werden können. Die Verwendung stellt einen „single point“ für die Wartung von UI-Fragen zur Verfügung. Gleichzeitig dient es als zentrale Anlaufstelle für das Branding von SAP Fiori Anwendungen. Zudem wird die Sicherheit verstärkt: es gibt keinen direkten Zugang zu den Daten im Backend. Dies ermöglicht unterschiedliche Lebenszyklen für Backend und Frontend. Das bedeutet man kann die Backend-Anwendungen anpassen oder austauschen, ohne zwangsläufig das Frontend anzupassen und umgekehrt. Dies wird durch den Einsatz von standardisierten Schnittstellen realisiert.

Im Folgenden erläutern wir jede Stufe der benötigten Infrastruktur:

Client / Endgerät
Prinzipiell werden alle Endgeräte unterstützt, die HTML5 und Javascript einsetzen. Dies können sowohl Webbrowser als auch mobile Endgeräte sein. Die Kommunikation mit der nächsten Ebene, dem Reverse Proxy, findet über HTTP(s) und OData (http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Data_Protocol) statt.

Reverse Proxy Server
Ein Reverse Proxy Server (http://de.wikipedia.org/wiki/Reverse_Proxy, SAP empfiehlt den SAP Web Dispatcher) wird benötigt, wenn neben den transaktionalen Anwendungen (welche auf den ABAP-Servern laufen, siehe linke Seite des Bildes) auch analytische Anwendungen und Fact Sheets verwendet werden sollen. Diese werden dann direkt als HANA-Services verarbeitet. Der Reverse Proxy entscheidet also, ob die Anfrage durch den ABAP-Frontend-Server bearbeitet werden soll und wenn ja, von welchem (Lastverteilung), oder ob die Anfrage direkt an die HANA-Instanz weitergeleitet werden soll.

Frontend Server
Die nächste Stufe der Infrastruktur stellt der ABAP Frontend Server dar, der für alle Anwendungstypen erforderlich ist. Dieser Server beinhaltet die SAPUI5 Komponenten, die Fiori-Komponenten und das SAP NetWeaver Gateway.

Schauen wir uns zunächst das SAP NetWeaver Gateway etwas genauer an:
Das SAP NetWeaver Gateway ermöglicht es, verschiedene Endgeräte, IT-Landschaften und Plattformen mit SAP Software zu verbinden. Hierfür bietet das Tool Schnittstellen und Services an, um mit jeder Programmiersprache oder –modell und ohne die Notwendigkeit SAP-Kenntnisse zu haben, mit der SAP Landschaft zu kommunizieren. Das SAP NetWeaver Gateway nutzt dabei vor allem REST Services und OData/ATOM Protokolle.

Der Gateway kann auf verschiedene Weise in eure Landschaft integriert werden. Hier findet ihr einen Überblick:

Die Fiori-Komponenten sind hauptsächlich das Fiori-Launchpad sowie die Applikations-spezifischen UI-Komponenten (Masken und ähnliches für spezielle Anwendungen).

Backend Server
Hinter dem Begriff Backend-Server verbergen sich die „normalen“ Anwendungen der SAP-Business Suite. Dieser Server kann also ein ECC, ein BW, ein CRM usw. sein.

Hier wird die gesamte Business-Logik abgebildet, die durch die im Frontend definierten CRUD-Services (http://de.wikipedia.org/wiki/CRUD) aufgerufen werden. Die Logik kann hier sowohl in Form von Klassen/Methoden oder Funktionsbausteinen vorliegen.

Natürlich lassen sich Frontend-Server und Backend-Server auf einer Maschine und in einer SAP-Installation betreiben. Ob eine Aufteilung der Server sinnvoll ist, hängt mit Sicherheit von der Größe der einzelnen Installation ab und ob mehrere Backend-Server angebunden werden sollen.

Datenbank / SAP HANA
Kommen wir zum letzten Schritt der Infrastruktur: die Datenbank. Prinzipiell eignet sich jede Datenbank, mit der das SAP-Backend kommunizieren kann. Also entweder die eigene Datenbank oder eine Datenbank, die mittels DBConnect oder ähnlichem abgefragt werden kann.

Die Ausnahmen von der Regel sind hier die analytischen Anwendungen. Für die Art der Anwendungen wird der „normale“ Datenfluss umgangen. Stattdessen werden direkt Services konsumiert, welche die HANA-Plattform bereitstellt.


Und jetzt? Wie geht’s weiter?

Wie ihr seht ist die Landschaft, die eine Fiori-App erfordert, nicht gerade trivial. Durch diese Art der Infrastruktur ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten der Integration und systemübergreifender Einsatz-Szenarien, getreu dem Motto „von Transaktion zur Rolle“, bei dem der Anwender nicht mehr zwischen den einzelnen Systemen unterscheidet.

Wer weitere Informationen zur Infrastruktur und dem Aufbau der Landschaft sucht, kann sich gerne an uns wenden.

Soweit erst einmal zur Infrastruktur, die hinter einer SAP Fiori-Anwendung steht. In unserem nächsten Beitrag schauen wir uns an, wie die Architektur innerhalb einer Anwendung aussieht und wie die einzelnen Komponenten zusammenspielen und interagieren.

 

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