WebI 4.2 mit neuen Funktionen

SAP BusinessObjects Web Intelligence 4.2 mit neuen Funktionen

In dieser Woche setzen wir unsere kleine Artikelserie zum Thema BI 4.2 fort. Heute beschäftigen wir uns mit SAP BusinessObjects Web Intelligence 4.2 und seinen neuen Funktionen. Legen wir also gleich los.

Heute möchte ich Ihnen einen Überblick über die neuen Funktionen verschaffen.

SAP BusinessObjects Web Intelligence 4.2 umfasst eine Reihe neuer Funktionen: Freigeben von Elementen, paralleles Regenerieren von Abfragen, Kommentare, Geokarten und visuelle Erweiterungen, direkter Zugriff auf HANA-Sichten und HANA-Online.

Freigabe von Elementen

Bei freigegebenen Elementen handelt es sich um Berichtsteile, die im CMS-Repository abliegen und durch andere Benutzer oder in anderen Dokumenten mehrfach wiederverwendet werden können. Entwickler können Berichtselemente auf einer zentralen Plattform in einem öffentlichen Ordner speichern. Freigegebene Elemente enthalten alle erforderlichen Metadaten: Berichtsteile, die entsprechende Datenquelle, Datenprovider, Variablen und Formatierung. So können Benutzer häufig verwendete Logos, Tabellen und Visualisierungen bequem und schnell in ihre Berichte importieren.

Paralleles Regenerieren von Abfragen

Die Funktion zum parallelen Regenerieren von Datenprovidern unterstützt ab sofort auch BEx-Abfragen. Zudem sind in der Central Management Console und im Information-Design-Tool neue Einstellungen hinzugekommen, über die Sie die Feinabstimmung paralleler Abfragen auf Verbindungsebene vornehmen können. Dadurch können Sie die maximale Anzahl parallel regenerierter Abfragen pro Dokument für OLAP-, BEx- oder relationale Verbindungen verwalten. Darüber hinaus können Sie festlegen, ob die parallele Abfrageverarbeitung auch bei zeitgesteuerten Vorgängen erfolgen soll.

Kommentare

BI-Kommentar ist derzeit für die Web-Intelligence-Anwendung verfügbar. Benutzer, die Web-Intelligence-Berichte verwenden, können nun die Funktion BI-Kommentar für die Zusammenarbeit verwenden.

Geokarten und visuelle Erweiterungen

Ab sofort können Sie unter Verwendung von Esri Maps oder Google Maps optisch ansprechende und aufschlussreiche Dashboards erstellen. So kann ab sofort jede Karte mit einer URL zur Kombination von Geodaten und unseren eigenen Daten verwendet werden. Die Karten in Web Intelligence sind nicht mehr länger nur der mobilen Anwendung vorbehalten. Ab sofort können Entwickler sie überall in Web Intelligence erstellen oder anzeigen, egal ob sie Desktop, Browser oder Mobilgerät verwenden. Diese Funktion umfasst zudem eine Geocoder-Engine. Mit dieser Engine können Entwickler mit ihrem bestehenden Datensatz beliebige Dimensionen für Städte, Bundesländer/Staaten und Ländern geokodieren.

Direkter Zugriff auf SAP-HANA-Sichten

Ab sofort können Entwickler direkt auf eine SAP-HANA-Informationssicht zugreifen, ohne vorher ein Universum erstellt zu haben. Darüber hinaus können sie Abfragen auf Basis von HANA-Sichten erstellen und profitieren von der Geschwindigkeit und Leistungsfähigkeit von HANA.

SAP-HANA-Online

Der SAP-HANA-Online-Modus ermöglicht es Ihnen, Web-Intelligence-Dokumente auf der Grundlage von aktiven Daten zu erstellen und sich so die Leistungsfähigkeit von SAP HANA zu Nutze machen. Im SAP-HANA-Online-Modus werden sämtliche Web-Intelligence-Berechnungen wie die Aggregation von Werten und das Filtern von Elementen an HANA delegiert. Dies ermöglicht schnellere Interaktionen zwischen Web Intelligence und HANA, was wiederum für mehr Geschwindigkeit bei der Regenerierung von Daten sorgt.

Diese Funktion richtet sich vor allem an Business-Analysten, die große Datenmengen in HANA analysieren. Sie können ab sofort mit Echtzeitdaten arbeiten und profitieren von besseren Interaktionen mit Web Intelligence. Berichtsdesigner profitieren außerdem von der Benutzerfreundlichkeit des SAP-HANA-Online-Modus, wodurch sich die Erstellung von Dokumenten einfacher als je zuvor gestaltet. Berichtsdesigner können nun Abfrageeditoren und Universen umgehen.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesen Themen haben, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

 

Autor dieses Beitrags
Veronika Aleksandrova SAP BI Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de

Cognos-Migration

Wie Unternehmen mit einer standardisierten SAP-Lösung konzernweit Prozesse harmonisieren und Vergleichbarkeit gewährleisten können

Hallo,

heute stellen wir euch ein weiteres Projekt aus unserem Portfolio vor. Diesmal geht es um die Migration einer bestehenden Cognos Reporting Lösung auf SAP BW on HANA mit SAP BusinessObjects als Frontend.

Der Kunde, den wir hierbei unterstützt haben, ist in der Herstellung und im Vertrieb elektronischer Bauelemente aktiv. Er ist Teil eines globalen Konzerns und die verschiedenen Tochterunternehmen des Konzerns nutzten unterschiedlichste ERP- und Business Intelligence-Lösungen. Im Rahmen des weiteren Wachstums und des Anstiegs der Komplexität stießen die Funktionalität der selbstprogrammierten ERP-Lösung sowie das Reporting an ihre Grenzen.

DAS PROJEKT

Inspiricon löste basierend auf einer neu eingeführten standardisierten SAP ERP-Lösung mit SAP BW die existierende Cognos Reportinglösung ab.

Zu dieser Entscheidung trugen mehrere Gründe bei:

  • Die Weiterentwicklung der zum Großteil kundenindividuellen und selbstentwickelten Reporting-Lösungen war teuer und zeitaufwändig.
  • Es bestand ein hoher Wartungs- und Pflegeaufwand.
  • Innerhalb des Konzerns waren Bedeutung und Inhalt von KPI’s nicht konsistent. Als Folge waren eine Vergleichbarkeit der Prozesse und Ergebnisse der Tochtergesellschaften nicht gegeben.
  • Es existierten viele Schnittstellen zu anderen Systemen, was hohe Kosten sowie eine hohe Fehleranfälligkeit implizierte. Besonders die Berichterstattung an den Mutterkonzern war aufwändig. Sie wurde über weitere Schnittstellen abgewickelt, da das Berichtswesen durch eine – individuelle – zusätzlich aufgesetzte Cognos-Reporting-Lösung ausschließlich auf Kunden abgestimmt war.
  • Das interne Wissen über die existierende Lösung beschränkte sich auf wenige Köpfe im Unternehmen. Es bestand daher ein hohes Verlustrisiko an technischem Know-How, sollte ein Wissensträger ausscheiden.

DIE LÖSUNG

Da SAP-Produkte bereits von einer anderen Tochtergesellschaft verwendet wurden, war die neue ERP-Lösung schon systemseitig vorhanden.

Jedoch wurde nicht nur das ERP-System erneuert, sondern auch im Bereich BI sollte eine Evolution stattfinden. Der Konzern setzte auf eine SAP-Lösung. Somit löste SAP Business Warehouse on HANA die bisherige Cognos-Reporting-Lösung ab.

Gestartet wurde das Projekt mit Release SAP 7.4 on HANA. Während des Projektes erfolgte die Migration auf SAP 7.5 on HANA. Auch in diesem Fall wurde SAP BW bereits von einer Tochtergesellschaft verwendet und war also bereits vorhanden.

Frontendseitig entschied man sich ebenfalls für Produkte aus der SAP BusinessObjects Familie. Aus diesen Umstellungen sollten folgende Änderungen und Vorteile resultieren:

  • Datenmodelle werden durch die Standardisierung für alle Töchter des Konzerns nutzbar. Dies ermöglicht einen kostenoptimalen Support von den weltweit verteilten Service Centern.
  • Alle KPI’s werden vereinheitlicht, um eine Vergleichbarkeit zu garantieren.
  • Für Nutzer der Cognos-Lösung wird die Umstellung durch eine Like-to-Like Migration erleichtert.
  • Überflüssige Schnittstellen fallen weg.
  • Informationen fließen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette besser und schneller.
  • Die Reaktionsfähigkeit zur Unternehmenssteuerung wird erhöht. Dies bringt auch eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit mit sich.

Unsere Lösung bestand aus Web Intelligence Reports auf Basis SAP BW on HANA mit standardisierter Datenversorgung aus dem operativen SAP ERP. Im folgenden Schaubild seht ihr den skizzierten Projektverlauf:

Skizzierter Projektverlauf

Durch den Wechsel der ERP- und BI-Systeme konnte unser Kunde seine Geschäftstätigkeit verbessern. Auf der einen Seite können die User nun schneller auf Berichte und Daten zugreifen, was die Entscheidungsfindung erheblich verkürzt. Auf der anderen Seite können die Berichte nun teilweise vom User selbst angepasst werden (Self-Service BI). Nicht zu vernachlässigen ist der enorme Sicherheitsgewinn durch die zentrale Steuerung von Zugangsberechtigungen. Abschließend konnten Lizenzkosten zum Vorteil der Wirtschaftlichkeit des Kunden reduziert werden.

Eine Einführung und Standardisierung der SAP ERP- und BI-Lösung ist mit hohen finanziellen Aufwänden verbunden. Diese konnten wir durch den Einsatz von Mitarbeitern aus unserem Nearshoring-Standort in Cluj-Napoca, Rumänien, erheblich reduzieren. In den Hochphasen des Projektes waren bis zu 6 Kollegen aus Cluj-Napoca eingebunden. Die Koordination erfolgte über tägliche kurze Meetings, in denen das Team remote mit Bild und Ton zugeschaltet war.

Autor dieses Beitrags
Claudio Volk Vorstand
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
Die 4 Schritte zur Erstellung eines Universums - das Information Design Tool, Teil 2

Die 4 Schritte zur Erstellung eines Universums – das Information Design Tool Teil 2

Wir setzen unsere Reise zu einem Universum voller Daten fort und erkunden heute die Schritte, die uns ans Ziel führen. Im Kern umfassen diese:

  1. die Anlage eines neuen Projekts in IDT;
  2. die Herstellung einer Verbindung zwischen dem HANA-System und unserem Projekt im IDT (Information-Design-Tool);
  3. die Erstellung einer Datengrundlage und einer Business-Schicht;
  4. die Veröffentlichung in einem Repository.

Fangen wir damit an, einige Begrifflichkeiten zu klären, die für den Umgang mit Universen und IDT unerlässlich sind:

  • Verbindung: Hier wird definiert, wie sich ein Universum mit einer relationalen oder OLAP-Datenbank verbindet. Lokale Verbindungen werden als .cnx-Dateien gespeichert, sichere Verbindungen als .cns-Dateien.
  • Datengrundlage: Ein Schema, das die relevanten Tabellen und Joins aus einer oder mehreren relationalen Datenbanken definiert. Der Designer erweitert die Datengrundlage um Kontexte, Eingabeaufforderungen, berechnete Spalten und andere SQL-Definitionen. Sie kann als Basis für mehrere Business-Schichten dienen.
  • Business-Schicht: Sie stellt den ersten Entwurf eines Universums dar. Wenn die Business-Schicht vollständig ist, wird sie mit den Verbindungen oder Verbindungsverknüpfungen sowie der Datengrundlage kompiliert. Danach wird sie veröffentlicht und als Universum implementiert.
  • Universum: Eine kompilierte Datei, die alle Ressourcen aus der Definition der Metadatenobjekte enthält, die beim Entwurf der Business-Schicht erstellt wurden.

Unabhängig davon, ob Sie ein großes oder kleines Universum geplant haben, müssen Sie das Projekt als Ganzes betrachten. Technisch gesehen beginnt die Reise zur Erstellung eines Universums stets mit der Anlage eines neuen Projekts. Öffnen Sie dazu as IDT und klicken Sie auf Datei -> Neu -> Projekt. Das Projekt stellt Ihre Ideenkiste dar, einen Arbeitsbereich in dem Sie Ihr Universum Stein für Stein aufbauen können. Dabei bestehen die einzelnen Steine aus bestimmten Objekten wie der Datengrundlage oder der Business-Schicht.

Anlegen eines Projektes im IDT.

Abbildung 1: Anlegen eines Projektes im IDT.

Ein Projekt enthält die zur Erstellung des Universums verwendeten Ressourcen. Dabei dient es der Verwaltung der lokalen Objekte zur Universumserstellung.

Ein Projekt kann beliebig viele Objekte enthalten, so zum Beispiel Datengrundlagen, Business-Schichten und Verbindungen zu Datenquellen usw.

Anlegen eines Projektes im IDT: Namen eingeben.

Abbildung 2: Anlegen eines Projektes im IDT: Namen eingeben

Wir geben zunächst den Projektnamen ein (in unserem Beispiel Test). Danach legen wird zudem den Projektspeicherort in unserem Arbeitsbereich fest.

Darüber hinaus ist es hier möglich, ein bestehendes Projekt zu bearbeiten. Öffnen Sie dazu über Datei -> Projekt öffnen die Ansicht Lokales Projekt.

Eine weitere, wirklich interessante Funktion in Projekten ist die Möglichkeit zum Sperren von Ressourcen, um andere Entwickler darüber zu informieren, dass Sie gerade mit dieser Ressource arbeiten.

Nach Erstellung des Projekts müssen wir eine Verbindung zuweisen, um eine Verbindung zu einer Datenquelle herstellen zu können.

Diese Verbindung legt fest, wie das Quellsystem die Daten bereitstellt. Es stehen zwei Verbindungstypen zur Auswahl: relationale und OLAP-Verbindungen.

Über eine relationale Verbindung wird eine Verbindung zur Datenbankschicht hergestellt, um Tabellen und Joins zu importieren.

OLAP-Verbindungen dienen der Verbindung zum multidimensionalen Modell wie z. B. einem Information View in SAP HANA.

Herstellen einer relationalen Verbindung.

Abbildung 3: Herstellen einer relationalen Verbindung.

Zur Herstellung der Verbindung müssen wir zunächst die Systeminformationen, das Kennwort und den Benutzernamen eingeben.

Nachdem wir die Verbindung hergestellt haben, testen wir sie zunächst und veröffentlichen sie dann im Repository, damit sie zur Verwendung in unserem Universum bereitsteht.

Veröffentlichen einer Verbindung.

Abbildung 4: Veröffentlichen einer Verbindung.

Zur Veröffentlichung einer Verbindung müssen Sie die BO-Verbindungsparameter angeben (Repository, Benutzername, Kennwort).

Nachdem im Repository eine verfügbare Verbindung vorliegt, können wir nun eine Datengrundlage für unser Universum erstellen. Die Schicht der Datengrundlage erlaubt es uns, Tabellen und Joins aus unterschiedlichen relationalen Datenbanken zu importieren.

Im Information-Design-Tool gibt es zwei Arten von Datengrundlagen: Datengrundlagen mit einer einzigen Quelle und Datengrundlagen mit mehreren Quellen.

Datengrundlagen mit einer einzigen Quelle unterstützen eine einzelne relationale Verbindung. Dabei kann die Verbindung lokal oder gesichert sein, damit die Universen, die auf dieser Datengrundlage entworfen wurden, entweder lokal verwaltet oder in einem Repository veröffentlicht werden können.

Erstellen einer Datengrundlage.

Abbildung 5: Erstellen einer Datengrundlage.

Datengrundlagen mit mehreren Quellen unterstützen eine oder mehrere relationale Verbindungen. Verbindungen können beim Erstellen der Datengrundlage, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt werden. Datengrundlagen mit mehreren Quellen werden auf Grundlage von gesicherten Verbindungen erstellt, die in einem Repository veröffentlicht sind.

Nach der Definition des technischen Namens der Datengrundlage klicken wir auf Weiter.

Das IDT bietet die interessante Option, Universen auf Grundlage mehrerer Quellen zu erstellen. Im nächsten Fenster wird eine Liste mit verfügbaren Verbindungen zur Universumserstellung angezeigt (sowohl .cnx als auch .cns).

.cnx-Verbindungen kommen dann zum Einsatz, wenn das Universum nicht in einem zentralen Repository veröffentlicht werden soll (zur Verwendung in lokalen Universen).

Wenn das Universum in einem beliebigen Repository veröffentlicht werden soll (also lokal oder zentral), müssen Sie zwingend eine .cns-Verbindung (gesichert) nutzen.

Nach einem Klick auf Fertig stellen steht die Datengrundlage bereit.

Wie sieht eine Datengrundlage aus?

Abbildung 6: Wie sieht eine Datengrundlage aus?

Herzlichen Glückwunsch. Sie haben die erste Hälfte Ihrer Reise zu einem eigenen Universum bereits geschafft!

Bisher haben wir ein Projekt, eine Verbindung und eine Datengrundlage. Was uns jetzt noch fehlt, ist die Business-Schicht, die andere Hälfte unseres Universums.

Dazu klicken wir im Projektmenü auf Neu und wählen danach die Option Business-Schicht aus. Danach wählen wir die Verbindung und die Datengrundlage aus, auf der wir die Business-Schicht erstellen möchten.

Erstellen einer Business-Schicht.

Abbildung 7: Erstellen einer Business-Schicht.

Die Business-Schicht enthält alle Klassen und Objekte. Darüber hinaus finden Sie hier die Dimensionen und Kennzahlen, die in einem Universum definiert sind. Durch die Veröffentlichung der Business-Schicht im Repository schließen wir die Erstellung des Universums ab.

Nachdem das Universum erstellt wurde, müssen Sie festlegen, welche Felder als Dimensionen (Attribute/Merkmale) und welche als Kennzahlen (Schlüsselzahlen) dienen sollen.

Um ein besseres Layout für das Universum zu erhalten, können wir zudem Ordner für jede Dimension anlegen sowie einen für Kennzahlen. Kennzahlen werden standardmäßig auch als Attribute behandelt.

Damit kommen wir zum letzten Schritt auf unserer Reise zu einem Universum voller Daten. Nachdem wir nun alle Bestandteile beisammenhaben, bleibt nur noch ein letzter Klick, um unser Ziel zu erreichen. Nach Abschluss der Integritätsüberprüfung müssen wir das Universum nur noch speichern und in einem Repository veröffentlichen.

Veröffentlichen des Universums in einem Repository.

Abbildung 8: Veröffentlichen des Universums in einem Repository.

Die Anleitung von Tutorials Point hat als Inspiration für diesen Artikel gedient.

Autor dieses Beitrags
Ionel-Calin Oltean Consultant SAP BI/BW
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
Wenn guter Rat teuer ist

Wenn guter Rat teuer ist: Navigationsattribute aus SAP BW und der Zusammenhang mit daraus generierten HANA-Views

Eine Bestandsaufnahme und zwei Lösungsansätze

Hallo zusammen,

mit der Kombination von SAP BW und HANA ergeben sich vielfältige neue Modellierungsmöglichkeiten. Wir haben bereits viele davon in unseren letzten Projekten intensiv verwendet.

Eine dieser Modellierungsmöglichkeiten ist es, aus dem BW heraus HANA-Views zu generieren und diese anschließend in der HANA-Entwicklung zu nutzen. Dieses Vorgehen eignet sich zum Beispiel dazu, direkt auf die Daten in der HANA-Datenbank zuzugreifen ohne den Umweg über den Query-Designer zu gehen.

Dieser Direktzugriff hat jedoch einige Schwächen.

So werden Navigationsattribute leider nicht so unterstützt, wie wir es aus dem BW gewohnt sind.
Es gibt hier die Einschränkung, dass geklammerte Objekte (also Objekte mit zusammengesetztem Schlüssel) nicht unterstützt werden. Diese Einschränkung ist zwar dokumentiert – aber mal ehrlich SAP: Ist das euer Ernst?

Gerade in großen BW-Landschaften ist es verbreitet, dass alle Objekte geklammert sind – zum Beispiel an ein Quellsystem – und diese Objekte funktionieren alle nicht mehr richtig? Dabei ist die Verwendung von Navigations-Attributen gerade eine der großen Stärken, die das BW über die letzten Jahre ausgemacht hat.

Bei einem Navigationsattribut – und auch bei allen anderen Stammdaten-Objekten – handelt es sich vereinfacht gesagt um einen sogenannten Join, bei dem die Stammdaten zu den Bewegungsdaten hinzugelesen werden.

Normalerweise ist es so, dass in einem Cube oder einem DSO neben der Faktentabelle (Kennzahlen, Werte) auch die Merkmale (Dimensionen, Stammdaten, Schlüssel der anderen Tabellen) abgelegt sind. Auf die Attribute dieser Merkmale konnte man in der Vergangenheit immer automatisch zugreifen und man musste sich praktisch nicht darum kümmern, dass es funktionierte. Es war einfach so.

Natürlich hat die SAP einen Vorschlag zur Problemlösung gemacht. Und auch wir bei Inspiricon haben für unser Projekt eine Lösung gefunden. Beide Lösungen setzen an dem oben genannten Automatismus an. Lasst sie uns im Folgenden im Detail anschauen.

Die SAP-Lösung

Der CompositeProvider als Nachfolger der Multiprovider sollte das Objekt sein, über den das Reporting oder in unserem Fall der Zugriff aus HANA heraus auf die Daten stattfinden sollte. Unterhalb dieses Objekts gibt es eine (oder mehrere) Cubes, DSOs sowie ADSOs. Der CompositeProvider ist im Vergleich zum Multiprovider in Bezug auf Joins deutlich stärker geworden. Hier lassen sich die Joins, die für die Stammdaten benötigt werden, erstellen. Normalerweise sind das Left-Outer-Joins.

Die Lösung der SAP sieht nun vor, dass die benötigen Stammdaten ebenfalls Bestandteil des CompositeProviders werden. Sie werden also nicht als Teil der ADSOs verwendet sondern nochmals direkt mit Join in den CompositeProvider eingebunden.

Die Inspiricon-Lösung

Da wir in diesem speziellen Projekt einige Probleme mit den CompositeProvidern hatten, haben wir eine ähnliche Lösung wie SAP, aber auf einem anderen Level gebaut:

Wir haben die Joins nicht im BW – also nicht im CompositeProvider – sondern in HANA gebaut. Wir haben also die generierten Views der Composite-Provider und der Stammdaten verwendet und dann gejoint.

Fazit

Zusammengefasst muss ich sagen: Es funktioniert. Beide Wege führen zum Ziel.

Es gibt – wie für die meisten technischen Probleme – eine Lösung. Aber sie ist mit erheblichem Zusatzaufwand verbunden, egal ob mit unserem Ansatz oder dem der SAP.

Was mich besonders stört ist, dass dieser Zusatzaufwand nicht nur bei der Erstellung auftritt sondern auch später bei Anpassungen, da es sich um manuelle Schritte handelt, die früher nicht notwendig waren.

Ich hoffe, dass die SAP hier nachlegt und dieses Problem nachhaltig löst oder zumindest einen Automatismus bereitstellt.

Bis dahin halten wir dem Gegenwind stand und werden im wahrsten Sinne des Wortes mit der Hand am Arm das Problem weiterhin lösen.

Autor dieses Beitrags
Jörg Waldenmayer Team Lead Technology
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
künstliche Intelligenz

Big Data und künstliche Intelligenz – ein mächtiges Duo, das unsere Zukunft mitgestalten wird

Mit SAP wird künstliche Intelligenz Wirklichkeit

Big Data mit intelligenten Maschinen auszuwerten, ist schon lange keine Zukunftsmusik mehr. SAP hat möglich gemacht, was bis vor einigen Jahren noch als Träumerei galt. Basierend auf SAP HANA hat SAP mehrere Softwarekomponenten ins Leben gerufen, die eigenständig denken und Daten im großen Stil auswerten. Mittlerweile kann die Software Gesichter und Objekte erkennen sowie große Analysen ausführen, die manuell kaum möglich und vorstellbar wären.

Künstliche Intelligenz (KI) ist dank SAP keine Vision mehr, sondern zur Realität geworden.

SAP Clea und SAP Leonardo: Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

SAP hat seine Plattform HANA um eine neue Version ergänzt. Daneben wurden zahlreiche KI- und IoT-Services (Internet of Things, zu deutsch: Internet der Dinge) auf den Markt gebracht.
Die neue Software von SAP – SAP Cleaist in die SAP Cloud integriert und kann eigenständig lernen, wobei sie keine explizite Programmierung mehr benötigt. Die analytische Intelligenz wird bereits von Unternehmen wie der Munich RE und der europäischen Raumfahrtagentur genutzt. Die Versicherungsexperten der Munich Re kalkulieren beispielsweise laufend die Gefahr von Waldbränden, wobei sie Daten über Vegetationsverläufe heranziehen. Diese Berechnungen werden durch die intelligente Software unterstützt und Big Data wird im großen Stil ausgewertet.

SAP Leonardo heißt das IoT-Lösungsportfolio von SAP.

Wie schon der Namensgeber Leonardo da Vinci arbeitet auch SAP Leonardo interdisziplinär und übergreifend – was eine elementare Anforderung für das Internet der Dinge ist. Informationen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen werden in Betracht gezogen, sodass auf dieser Basis neue Lösungen und Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Die Intention von SAP Leonardo ist es, potenzielle Kunden bei der Findung ihrer IoT-Strategie zu unterstützen und passende Lösungen für ihre individuellen Anforderungen auszuwählen.

Denn eines steht fest: die eine richtige Software für das IoT oder KI gibt es nicht. Meistens handelt es sich um ein Zusammenwirken aus mehreren Anwendungen.

Der digitale Kern: Die SAP Enterprise Suite S/4HANA

S/4HANA wird bereits von über 4.000 Unternehmen in 25 Ländern genutzt. Diese ist der digitale Kern der Transformation, die für das Internet der Dinge oder KI/Machine Learning eingesetzt werden kann. SAP stellte eine Reihe von Ergänzungen in der Cloud vor, darunter Connected Logistics, Vehicles, Manufacturing, Assets, Retail und Future Cities. Damit lassen sich unter anderem Fahrzeugflotten managen, Qualitätsebenen kontrollieren und Routen berechnen.

Im Bereich der künstlichen Intelligenz und den Machine Learning-Services bietet SAP unter anderem die folgenden Services in der SAP Cloud an:

  • Resume Matching für das Recruiting
  • Cash App zur Analyse der Zahlungsmoral
  • Social Media Customer Service
  • Brand Intelligence
  • Fraud Detection für Versicherungen und Banken

SAP Fiori – die neue SAP UI

SAP Fiori ist eine Initiative, mit der die Endanwender-Erfahrung verbessert wird (dazu mehr auf unserer Webseite und auf unserem Blog). Mit Fiori 2.0 sollen sämtliche SAP-Anwendungen harmonisiert und somit untereinander kompatibel werden. SAP Fiori beinhaltet Verbesserungen in den Bereichen Design und Benutzerfreundlichkeit.

Und auch hier kommt KI zum Einsatz. Der Anwender wird durch einen Co-Piloten unterstützt, der dessen Handlungen voraussieht und diese entsprechend vorbereitet. Mit der integrierten Sprachsteuerung werden beispielsweise Arbeitsabläufe bei Wartungen oder im Lager verbessert. Die künstliche Intelligenz wertet Lieferanten aus und ordnet diese nach einem eingestellten Anforderungsprofil in Kategorien ein.

Inspiriert: Big Data spielend einfach auswerten

Zusammen mit der künstlichen Intelligenz sowie Big Data und der Unterstützung durch SAP Fiori kann noch effektiver automatisiert und ausgewertet werden. Die Software versucht zu erahnen, welche Handlungen der Nutzer durchführen möchte. Dies führt zu einer Effektivitätssteigerung und einer höheren Geschwindigkeit.

Mit SAP Fiori kann Big Data im großen Stil analysiert und die wichtigen Geschäftskennzahlen automatisiert überwacht werden. Anomalien, Trends und Muster werden der verantwortlichen Person automatisch auf einer den Benutzer in den Mittelpunkt stellenden Oberfläche mitgeteilt. Die Analysen erfolgen auf einer zentralen Benutzeroberfläche, die eine intuitive Bedienung ermöglicht. Komplexe Modifikationen von Ein- und Ausgabeparametern sind nicht mehr erforderlich.

Die künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass die Algorithmen auch ohne Hilfe von Fachabteilungen aussagekräftige Ergebnisse liefern. Das maschinelle Lernen zielt vornehmlich darauf ab, Zusammenhänge und Muster in Daten zu erkennen und diese auf neue Datensätze zu übertragen. Die dafür benötigten Algorithmen basieren auf Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Algebra.

Für SAP Application Intelligence sind die Daten der Treibstoff für maschinelles Lernen.

Deep Learning: das haben die Maschinen den Menschen voraus

Ein Bereich des maschinellen Lernens ist das Deep Learning:
Bei diesem werden neuronale Netze mit großen Datenmengen geflutet. Dadurch soll die Software in der Lage sein, z.B. Gesichter zu erkennen, Gegenstände zuzuordnen und Sprache zu verstehen. Fähigkeiten, die immer weiter verbessert und zunehmend in der Robotik eingesetzt werden.

Auch im medizinischen Bereich eröffnen sich durch KI neue Anwendungsmöglichkeiten:
Zukünftig sollen die Daten einzelner Krebspatienten mit Millionen Krankenakten abgeglichen werden, wodurch eine individualisierte Präzisionsmedizin ermöglicht werden soll.

Die künstliche Intelligenz funktioniert für die breite Masse und liefert vielversprechende Ergebnisse. Die Software wird immer mehr zu einem Generalisten, der in allen Bereichen eingesetzt werden kann. Dabei bringt die SAP Application Intelligence Software Zusammenhänge ans Licht, die Menschen normalerweise nicht erkennen würden. Menschliche Mitarbeiter übersehen aus Zeitmangel oftmals wichtige Daten, die daher im Alltag unentdeckt bleiben.

Unser Fazit

Künstliche Intelligenz hat schon heute Eingang in Business Intelligence-Lösungen gefunden. Es werden somit bereits Datenanalysen in den Unternehmen gesteuert, zum Beispiel zum Auffinden von Anomalien oder dem automatisierten Strukturieren und Aufbereiten von Daten. Weiterhin werden Algorithmen aus dem Bereich der KI oft eingesetzt, um Datenströme zu überwachen.

Das intelligente und integrative Zusammenspiel von den neuen SAP Komponenten wie Clea, Leonardo oder Fiori basierend auf der SAP HANA Cloud und On-Premise-Lösungen, inspiriert Inspiricon stetig zur Suche nach innovativen Service Dienstleistungen für unsere Kunden.

Kontaktieren Sie uns, wenn auch Sie neugierig auf neue und ungeahnte (Geschäfts-) Möglichkeiten sind!

Autor dieses Beitrags
Claudio Volk Vorstand
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Ein Universum voller Daten

Ein Universum voller Daten – das Information-Design-Tool

Eine kurze Einführung in das Information-Design-Tool ( IDT) 

Heute ist jedes große Unternehmen am Prozess der Globalisierung und des Austauschs von Produkten beteiligt. Hierzu gehört natürlich auch der weltweite Austausch von Informationen. In einem deutschen Unternehmen wundert sich heute keiner mehr, wenn Entscheidungen auf Grundlage eines Berichts gefällt werden, dessen Daten vom anderen Ende der Welt stammen. Aber wie bringen wir diese Mengen an Daten und Informationen zusammen? Wie wäre es mit einem eigenen Universum voller Daten? Du hast richtig gelesen, die Lösung ist ein neues Universum. Aber wie verwaltet man ein Universum? In den nächsten Zeilen verraten wir Dir, wie Du dieser Universen Herr werden kannst.

Alles Magische entspringt dem Herzen … 

Das Herz des HANA-Systems:

Business-Schicht-Struktur

Abbildung 1: Business-Schicht-Struktur – Quelle: Interne Schulung – IDT-Präsentation

Der erste Schritt beim Erstellen eines Universums ist die Erstellung eines Views. Der erste Stein in unserer „chinesischen Mauer“ wird als SAP HANA Information Modeler bezeichnet, auch bekannt als HANA Data Modeler im Herzen des HANA-Systems. Mit ihm können Anwender oberhalb der Datenbanktabellen Modellierungssichten erstellen und Geschäftslogiken implementieren, um aussagekräftige Berichte für Analysezwecke zu erstellen.

Es gibt drei Arten von Information Views

Diese sind definiert als:

Attribute View Analytic View Calculation View
  • Bei Attribute Views handelt es sich um Dimensionen, BW-Merkmale oder Stammdaten.
  • Attribute Views dienen der Verknüpfung mit einer Dimension oder einem Attribute View.
  • In den meisten Fällen zur Modellierung von Stammdaten wie Einheiten (z. B. Produkt, Mitarbeiter, Geschäftspartner) genutzt.
  • Bei Analytic Views handelt es sich um Star-Schemata oder Faktentabellen umgeben von Dimensionen, Berechnungen oder eingeschränkten Kennzahlen.
  • Analytics Views werden üblicherweise auf mindestens einer Faktentabelle mit Vorgangsdaten sowie der Anzahl der Tabellen oder Attribute Views definiert.
  • Analytic Views machen sich die Rechenleistung von SAP HANA zu Nutze, um aggregierte Daten zu berechnen, so z. B. die Anzahl der verkauften Fahrräder pro Land oder der maximale Stromverbrauch pro Monat.
  • Bei Calculation Views handelt es sich um kombinierte Ansichten, die zusätzlich zu Analytical und Attribute Views zum Einsatz kommen.
  • Sie sind zu komplexen Berechnungen in der Lage, die mit anderen Views nicht möglich sind.
  • Je nachdem, wie sie erstellt werden, können sie als grafische Ansicht oder Skriptansicht definiert werden. Grafische Ansichten können mit den grafischen Modellierungsfunktionen des SAP HANA Modelers modelliert werden. Skriptansichten werden als Abfolgen von SQL-Anweisungen erstellt.

Abbildung 2: Kurzbeschreibung der einzelnen SAP HANA Views. Quelle: http://saphanatutorial.com/sap-hana-modeling/ (Alle Daten in dieser Tabelle wurde von dieser Quelle übernommen)

Ist mit dem View der erste Stein einmal gelegt, können wir mit unserem Konzert loslegen. Diese Rolle wird vom IDT (Information-Design-Tool) übernommen.

Bezugnehmend auf den Information Design Tool User Guide, welcher von SAP veröffentlicht wurde, ist das IDT – Information-Design-Tool – eine SAP BusinessObjects-Metadaten-Entwicklungsumgebung, in der Designer Metadaten aus relationalen und OLAP-Quellen extrahieren, definieren und bearbeiten können, um SAP BusinessObjects-Universen zu erstellen und zu implementieren.

Bei der zum Universum-Designer ernannten Person, kann es sich um einen Datenbankadministrator, einen Software-Manager oder -Entwickler, einen Projektmanager oder auch um einen Berichtersteller handeln, der ausreichende technische Kenntnisse zur Erstellung von Universen für andere Benutzer besitzt. Das Information-Design-Tool wird auch von Sicherheitsadministratoren verwendet, um Sicherheitsprofile für das Universum zu definieren. Es ist möglich, dass sich mehrere Personen im selben Unternehmen mit der Aufgabe der Universumserstellung befassen. Die Zahl der Universum-Designer hängt von den Datenerfordernissen des Unternehmens ab. Es könnte beispielsweise einen Universum-Designer pro Anwendung, Projekt, Abteilung oder Funktionsbereich geben.

Ein Universum ist eine strukturierte Zusammenstellung von Metadatenobjekten, mit denen Geschäftsbenutzer Unternehmensdaten in einer nichttechnischen Sprache analysieren und als Berichte aufbereiten können.

Zu diesen Objekten zählen

  • Dimensionen
  • Kennzahlen
  • Hierarchien
  • Attribute
  • vordefinierte Berechnungen
  • Funktionen
  • Abfragen.

Die Metadatenobjektschicht wird Business-Schicht genannt und ist auf einem relationalen Datenbankschema oder einem OLAP-Cube aufgebaut, sodass die Objekte direkt über SQL- oder MDX-Ausdrücke den Datenbankstrukturen zugeordnet sind. Ein Universum umfasst Verbindungen, die die Datenquellen identifizieren, sodass sich Abfragen für die Daten ausführen lassen.

Die Rolle des Universums

Die Rolle des Universums besteht darin, dem Geschäftsbenutzer semantisch verständliche Business-Objekte bereitzustellen. Der Benutzer kann anschließend in der relevanten Geschäftssprache Daten analysieren und Berichte erstellen und die zugrunde liegenden Datenquellen und -strukturen außer Acht lassen.

Beispiel eines Universums

Abbildung 3: Screenshot eines Universums – Interne Schulung – IDT-Präsentation Inspiricon SRL

So kannst Du ein Universum erstellen

  1. Ein neues Projekt in IDT anlegen
  2. Über IDT eine Verbindung zwischen dem HANA-System und unserem Projekt erstellen
  3. Eine Business-Schicht erstellen
  4. In einem Repository veröffentlichen

Bedenke für ein leichteres Verständnis, dass Universen ermöglichen sollen, nach Belieben, sicher und in einer Sprache, die Du verstehst, auf Informationen zuzugreifen kannst, um diese zu analysieren, zu ergänzen und zu teilen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Universen Daten aus HANA nicht speichern oder die Systemleistung belasten.
Mit dem Information-Design-Tool erstellte Universen können von den folgenden Datenanalyse- und Berichtsanwendungen von SAP BusinessObjects ab Version BI 4 verwendet werden: SAP BusinessObjects Web Intelligence, SAP Crystal Reports for Enterprise, SAP BusinessObjects Explorer, SAP BusinessObjects Dashboard Design.

In unserem nächsten Artikel erwarten Dich weiterführende Informationen zu IDT und eine eingehende Beschreibung der Universumserstellung. 

Quelle: https://help.sap.com/doc/businessobject_product_guides_boexir4_de_xi4sp8_info_design_tool_de_pdf/XI4.0.8/de-DE/xi4sp8_info_design_tool_de.pdf

Autor dieses Beitrags
Ionel-Calin Oltean Consultant SAP BI/BW
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Inspiricon SAP S4 HANA

Hoch hinaus mit SAP S/4HANA – So führen Sie Geschäfte in Echtzeit

Die Wirtschaftswelt wird immer komplexer und vernetzter. Damit Sie Ihr Unternehmen für die Herausforderungen der Digitalisierung rüsten können, müssen Kernprozesse integriert, vereinfacht und Echtzeit-fähig gemacht werden. SAP S/4HANA ist die perfekte Möglichkeit, um Geschäftsanwendungen in der digitalen Welt zu vereinfachen. Es wird sofortiger Mehrwert bei gleichzeitig maximaler Anwenderfreundlichkeit geschaffen. Die Anwendung basiert auf der In-Memory-Plattform SAP HANA und ermöglicht mit SAP Fiori ein Anwendererlebnis, das normalerweise nur in der Endkunden-Welt existiert.

Es sind zwei Optionen für SAP S/4HANA verfügbar: Cloud und On-Premise. Vernetzen Sie Ihre Geschäftspartner und Abteilungen und steigen Sie in die digitalisierte Welt ein – mit S/4HANA schaffen Sie einen echten Mehrwert!

Lesen Sie mehr zu SAP HANA in unserem Blog.

Und auch zu SAP Fiori finden Sie weitere Informationen auf unserer Webseite und im Blog

SAP S/4HANA – die nächste Generation

SAP S/4HANA ist eine In-Memory-ERP-Suite, die verschiedene Techniken der digitalen Welt unterstützt, darunter

  • Big Data
  • Mobile
  • Echtzeitanalysen
  • IoT (Internet of Things / Internet der Dinge)
  • sowie Lösungen anderer Softwareanbieter und Geschäftsnetzwerke.

Die Suite verschafft Ihnen als Business-User Erkenntnisse, die umgehend eingesetzt und umgesetzt werden können. Die integrierten Lösungsvorschläge gehen weit über eine schlichte Automatisierung hinaus.

Diese grundlegenden Vorteile bietet Ihnen die In-Memory Anwendung S/4HANA

  • Mit S/4HANA profitieren Sie von einer leistungsfähigen In-Memory-Plattform. Die spezielle Architektur ermöglicht die gleichzeitige Durchführung von analytischen Prozessen (OLAP) und transaktionalen Prozessen (OLTP) – und zwar in Echtzeit.
  • Das Datenmodell wurde drastisch vereinfacht: Aggregierte und redundante Datenschichten fallen weg. Sie profitieren von einer maximalen Flexibilität bei gleichzeitiger Reduzierung des Speicherplatzes und einer vielfachen Erhöhung des Durchsatzes.
  • Bei der In-Memory-Anwendung S/4HANA wurden der Umfang und die Komplexität der Kodierung erheblich verkleinert. Der Datenbankaufbau verringert den Datenumfang um bis zu 90 Prozent. Dies verbessert die Geschwindigkeit von Analysen sowie den Durchsatz von Transaktionen und Simulationen – in Echtzeit!
  • Die intuitive Benutzeroberfläche von SAP Fiori visualisiert die Quellen, die in Echtzeit zusammengeführt werden. Dies gilt auch für mobile Szenarien, weshalb die Benutzerfreundlichkeit über alle Endgeräte hinweg erhalten bleibt. SAP Fiori ermöglicht eine personalisierte, rollenbasierte und einheitliche Benutzerführung.
  • SAP S/4HANA bereitet den Weg für optimierte und neuartige Kerngeschäftsprozesse, dazu gehören Beschaffung, Produktion, Bestandsführung, Vertrieb und Logistik, Qualitätssicherung sowie Finanzen.
  • Außerdem bietet es Ihnen die notwendige Flexibilität, um Ihre Geschäftsprozesse anzupassen.

Sie haben Fragen zu SAP S/4HANA? Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Nachricht!

 

Autor dieses Beitrags
Jörg Waldenmayer Team Lead Technology
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
Inspiricon SAP-HANA planning application kit 1030x665

Neues von den SAP Planungstools

Heute geht es mal wieder um die Planung. Was ist vom neuen HANA Planning Application Kit zu erwarten und was sind die Unterschiede und Vorteile, wenn man es mit herkömmlichen Standard-Planungsprogrammen vergleicht? Bevor wir diese Frage beantworten, lasst uns zunächst näher auf die Bedeutung von Planung eingehen.

Warum ist Planung so wichtig?

Unternehmen können ihre Entscheidungsfindungen durch eine ordentliche Planung wesentlich verbessern. Mit aktuellen und vergangenen Daten sowie voraussagenden Analysen können sie ihre Ziele für die Zukunft festlegen und steuern. Der Vergleich zwischen aktuellen Daten und Plandaten hilft den Planungsprozess zu verbessern.

Überblick über die SAP BI Planungstools

Wer ordentlich planen möchte, muss in der Lage sein, Daten manuell in ein System einzutragen (eingabebereite Queries). Diese Möglichkeit kann auf verschiedenen Wegen mit zahlreichen Tools erreicht werden, sowohl im BI- als auch im transaktionalen System.

Was Planungstools von einfachen Datenerfassungsfunktionalitäten unterscheidet, ist offensichtlich: Planungstools ermöglichen die Analyse von Daten und die Generierung komplexer Szenarien. Dies kann mit verschiedenen Planungsfunktionen erreicht werden. Diese reichen von simplen Vorgängen wie einfügen, löschen, kopieren und Währungsumrechnung bis hin zu umfassenderen benutzerdefinierten Funktionen. Im Folgenden findet ihr eine Übersicht der SAP BI Planungstools:

Inspiricon Evolution von BI Planung

Inspiricon Evolution von BI Planung

BPS (Business Planning and Simulation)

Anders als bei der Integrierten Planung ist dieses Tool nicht vollständig in das SAP BI-System eingebunden. Einige Funktionen laufen teilweise immer noch auf BPS (z. B. die Kostenstellenkürzung).

Weitere Eigenschaften von BPS:

  • Ebenen der Planung, Planungsfunktionen und Sequenzen werden mit der Transaktion BPS0 erzeugt.
  • Mit BPS0 werden auch manuelle Eintrittslayouts, Filter und Variablen angelegt und nicht mit BEx-Abfragen, Filtern oder Variablen verbunden.
  • Das Frontend ist nicht in den BI-Tools integriert. Stattdessen muss man ein Web-Interface in BPS_WB schaffen.

SAP BI Integrated Planning

Diese Lösung ist vollständig in das SAP BI-System integriert. In der Data Warehouse Workbench werden Datenprovider festgelegt. Mit dem BEx Query Designer werden eingabebereite Queries erzeugt. Alle anderen planungsspezifischen Funktionalitäten wie Planungsfunktionen, Planungsabläufe, Datensegmente und charakteristische Merkmale werden im Planning Modeller definiert. Dieser kann vollständig in eine SAP HANA Datenbank migriert werden, mit dem Vorteil eines verbesserten Lesezugriffs (In-Memory).

Weitere Eigenschaften von SAP BI Integrated Planning:

  • Manuelle Einträge werden direkt im BEx Query Designer erzeugt. Variablen und Filter korrespondieren mit BEx-Variablen und -Filtern.
  • Planungsfunktionen, Sequenzen, Datensegmente, kennzeichnende Zusammenhänge usw. werden in der Transaktion RSPLAN erzeugt.
  • Eine Migration auf die SAP HANA Datenbank ist ohne Anpassungen möglich. Dies führt zu einer schnelleren Reaktionsgeschwindigkeit – davon profitiert auch die Benutzerfreundlichkeit. Die Daten werden nun in einer In-Memory Datenbank gespeichert. Nichtsdestotrotz werden Aggregationen und Kalkulationen weiterhin auf der Anwendungsebene ausgeführt.

SAP Planning Application Kit on HANA

Dieses Tool ist derzeit das Neueste aus dem Bereich Planung. Das Planung-Tool ist im Gegensatz zur obigen Lösung auf In-Memory optimiert. Die Applikation der Business Logik wird von der Applikations-Ebene auf die In-Memory Datenbank verschoben. Dadurch reduziert sich die Datenzirkulation und führt zu einer deutlichen Leistungsverbesserung.

Weitere Eigenschaften des Planning Application Kit on HANA:

  • BW-IP benötigt keine Veränderungen, um mit HANA zu arbeiten. Damit von einer verbesserten Reaktionsgeschwindigkeit profitiert werden kann, müssen die Planungsfunktionen jedoch zuvor migriert werden.
  • Die Ausführung von Kalkulationen In-Memory wird mit dem Planning Application Kit ermöglicht. SAP notes1637199 erklärt die Schritte zur Aktivierung des Kits.
  • Die meisten Planungsfunktionen sind bereits im Planning Application Kit vorhanden (Kopieren, Löschen usw.).
  • Es ist immer noch so, dass nicht alle Planungsfunktionen In-Memory ausgeführt werden können, insbesondere Planungsfunktionen, die auf ABAP exit basieren. Um diese Funktionen In-Memory auszuführen, muss ein SQL-Skript geschrieben werden.
  • Um eine Planungsfunktion zu generieren, die auf einem SQL-Skript basiert, muss ein Funktionstyp geschaffen werden, der auf der ABAP Klasse beruht. Das SQL-Skript wird dann von der Methode Execute abgerufen.
Planung alt/neu

Planung alt/neu

Zusammenfassend kann man sagen, dass mit dem neuen HANA Planungs Kit die gleichen Planungsfunktionen erreicht werden können, die im Standard IP verfügbar sind. Allerdings mit einer grundlegend verbesserten Geschwindigkeit, da eine In Memory-Datenbank genutzt wird.

Lest mehr zum Thema Planung und SAP HANA in unserem Blog.

Euch ist vielleicht aufgefallen, dass wir BPC noch nicht erwähnt haben – dies wird Thema eines nächsten Beitrags sein. Bis dahin!

 

Autorin dieses Beitrags
Gabriela López de Haro Senior BI Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
Inspiricon SAP HCP mobile services Fiori

SAP HCP Mobile Services für SAP Fiori – neue Wege für die mobile Nutzung

SAP richtet seine Produktstrategie zukunftsträchtig aus und verwendet dabei Schlagwörter wie „Mobility first“ und „Device-Unabhängigkeit“. Mit SAP HCP, mobile services für SAP Fiori, wurden die technischen Grundlagen für die Entwicklung mobiler Anwendungen noch einmal kräftig erweitert. Dies wurde auch höchste Zeit: In vielen Bereichen mobiler Anwendungen liegt großes Potential brach – dies betrifft insbesondere Kostensenkungen und Effizienz der Anwendungen.

SAP HCP und SAP Fiori

SAP HCP ist ein Online-Dienst, der im Rahmen der SAP-Plattform-Dienste angeboten wird (s. dazu unser Blogartikel http://inspiricon.de/sap-hcp/). Dieser zählt zu den beliebtesten PaaS-Angeboten (Platform as a Service), die am Markt existieren. Die Cloud-Computing-Plattform richtet sich in erster Linie an Softwareentwickler und beinhaltet verschiedene Dienste wie SAP HANA Datenbanken, IoT-Dienste (Internet of Things) und Integrations-Dienste.
Mit SAP Fiori werden eine Reihe von Applikationen für das SAP-System in SAPUI5 bzw. HTML5 bezeichnet (s. auch unsere Blogreihe dazu unter http://inspiricon.de/category/technologie/sap-fiori/). SAP Fiori erlaubt eine mobile Nutzung von SAP Transaktionen. Bei den Themen User Experience und Usability konnte SAP in den vergangenen Jahren leider nicht wirklich glänzen – in diesem Bereich ist die IT jedoch rasant fortgeschritten.

SAP HCP ist die zentrale Erweiterungs- und Entwicklungsplattform für Anwendungen in der Cloud. Es ist ein wahrer Alleskönner, der zukünftig von jedem SAP-Anwendungsunternehmen genutzt werden dürfte. SAP Fiori wird mithilfe von SAP HCP für mobile Nutzer optimiert, was vollkommen neue Möglichkeiten eröffnet. Die Vorteile und die Einfachheit der Nutzung überzeugen in vielerlei Hinsicht.

Was sind die Vorteile der neuen Plattform?

  1. Mit SAP HCP kann SAP Fiori auf die Nutzung durch mobile Anwender ausgerichtet werden. Mobile Nutzer können über SAP Fiori Applikationen ihren Internetbrowser öffnen – dabei wird eine sichere und nahtlose Integration gewährleistet. Die SAP HANA Cloud Plattform ist ein Anwendungsservice, der eine Optimierung mobiler Leistungen ermöglicht.
  2. Die Ende-zu-Ende-Lösungen erlauben die Anpassung, Absicherung und Vernetzung von Fiori Apps – ebenso ein Testen, Verteilen und Überwachen der Anwendungen.
  3. SAP Fiori Applikationen können auf tragbaren Geräten als wahrhaft mobile Anwendungen fungieren. Nutzer können bei mobilen Anwendungen von einer hohen Benutzerfreundlichkeit profitieren.
  4. Gerätefunktionen wie Barcode-Scanner, Autorisierung und Datensicherheitszugriff können implementiert und benutzerfreundlich ausgerichtet werden – gleiches gilt für das Branding von Geräten.
  5. Nutzer können Gerätefunktionen schnell und umfassend nutzen. Das Erhalten von Push-Benachrichtigungen und der Zugriff auf lokale Daten laufen reibungslos ab. Unternehmen können von einer hohen Anwendungs- und Datensicherheit profitieren.
  6. Die umfangreichen Autorisierungsmethoden erhöhen die Sicherheit und erlauben die Vergabe von Berechtigungen.

So geht’s

Die Plattform SAP HCP für SAP Fiori kann relativ einfach genutzt werden. Wer diese ausprobieren möchte, kann sich einen kostenlosen Entwickleraccount zulegen. Dafür muss sich der Nutzer lediglich registrieren und einen Account beantragen: Dieser kann per E-Mail-Aktivierungslink freigeschaltet werden. Die Plattform ist übersichtlich gestaltet und erlaubt eine intuitive Bedienung. Auf der linken Seite befindet sich eine Leiste, in der die wichtigsten Funktionen geführt sind. Dort sind unter anderem das Dashboard, Hana XS Anwendungen, Datenbanksysteme, HTML5 Anwendungen, Services und Berechtigungen aufgelistet. Sobald eine der Kategorien angeklickt wurde, öffnen sich auf der rechten Seite die entsprechenden Kategorien wie beispielsweise Internet of Things, Device Management oder Fiori Mobile. Die anschließenden Arbeitsschritte sind selbsterklärend und funktionieren nach dem Baukastenprinzip, das auf einer intuitiven Bedienung beruht.

SAP HCP für Mobile Services für SAP Fiori

Die Nutzung von SAP HCP ist relativ einfach und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse. Die Vorteile für mobile services sind immens. Spürbare Verbesserungen gibt es insbesondere in den Bereichen Daten- und Anwendungssicherheit, Autorisierung, Benutzerfreundlichkeit und Vernetzung. Mit den benutzerfreundlichen Neuerungen wurden grundlegende Möglichkeiten geschaffen, um Usability und User Experience zu erhöhen und mobile Anwendungen fortschrittlich und zeitgemäß zu gestalten.

Inspiricon Best Practice: Wie man mit SAP Fiori und SAP HCP eine Schnellsuche für http-Services entwickelt

Wir haben eine branchenunabhängige und standardisierte Lösung für die Anforderung Autosuggest mit Fuzzy-Matching erarbeitet. Lest die ganze Best Practice hier: Inspiricon entwickelt mit SAP Fiori und SAP HCP eine Schnellsuche für http-Services.

 

Autor dieses Beitrags
Andrei Vlad CEO Inspiricon SRL
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
Inspiricon SAP-HANA-2 cloud-in-memory

SAP HANA 2: Die nächste Generation der SAP HANA-Plattform

Mit SAP HANA 2 wurde die In-Memory Plattform SAP HANA um zukunftsweisende Neuerungen ergänzt. SAP HANA ist eine Plattform, die den digitalen Wandel vorantreiben soll. Über SAP YaaS (Hybris as a Service) sind in SAP HANA 2 neue Microservices verfügbar. Diese basieren auf der SAP HANA Cloud Plattform (s. auch unser letzter Blogartikel: http://inspiricon.de/sap-hcp/). Dank dieser Microservices können Entwickler Innovationen schaffen und moderne Anwendungen mit umfangreichen Informationen ausstatten.

Die Einführung von SAP HANA erfolgte im Jahr 2010 – damit hat das Unternehmen SAP im Bereich In-Memory-Technologie eine Vorreiterrolle eingenommen. SAP HANA wurde mit zukunftsträchtigen Neuerungen ausgestattet, die auf einer stabilen Stammdatenplattform beruhen. Diese Vorreiterrolle wird durch SAP HANA 2 ergänzt, damit die digitale Zukunft erfolgreich gestaltet werden kann. SAP HANA 2 wird Kunden ab dem 30.11.2016 zur Verfügung stehen. Kurze Zeit später wird die Express Edition folgen: Mit dieser können Unternehmen neue Entwicklungsprojekte vorantreiben. Jedes halbe Jahr werden Erweiterungen bereitgestellt, mit denen eine agile Entwicklung unterstützt wird.

Neue Funktionen und Erweiterungen

SAP HANA 2 wird umfangreiche Erweiterungen beinhalten. Im Bereich Datenbankmanagement geht es vor allem um Hochverfügbarkeit, Workload-Management sowie Sicherheit. Mit diesen werden IT-Unternehmen einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb gewährleisten können.

Die Option Active bzw. Active Read-Enabled wird die Nutzung von Sekundärsystemen erlauben, die bisher lediglich zur Systemreplikation verwendet wurden. Diese Option dient der Bewältigung von leseintensiven Workloads, ohne dass dabei Performanceverluste entstehen.

Im Bereich Datenmanagement kann von Erweiterungen profitiert werden, die Datenqualität, Datenintegration, Unternehmensmodellierung sowie Tiered Storage betreffen (s. auch unser Blogartikel zu HANA In-Memory: http://inspiricon.de/hana-in-memory/). Dank dieser Erweiterungen können Unternehmen auf sämtliche Daten zugreifen – unabhängig davon, wo diese hinterlegt sind.

Die Webanwendung SAP Enterprise Architecture Designer wird um eine neue Version erweitert. Mit dieser können IT-Unternehmen komplexe Informationsarchitekturen verwalten. Zusätzlich können die potentiellen Auswirkungen innovativer Technologien vor der Implementierung visualisiert werden.

SAP HANA 2 kann noch mehr

Zu den Neuerungen von SAP HANA 2 zählt auch eine Verbesserung der analytischen Intelligenz. Die innovativen Engines erlauben eine analytische Verarbeitung von Geodaten, Text, Streaming-Daten und grafischen Daten. Entwickler besitzen die Möglichkeit umfassende Informationen in moderne Anwendungen einzubetten.

Die Predictive Analysis Library in SAP HANA 2 beinhaltet neue Algorithmen für Assoziations-, Klassifizierungs-, Regressions- und Zeitreihenanalysen. Mit diesen Analysen können Datenwissenschaftler in ihren Daten Muster aufdecken und eigene Anwendungen um maschinelles Lernen ergänzen.

Im Bereich der Anwendungsentwicklung wird von erweiterten Funktionen für Applikationsserver, Entwicklungstools sowie Entwicklungssprachen profitiert. Es findet eine Unterstützung des Prinzips „Bring your own Language“ statt. Außerdem stehen zusätzliche Laufzeitumgebungen von Drittherstellern und Buildpacks zur Verfügung. Diese können beim Modell Extended Application Services verwendet werden. Mit der neuen Schnittstelle File Processor API können Entwickler Text- und Metadaten extrahieren und analysieren.

Die neuen Microservices in der Cloud

Die neuen Microservices sind cloud-basiert und ermöglichen eine Integration von Analysen in Anwendungen. Dies ist auf jeder Entwicklungs- oder Sprachplattform über APIs möglich. Die Microservices in der Cloud beinhalten die folgenden Erweiterungen:

  • Text Analysis Entity Extraction, Text Analysis Linguistic Analysis und Text Analysis Fact Extraction: Die Funktionen erlauben die Verarbeitung von Textdaten in der Cloud, wobei die Verarbeitung natürlicher Sprachen möglich ist.
  • Earth Observation Analysis: Der Service wurde in Zusammenarbeit mit der ESA entwickelt. Der Service wurde aufgrund des Schnittstellenstandards WCS des OGC entwickelt. Der Service nutzt Satellitendaten der ESA und verarbeitet Geodaten über die Datenbankwendung SAP HANA Spatial in der Cloud. Der Service stellt historische Daten in Echtzeit bereit – die Berechnung erfolgt aufgrund spektraler Messdaten.

Ihr möchtet noch mehr Informationen über SAP HANA 2 erhalten? Kontaktiert uns hier. Und folgt uns doch auch auf Facebook oder LinkedIn, dort informieren wir euch immer über neue Trends und Themen.

 

Autor dieses Beitrags
Steffen Böhm Vorstand
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