SAP Fiori Stammdatenpflege

Wie man Applikationen baut, die SAP Fiori und SAP BI verbinden

Lasst uns über SAP Fiori sprechen: Wie nutzen wir es für unsere Kunden und was haben wir bisher damit getan?

SAP Fiori bietet uns bei Inspiricon großartige Möglichkeiten. Warum? Weil an unserem Standort in Cluj, Rumänien, die Kernkompetenzen SAP BI und Plattformentwicklung sind – zwei sehr unterschiedliche Bereiche und Technologien. Dank Fiori und SAP HANA haben wir es geschafft, eine Brücke zwischen diesen Geschäftsbereichen zu bauen. Unser Cross Technology Team ist für die Entwicklung der SAP Fiori Applikationen zuständig.

Wir haben bereits einige Projekte erfolgreich abgeschlossen. Und vor allem haben wir die Inspiricon Toolbox geschaffen. Das ist eine Sammlung von Applikationen, die auf der neuen, von SAP empfohlenen Architektur basieren (lest hier mehr über die Inspiricon Toolbox).

Mit der Toolbox möchten wir bestimmte Geschäftstätigkeiten von SAP abdecken, DSO Funktionalitäten ausbauen, Funktionen eines Input-bereiten Query aufrufen (basierend auf einem Planungs-Infocube) sowie den BEx Analyzer nachbilden. Basierend auf diesen Aussagen haben wir die Geschäftsziele definiert und bis dato drei Applikationen erstellt:

  1. Manage Users
  2. Time Tracker
  3. BEx Query Analyzer

Heute präsentieren wir die erste Applikation: Manage Users – Stammdatenpflege leicht gemacht

Diese Applikation ermöglicht CRUD Operationen auf einem Data Store Object (DSO) aus BW auszuführen. Das „Motto” der Applikation lautet: „Als User dieser Applikation möchte ich folgendes tun können

  • einen Überblick über alle User haben,
  • einen User anlegen, updaten, löschen
  • sowie die Userliste zu filtern und zu durchsuchen.“

Schritt für Schritt nähern wir uns einer neuen Applikation

Grundsätzlich mussten wir zuerst einen OData Service kreieren und diesen Service dann mit der SAP Fiori Applikation verbinden. Eine Fiori Applikation basiert auf den SAPUI5 Rahmenbedingungen und den SAP Fiori Design Richtlinien (lest mehr über SAP Fiori Applikationen in unserem Blog). Die Architektur baut auf dem MVC Modell auf. Wir nutzen die sap.m Bibliothek, da unsere Applikationen responsive sein sollen – über alle Devices hinweg: Desktop, Tablet und Smartphones.
Im nächsten Schritt haben wir die Funktionalitäten aufgesplittet und die Architektur erstellt.

Als erstes haben wir über die Anzahl der benötigten Views entschieden, welche Funktionalität zu welchem View gehören soll und welche Komponente zur Funktionalität passt. Was benötigen wir?:

  1. Einen Überblick über alle User; in Bezug auf SAPUI5 ist das eine Liste oder eine Tabelle,
  2. Einen neuen User anlegen, d.h. wir fügen einen neuen View hinzu oder fügen ein Popup dort ein, wo Userdaten eingegeben werden,
  3. Update eines Users, dies entspricht dem Szenario einen neuen User anzulegen.

Struktur und Komponenten erwachen zum Leben

Nachdem wir ein Set von Mock-Ups erstellt haben und unsere Alternativen verglichen haben, wurden die folgende Struktur und Komponenten implementiert:

  1. Überblick: eine Tabellenkomponente, sap.m.Table, ist verbunden mit dem Tabellendatenmodell das automatisch upgedatet wird, sobald eine Änderung im Modell gemacht wird, z. B. das Löschen oder Updaten eines Users (FIG.1 und FIG.2):
    FIG.1: Löschen und Updaten von Usern (Desktop)

    FIG.1: Löschen und Updaten von Usern (Desktop)

    FIG.2: Löschen und Updaten von Usern (Mobile)

    FIG.2: Löschen und Updaten von Usern (Mobile)

  2. Neuen User hinzufügen: für diese Funktionalität haben wir einen neuen View zu unserer App hinzugefügt. Dazu brauchten wir die Route-Komponente, sap.m.routing.Router, und mussten ein Route-Steuerungsprogramm implementieren. Die Hauptkomponente in diesem View ist das „Submit-Formular“, sap.ui.layout.form.SimpleForm (FIG.3 und FIG.4):
    FIG.3: Neuen User hinzufügen (Desktop)

    FIG.3: Neuen User hinzufügen (Desktop)

    FIG.4: Neuen User hinzufügen (Mobile)

    FIG.4: Neuen User hinzufügen (Mobile)

  3. Update User: dies ist ebenfalls ein neuer View, mit einem einfachen Formular (FIG.5, FIG.6 und FIG.7):
    FIG.5: Update User (Desktop)

    FIG.5: Update User (Desktop)

    FIG.6: Update User (Mobile)

    FIG.6: Update User (Mobile)

    FIG.7: Update User

    FIG.7: Update User

  4. Einen User löschen: um einen User zu löschen, benötigten wir nur ein Auswahlprogramm in der Tabelle, einen „Lösch“-Button sowie eine Komponente, die über den Erfolg / Misserfolg des Löschens informiert (sap.m MessageToast).
  5. Filter: wir nutzen sap.m.IconTabBar, das uns gleichzeitig das Filtern erlaubt wenn ein Icon angeklickt wird.
  6. Suche: dies ist eine Komponente, die bereits in der Tabelle vorhanden ist und die wir nur noch mit dem Tabellenmodell verbinden mussten.

Ein sehr wichtiger Aspekt des UI-Entwicklungsprozesses ist der Umgang mit Datenanbindung. Glücklicherweise bietet SAPUI5 eine fertige out-of-the-box Komponente wie „sap.ui.model.odata.ODataModel”, das nur die URL des OData Service benötigt und alle CRUD Abläufe sowie Such- und Filterfunktionen übernimmt.

So entstand die Inspiricon Toolbox und ihre erste Applikation: Manage Users.

Und nun, wie geht es weiter?

Wir ihr seht haben wir heute erst eine Applikation vorgestellt – dabei gibt es ja insgesamt drei in unserem Launchpad! Nächstes Mal geht es dann um den Time Tracker – Zeiterfassung im Betrieb. Also bleibt dran :).

Wir verbinden SAP BI-Anwendungen mit SAP Fiori: Die Inspiricon-Toolbox. Weitere Details findet ihr auch in unserem Flyer.

Ihr möchtet weitere Informationen zur Infrastruktur und der Landschaft von SAP Fiori Applikationen erfahren? Kontaktiere uns jetzt!

 

Autorin dieses Beitrags
Ana-Maria Pop Lead Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
Inspiricon SAP HCP mobile services Fiori

SAP HCP Mobile Services für SAP Fiori – neue Wege für die mobile Nutzung

SAP richtet seine Produktstrategie zukunftsträchtig aus und verwendet dabei Schlagwörter wie „Mobility first“ und „Device-Unabhängigkeit“. Mit SAP HCP, mobile services für SAP Fiori, wurden die technischen Grundlagen für die Entwicklung mobiler Anwendungen noch einmal kräftig erweitert. Dies wurde auch höchste Zeit: In vielen Bereichen mobiler Anwendungen liegt großes Potential brach – dies betrifft insbesondere Kostensenkungen und Effizienz der Anwendungen.

SAP HCP und SAP Fiori

SAP HCP ist ein Online-Dienst, der im Rahmen der SAP-Plattform-Dienste angeboten wird (s. dazu unser Blogartikel http://inspiricon.de/sap-hcp/). Dieser zählt zu den beliebtesten PaaS-Angeboten (Platform as a Service), die am Markt existieren. Die Cloud-Computing-Plattform richtet sich in erster Linie an Softwareentwickler und beinhaltet verschiedene Dienste wie SAP HANA Datenbanken, IoT-Dienste (Internet of Things) und Integrations-Dienste.
Mit SAP Fiori werden eine Reihe von Applikationen für das SAP-System in SAPUI5 bzw. HTML5 bezeichnet (s. auch unsere Blogreihe dazu unter http://inspiricon.de/category/technologie/sap-fiori/). SAP Fiori erlaubt eine mobile Nutzung von SAP Transaktionen. Bei den Themen User Experience und Usability konnte SAP in den vergangenen Jahren leider nicht wirklich glänzen – in diesem Bereich ist die IT jedoch rasant fortgeschritten.

SAP HCP ist die zentrale Erweiterungs- und Entwicklungsplattform für Anwendungen in der Cloud. Es ist ein wahrer Alleskönner, der zukünftig von jedem SAP-Anwendungsunternehmen genutzt werden dürfte. SAP Fiori wird mithilfe von SAP HCP für mobile Nutzer optimiert, was vollkommen neue Möglichkeiten eröffnet. Die Vorteile und die Einfachheit der Nutzung überzeugen in vielerlei Hinsicht.

Was sind die Vorteile der neuen Plattform?

  1. Mit SAP HCP kann SAP Fiori auf die Nutzung durch mobile Anwender ausgerichtet werden. Mobile Nutzer können über SAP Fiori Applikationen ihren Internetbrowser öffnen – dabei wird eine sichere und nahtlose Integration gewährleistet. Die SAP HANA Cloud Plattform ist ein Anwendungsservice, der eine Optimierung mobiler Leistungen ermöglicht.
  2. Die Ende-zu-Ende-Lösungen erlauben die Anpassung, Absicherung und Vernetzung von Fiori Apps – ebenso ein Testen, Verteilen und Überwachen der Anwendungen.
  3. SAP Fiori Applikationen können auf tragbaren Geräten als wahrhaft mobile Anwendungen fungieren. Nutzer können bei mobilen Anwendungen von einer hohen Benutzerfreundlichkeit profitieren.
  4. Gerätefunktionen wie Barcode-Scanner, Autorisierung und Datensicherheitszugriff können implementiert und benutzerfreundlich ausgerichtet werden – gleiches gilt für das Branding von Geräten.
  5. Nutzer können Gerätefunktionen schnell und umfassend nutzen. Das Erhalten von Push-Benachrichtigungen und der Zugriff auf lokale Daten laufen reibungslos ab. Unternehmen können von einer hohen Anwendungs- und Datensicherheit profitieren.
  6. Die umfangreichen Autorisierungsmethoden erhöhen die Sicherheit und erlauben die Vergabe von Berechtigungen.

So geht’s

Die Plattform SAP HCP für SAP Fiori kann relativ einfach genutzt werden. Wer diese ausprobieren möchte, kann sich einen kostenlosen Entwickleraccount zulegen. Dafür muss sich der Nutzer lediglich registrieren und einen Account beantragen: Dieser kann per E-Mail-Aktivierungslink freigeschaltet werden. Die Plattform ist übersichtlich gestaltet und erlaubt eine intuitive Bedienung. Auf der linken Seite befindet sich eine Leiste, in der die wichtigsten Funktionen geführt sind. Dort sind unter anderem das Dashboard, Hana XS Anwendungen, Datenbanksysteme, HTML5 Anwendungen, Services und Berechtigungen aufgelistet. Sobald eine der Kategorien angeklickt wurde, öffnen sich auf der rechten Seite die entsprechenden Kategorien wie beispielsweise Internet of Things, Device Management oder Fiori Mobile. Die anschließenden Arbeitsschritte sind selbsterklärend und funktionieren nach dem Baukastenprinzip, das auf einer intuitiven Bedienung beruht.

SAP HCP für Mobile Services für SAP Fiori

Die Nutzung von SAP HCP ist relativ einfach und erfordert keine besonderen Vorkenntnisse. Die Vorteile für mobile services sind immens. Spürbare Verbesserungen gibt es insbesondere in den Bereichen Daten- und Anwendungssicherheit, Autorisierung, Benutzerfreundlichkeit und Vernetzung. Mit den benutzerfreundlichen Neuerungen wurden grundlegende Möglichkeiten geschaffen, um Usability und User Experience zu erhöhen und mobile Anwendungen fortschrittlich und zeitgemäß zu gestalten.

Inspiricon Best Practice: Wie man mit SAP Fiori und SAP HCP eine Schnellsuche für http-Services entwickelt

Wir haben eine branchenunabhängige und standardisierte Lösung für die Anforderung Autosuggest mit Fuzzy-Matching erarbeitet. Lest die ganze Best Practice hier: Inspiricon entwickelt mit SAP Fiori und SAP HCP eine Schnellsuche für http-Services.

 

Autor dieses Beitrags
Andrei Vlad CEO Inspiricon SRL
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
Inspiricon SAP BW Upgrade 7.4

Mit den Inspiricon Best Practices zum Erfolg: Erfolgreiches Upgrade SAP BW 7.3 zu 7.4 bei einem weltweit tätigen Pharma-Konzern

In unserem heutigen Blog-Beitrag stellen wir euch ein Upgrade-Projekt vor. Es handelte sich um ein SAP BW Upgrade 7.3 zu 7.4, das in den Jahren 2015 – 2016 realisiert wurde.

Die Anforderungen des Kunden an die Inspiricon waren:

  • Releasewechsel auf SAP BW
  • Steigerung der Systemstabilität
  • Integration von HANA-optimierten Datenmodellen

Eine Zusammenfassung der Vorgehensweise findet ihr auch unter folgendem Link: https://inspiricon.de/wp-content/uploads/2017/02/Inspiricon_Upgrade-SAP-BW-7.4.pdf

Unsere Ausgangsposition

Unser Kunde war vor dem Upgrade auf dem Releasestand SAP BW 7.3 mit unterschiedlichen Service Packages. Ein Upgrade auf die Version 7.4 war erforderlich um

  • die Systemperformance zu erhöhen
  • Mobile Reportings und Applikationen mit Fiori zu entwickeln
  • die SAP Systeme auf dem aktuellsten Stand zu halten (Einspielen der letzten SAP-Hinweise)

Die Herausforderung für Inspiricon

Da unser Kunde global agiert, hat unser Projekt-Team eine sehr heterogene IT-Landschaft vorgefunden. Das bestehende Reporting ist weltweit im Einsatz. Das bedeutet, dass das BI System auf Konzern-Ebene eine Möglichkeit schafft, die Daten weltweit zu verarbeiten, um ein einheitliches Berichtswesen zu gewährleisten.

Konkret waren im Projekt folgende Herausforderungen vom Inspiricon-Team zu lösen:

  • Angeschlossene Systeme und damit verbundene Abhängigkeiten mussten berücksichtigt werden
  • Die bestehende Landschaft ist sehr komplex
  • Während des Releasewechsels liefen viele Projekte parallel auf dem zu upgradenden System. Organisatorisch bedeutete dies, dass der Informationsaustausch zwischen unterschiedlichen Projekten abgestimmt und zeitnah in allen Zeitzonen erfolgen muss.
  • Keine Unterbrechung des laufenden Betriebs („geräuschloses Upgrade“)
  • Testmanagement: Laufende Abdeckung von allen vorhandenen Systemfunktionalitäten

Das Projektteam bestand aus bis zu 20 Personen, davon zwei Nearshoring Ressourcen (BI-IT). Das Inspiricon Nearshoring-Team bereicherte mit seiner langjährigen Erfahrung und Qualitätsansprüchen das Onsite-Team auch durch einen signifikanten Kostenvorteil. Mehr zum Thema Nearshoring gibt es hier.

Inspiricon Projektansatz

Inspiricon Projektansatz

Erfolgreicher Projektabschluss

Ende Mai 2016 war das Go-Live, gefolgt von einer intensiven Hyper Care Phase über 3 Wochen. Während dieser Zeit begleitete unser Inspiricon-Team den Kunden, bis das System wie gewünscht performant und stabil lief.

Durch den Releasewechsel ist unser Kunde nun in der Lage, die neuesten HANA-Objekte in vollem Umfang zu nutzen und von deren Performancevorteil zu profitieren. Die Kundenanforderungen wurden also umfassend erfüllt – Folgeprojekte sind bereits beauftragt.

Inspiricon Best Practices

Aus einem erfolgreichen Projekt können wir viel lernen. Daher wurden aus dem Upgrade-Projekt Vorgehensweisen für weitere Projekte entwickelt. Diese Best Practices enthalten folgendes und werden auf andere Projekte übertragen:

  1. Der Upgrade Prozess (Test-Konzept, Upgrade des Projektzeitplanes)
  2. Upgrade des fachlichen Plans (Pre-Upgrade, Checklisten für das Upgrade und das Post-Upgrade)
  3. Ressourcen-Matrix (Projekt-Organigramm, Rollen und Verantwortlichkeiten, Kommunikationsmatrix)
  4. Herausforderungen und Empfehlungen

Ergänzend zu diesem Blogbeitrag empfehlen wir euch die Lektüre unserer Best Practice „Inspiricon Best Practices im Einsatz“.

Ihr interessiert euch für das Thema SAP BW? Lest unter https://inspiricon.de/sap-bw-bo/  mehr dazu. Gerne könnt ihr uns auch direkt kontaktieren – euer Ansprechpartner rund um SAP BW ist Michael Schmer.

Autor dieses Beitrags
Istvan Boda SAP BI Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
Inspiricon SAP-HANA-2 cloud-in-memory

SAP HANA 2: Die nächste Generation der SAP HANA-Plattform

Mit SAP HANA 2 wurde die In-Memory Plattform SAP HANA um zukunftsweisende Neuerungen ergänzt. SAP HANA ist eine Plattform, die den digitalen Wandel vorantreiben soll. Über SAP YaaS (Hybris as a Service) sind in SAP HANA 2 neue Microservices verfügbar. Diese basieren auf der SAP HANA Cloud Plattform (s. auch unser letzter Blogartikel: http://inspiricon.de/sap-hcp/). Dank dieser Microservices können Entwickler Innovationen schaffen und moderne Anwendungen mit umfangreichen Informationen ausstatten.

Die Einführung von SAP HANA erfolgte im Jahr 2010 – damit hat das Unternehmen SAP im Bereich In-Memory-Technologie eine Vorreiterrolle eingenommen. SAP HANA wurde mit zukunftsträchtigen Neuerungen ausgestattet, die auf einer stabilen Stammdatenplattform beruhen. Diese Vorreiterrolle wird durch SAP HANA 2 ergänzt, damit die digitale Zukunft erfolgreich gestaltet werden kann. SAP HANA 2 wird Kunden ab dem 30.11.2016 zur Verfügung stehen. Kurze Zeit später wird die Express Edition folgen: Mit dieser können Unternehmen neue Entwicklungsprojekte vorantreiben. Jedes halbe Jahr werden Erweiterungen bereitgestellt, mit denen eine agile Entwicklung unterstützt wird.

Neue Funktionen und Erweiterungen

SAP HANA 2 wird umfangreiche Erweiterungen beinhalten. Im Bereich Datenbankmanagement geht es vor allem um Hochverfügbarkeit, Workload-Management sowie Sicherheit. Mit diesen werden IT-Unternehmen einen unterbrechungsfreien Geschäftsbetrieb gewährleisten können.

Die Option Active bzw. Active Read-Enabled wird die Nutzung von Sekundärsystemen erlauben, die bisher lediglich zur Systemreplikation verwendet wurden. Diese Option dient der Bewältigung von leseintensiven Workloads, ohne dass dabei Performanceverluste entstehen.

Im Bereich Datenmanagement kann von Erweiterungen profitiert werden, die Datenqualität, Datenintegration, Unternehmensmodellierung sowie Tiered Storage betreffen (s. auch unser Blogartikel zu HANA In-Memory: http://inspiricon.de/hana-in-memory/). Dank dieser Erweiterungen können Unternehmen auf sämtliche Daten zugreifen – unabhängig davon, wo diese hinterlegt sind.

Die Webanwendung SAP Enterprise Architecture Designer wird um eine neue Version erweitert. Mit dieser können IT-Unternehmen komplexe Informationsarchitekturen verwalten. Zusätzlich können die potentiellen Auswirkungen innovativer Technologien vor der Implementierung visualisiert werden.

SAP HANA 2 kann noch mehr

Zu den Neuerungen von SAP HANA 2 zählt auch eine Verbesserung der analytischen Intelligenz. Die innovativen Engines erlauben eine analytische Verarbeitung von Geodaten, Text, Streaming-Daten und grafischen Daten. Entwickler besitzen die Möglichkeit umfassende Informationen in moderne Anwendungen einzubetten.

Die Predictive Analysis Library in SAP HANA 2 beinhaltet neue Algorithmen für Assoziations-, Klassifizierungs-, Regressions- und Zeitreihenanalysen. Mit diesen Analysen können Datenwissenschaftler in ihren Daten Muster aufdecken und eigene Anwendungen um maschinelles Lernen ergänzen.

Im Bereich der Anwendungsentwicklung wird von erweiterten Funktionen für Applikationsserver, Entwicklungstools sowie Entwicklungssprachen profitiert. Es findet eine Unterstützung des Prinzips „Bring your own Language“ statt. Außerdem stehen zusätzliche Laufzeitumgebungen von Drittherstellern und Buildpacks zur Verfügung. Diese können beim Modell Extended Application Services verwendet werden. Mit der neuen Schnittstelle File Processor API können Entwickler Text- und Metadaten extrahieren und analysieren.

Die neuen Microservices in der Cloud

Die neuen Microservices sind cloud-basiert und ermöglichen eine Integration von Analysen in Anwendungen. Dies ist auf jeder Entwicklungs- oder Sprachplattform über APIs möglich. Die Microservices in der Cloud beinhalten die folgenden Erweiterungen:

  • Text Analysis Entity Extraction, Text Analysis Linguistic Analysis und Text Analysis Fact Extraction: Die Funktionen erlauben die Verarbeitung von Textdaten in der Cloud, wobei die Verarbeitung natürlicher Sprachen möglich ist.
  • Earth Observation Analysis: Der Service wurde in Zusammenarbeit mit der ESA entwickelt. Der Service wurde aufgrund des Schnittstellenstandards WCS des OGC entwickelt. Der Service nutzt Satellitendaten der ESA und verarbeitet Geodaten über die Datenbankwendung SAP HANA Spatial in der Cloud. Der Service stellt historische Daten in Echtzeit bereit – die Berechnung erfolgt aufgrund spektraler Messdaten.

Ihr möchtet noch mehr Informationen über SAP HANA 2 erhalten? Kontaktiert uns hier. Und folgt uns doch auch auf Facebook oder LinkedIn, dort informieren wir euch immer über neue Trends und Themen.

 

Inspiricon SAP-HANA cloud Platform

Features und Mehrwert der SAP HANA Cloud Plattform

Die fortschreitende Vernetzung und Echtzeit-Verarbeitung von Big Data verändert Unternehmen nachhaltig. Informationsgetriebe Services und Produkte ermöglichen vollkommen neue Kundenerlebnisse. Die In-Memory-Plattform SAP HANA stellt sämtliche Infrastruktur-Komponenten zur Verfügung, um diese technologische Gestaltung zu ermöglichen – egal, ob in der Cloud oder On-Premise.

Die SAP HANA Cloud Plattform eröffnet ungeahnte Möglichkeiten

Mit der SAP HANA Cloud Plattform (SAP HCP) hat SAP die Möglichkeit geschaffen, cloudbasierte Technologien umzusetzen. Das PaaS-Angebot (Platform as a Service) dient der Entwicklung und dem anschließenden Betrieb innovativer Anwendungen. Die offene Lösung knüpft an die In-Memory-Plattform SAP HANA an, wodurch Unternehmen unzählige Datenbank- und Anwendungsservices sowie mobile Dienste in der Cloud ermöglicht werden. Darunter fallen beispielsweise:

  • Integrations- und Sicherheitsfunktionalitäten,
  • die Unterstützung mehrerer Entwicklungssprachen sowie HTML5-basierte Oberflächen, die intuitiv bedienbar sind,
  • Suchfunktionen,
  • Verarbeitungsmöglichkeiten von georeferenzierten Informationen,
  • Analysewerkzeuge,
  • Offline-Funktionalitäten.

Welchen Mehrwert bietet SAP HCP mir als Nutzer?

SAP HCP eröffnet seinen Nutzern einen immensen Mehrwert. Mit SAP HCP kann die Anwendungslandschaft für zukünftige Anforderungen fit gemacht werden. Das PaaS-Angebot bietet eine leistungsstarke Entwicklungsplattform und dient als Laufzeitumgebung für individuelle Erweiterungen von IT-Produkten. Bestehende und neue Lösungen lassen sich spielend einfach integrieren – egal, ob es sich um ein SAP-Produkt handelt oder nicht. Die SAP HANA Cloud Plattform löst den Software-Lebenszyklus von kundenindividuellen Anpassungen und Standardanwendungen auf. Der Umstieg auf die Business Suite SAP S/4HANA wird auf diese Weise enorm erleichtert:

  • Eine Weiterentwicklung ist nicht mehr an die Kernanwendung gekoppelt.
  • Standardeinstellungen, die in Unternehmenslösungen enthalten sind, werden nicht beeinträchtigt.
  • Dies schützt bestehende Geschäftsprozesse und erhöht die Agilität.
  • Existente Eigenentwicklungen können problemlos auf die SAP HANA Cloud Plattform ausgelagert werden.

SAP HANA Cloud Plattform: Ein enormer Fortschritt

Die SAP HANA Cloud Plattform wird in den Rechenzentren von SAP betrieben und gepflegt. Ich als Kunde kann mich auf meine Kernkompetenzen konzentrieren – den Rest erledigt SAP.

SAP HCP kann jederzeit kostenlos getestet werden. Beim Kennenlernen des Angebots können eigene Anwendungen realisiert werden. Unternehmen können auf maßgeschneiderte Nutzungspakete in verschiedenen Größenordnungen zurückgreifen.

Die SAP HANA Cloud Plattform stellt für Unternehmen Weichen. Der digitale Wandel hat neben Vertrieb, Service und Marketing auch die Logistik und Industrie 4.0 fest im Blick. In Zukunft werden Milliarden von Geräten untereinander vernetzt sein und Datenströme austauschen – Schlagwort Internet of Things (IoT).

Das PaaS-Angebot bietet auch Funktionen für das Gerätemanagement. Außerdem können gerätebasierte Nachrichtenübermittlungen stattfinden. Ein IoT-Application-Enablement mit Datenmodellierung ist ebenfalls integriert. In der Cloud können Maschinen- und Anwendungsdaten in Echtzeit aufgenommen, verarbeitet und ausgewertet werden. Mit zusätzlichen Services können sensorbasierte Informationen in Echtzeit analysiert und in Anwendungen integriert werden. Dies ermöglicht neue Prozesse, Services und Geschäftsmodelle. SAP HCP ist ein Wegweiser, der in einer digitalisierten Wirtschaft zum Markterfolg führen kann.

Du willst mehr erfahren? Oder du suchst jemanden, der dich bei der Einführung von SAP HCP unterstützt? Kontaktiere uns hier und wir besprechen gemeinsam die nächsten Schritte.

 

Autor dieses Beitrags
Jörg Waldenmayer Lead Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
Inspiricon HANA in-Memory Speicherplatzreduzierung

Wie ihr eure wachsende HANA Datenbank verkleinern könnt: wir stellen euch die Inspiricon HANA In-Memory Speicherplatzreduzierung vor

Unternehmensdaten wachsen heutzutage enorm schnell. Die Unternehmen müssen mit großen Datenmengen umgehen – und das wird mehr und mehr zu einer Herausforderung für das Data Warehouse. Laut einer Studie von Gartner zu Trends und Schwierigkeiten für das Rechenzentrum ist Datenwachstum die größte Herausforderung für große Unternehmen hinsichtlich Hardware und Infrastruktur in Datenzentren“.

Ein Ausweg aus dieser Situation sind für viele Firmen die In-Memory Plattformen wie beispielsweise SAP HANA. Durch ihre Hybridstruktur sind sie dazu geeignet, sowohl transaktionale als auch analytische Arbeitsvolumen komplett In-Memory zu verarbeiten.

Mit dem neuen Release von SAP HANA präsentiert SAP ein neues Konzept für Multi-Temperatur und Datenlebenszyklus-Management (DLM). Dabei werden die Daten auf verschiedenen Speichermedien abgelegt, basierend auf der Multi-Temperatur-Datenklassifizierung (s. Abb. 1). Infolgedessen werden Daten, die häufig aufgerufen werden (heiße Daten) in HANA In-Memory gespeichert, während warme Daten auf Langzeitlagerungshosts (Dynamisches Tiering) abgelegt werden. Kalte Daten werden auf günstigere Speichergeräte außerhalb der HANA Datenbank verschoben, da sie nur selten gelesen werden. Dieses Vorgehen nennt man Nearline Storage (mehr Informationen dazu gibt es hier).

Abbildung 1. Multi-TemperaturDatenklassifizierung

Multi-Temperatur-Klassifikation

Multi-Temperatur-Klassifikation

Eines der Projektziele unseres Kunden war es, einen Teil der seltener aufgerufenen Daten auf Festplatten zu verschieben, auf die noch zugegriffen werden kann und sie aber nicht in HANA In-Memory zu behalten. Auf der Suche nach einer passenden Lösung für unseren Kunden, der den HANA Speicherbedarf optimieren und dadurch Lizenzkosten reduzieren sowie die Systemstabilität verbessern wollte, haben wir eine mögliche SAP Lösung analysiert und untersucht:
Dynamisches Tiering passte nicht zu unserem Kundenszenario: es werden zusätzliche Lizenzkosten fällig und viele Eigenschaften und Funktionen sind noch im Entwicklungsstatus. Außerdem werden diese Features erst in zukünftigen Releases verfügbar sein.

Bei unserer ersten Analyse lag der Fokus darauf, die Inspiricon HANA In-Memory Speicherplatzreduzierung zu entwickeln. Dafür haben wir mehrere Ansätze evaluiert, darunter die folgenden:

  • Migration von bestehenden Datenmodellen auf HANA-optimierte Modelle (LSA++).
  • Identifikation und Löschen von veralteten Daten/Objekten, die nicht mehr für das Reporting benötigt werden.
  • Historische Daten werden von HANA In-Memory auf HANA Festplatten„umgezogen“.
  • HANA DB Komprimierung.

Die oben aufgeführten Ansätze nutzen SAP HANA Features, so zum Beispiel die Unterteilung des AdvancedDSO. Wir haben basierend auf Inspiricon Best Practices eine Methodik entwickelt, die ohne zusätzliche Lizenzkosten auskommt und die die Gesamtbetriebskosten (TCO, Total Costs of Ownership) nicht erhöht. Dadurch konnten wir das Datenlebenszyklus-Management (DLM) einführen. Das DLM definiert Daten, berücksichtigt die Anforderungen des Unternehmens/der IT und Methoden, die für bestimmte Daten anzuwenden sind, abhängig von ihrer Komplexität und Unternehmens-/IT-Anforderungen.

Abbildung 2. Inspiricon Methodik für DLM

Inspiricon-DLM-Methode

Inspiricon-DLM-Methode

Unsere Untersuchung basiert auf einer detaillierten Systemanalyse. Dabei wurden die größten Datenobjekte identifiziert, die mögliche Kandidaten für die HANA Speicherplatzreduzierung sind.

Abbildung 3. DLM Vorgehen zur Reduzierung von Speicherbedarf

DLM Vorgehen zur Reduzierung von Speicherbedarf

DLM Vorgehen zur Reduzierung von Speicherbedarf

Remodelling

Diese Lösung hilft dabei, existierende Daten besser zu organisieren indem entweder Daten gelöscht werden, die mehrmals in unterschiedlichen InfoProvidern gespeichert sind oder indem BW Objekte in Layern eliminiert werden, die in HANA obsolet sind. Dadurch wird HANA In-Memory reduziert.

Entladen von Anwendungsdaten

Diese Anwendung wurde von der Inspiricon speziell für dieses Kundenszenario entwickelt. Hauptsächlich wird sie dafür genutzt, um bestimmte Objekttabellen von HANA In-Memory auf HANA Festplatten zu entladen. Somit lädt HANA DB sie automatisch zurück In-Memory, sobald die Daten in irgendeiner Art und Weise abgerufen werden.

Unterteilung in Teilbereiche

Dieser Ansatz reduziert den Speicherbedarf durch die Unterteilung von einer Anzahl von vordefinierten Teilbereichen. Dabei werden die Teilbereiche ausgeschlossen, die typischerweise auf zeitlichen Eigenschaften wie Kalenderjahr/-monat oder Geschäftsperiode basieren. Unterteilung passiert im BW und wird auf Datenbanklevel ausgeführt. Es kann auf den bestehenden DSO angewendet werden (mit Einschränkungen) oder auf den AdvancedDSO – abhängig von den Anforderungen des Kunden.

Zusammenfassung:

  • Durch die Inspiricon HANA In-Memory Speicherplatzreduzierung hat unser Kunde 20 % seines HANA Speicherplatzes gespart – ohne zusätzliche Kosten und Ressourcen.
  • Das Ergebnis war ein verbesserter Ladeprozess sowie mehr Systemstabilität, eine einheitlichere DW Landschaft – und damit einhergehend eine beträchtliche Senkung der jährlichen SAP HANA Speicherlizenzen.
  • Unser Beratungsmehrwert liegt darin, die Lösung zu erarbeiten, die den Kundenanforderungen entspricht – dabei bringen wir unser Know-How, effizientes Consulting sowie Partnerschaftlichkeit ein.

 

Autor dieses Beitrags
Claudio Volk Vorstand
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
Inspiricon strategische operative Vertriebsplanung

So wird eine operative und strategische Vertriebsplanung konzipiert und eingeführt

Hallo zusammen,

nachdem in den letzten beiden Artikeln zum Thema Planung theoretische Grundlagen besprochen wurden, schauen wir uns heute ein ganz konkretes Beispiel an. An einem unserer Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau zeigen wir, wie die operative und strategische Vertriebsplanung konzipiert und eingeführt wurde.

Ein paar Zahlen vorab: Bei unserem Kunden handelt es sich um ein Unternehmen das in 130 Ländern weltweit mit ca. 7.500 Mitarbeiter präsent ist und das einen Jahresumsatz von ca. 600 Mio. EUR hat.

Was bisher in der Planung geschah

Vor der Einführung eines standardisierten Planungsprozesses gab es eine „historisch gewachsene Lösung“ mit vielen unterschiedlichen Prozessen und Planungswerkzeugen. Ein synchronisierter Planungsprozess war nicht vorhanden. Es wurde daher mit sehr viel manuellem Aufwand versucht, in Excel die unterschiedlichen Planungen zu konsolidieren, um ein möglichst genaues Gesamtbild erzeugen zu können. Das galt sowohl für die strategische Planung mit einem Zeithorizont von 5 Jahren, als auch für den monatlich rollierenden Sales Forecast mit einem Zeithorizont über die kommenden 12 Monate.

Das blieb nicht ohne Folgen:

  • Die Planungsungenauigkeiten waren sehr groß zwischen dem was geplant wurde und der tatsächlichen Erreichung.
  • Die Sales Mitarbeiter wurden nicht an der Qualität ihrer abgegebenen Planung gemessen.
  • Das Ergebnis war ein manuell sehr aufwendiger, fehleranfälliger Planungsprozess.
  • Auf Basis der ungenauen Planzahlen wurden Produktionsentscheidungen abgeleitet.
  • Aufgrund der Ungenauigkeiten konnten die produzierten Produkte nicht wie geplant verkauft werden.
  • Erhöhte Lagerkosten sowie eine hohe Kapitalbindung waren die Folge.

Deshalb sollte ein standardisierter Planungsprozess den bestehenden Prozess ablösen.

Das Projekt wurde in mehreren Stufen durchgeführt – Stufe 1

In Stufe 1 wurde die strategische Vertriebsplanung angegangen. Diese wurde bei unserem Kunden als Mid Term Sales Planung (MTP-SP) bezeichnet. Sie umspannte einen Planungshorizont von 5 Jahren.

Nach Erstellung des Fach- und IT-Konzeptes konnte die technische Realisierung beginnen. Die Konzeptarbeit nahm einen Zeitraum von ca. einem halben Jahr ein. Der Planungsprozess für die strategische Vertriebsplanung wurde im gesamten Unternehmen in diesem Zusammenhang auch standardisiert.

Nun findet jedes Jahr im Zeitraum Juli bis August die MTP-SP für die kommenden 5 Jahre statt. Dabei planen sämtliche Vertriebsmitarbeiter, Markt- und Kundenbetreuer die Vertriebszahlen über die kommenden 5 Jahre. Pro Kunde, Land und Vertriebsmitarbeiter werden auf Hauptproduktgruppenebene Absatzmenge und Absatzpreise geplant.
Im ersten Planungsjahr sind die Zahlen monatsgenau zu erfassen, für die verbleibenden 4 Planungsjahre erfolgt die Eingabe nur auf Jahresebene. So ergibt sich nach mehreren Planungsiterationen ein Gesamtbild der Absatzplanung über die kommenden 5 Jahre.

Durch eine hinterlegte Ableitungsmatrix werden aus den Planzahlen Produktionsinformationen abgeleitet. Denn nicht alle Produkte des Unternehmens werden an allen Standorten produziert. Auf Basis dieser Planung können Kapazitätsaussagen abgeleitet werden und Entscheidung zu Kapazitätsverlagerung, Kürzungen oder Erweiterungen getroffen werden.

Die IT-Technische Realisierung erfolgte mit Hilfe von SAP Business Warehouse und dessen Planungslösung BI-IP (BI-Integrierte Planung). Die Realisierung der Stufe 1 dauerte ca. 6 Monate.

Stufe 2 – Konzeption und Einführung einer rollierenden Sales Forecast Planung

Nachdem Stufe 1 eingeführt war, widmete man sich der Stufe 2 – der Konzeption und Einführung einer rollierenden Sales Forecast Planung. Das methodische Vorgehen fand analog zur Stufe 1 statt. Es wurden die genauen fachlichen Anforderungen strukturiert, standardisiert und im Fachkonzept niedergeschrieben. Im Anschluss wurde die technische Umsetzung im IT-Konzept beschrieben, ehe die Realisierung erfolgen konnte.

Der „Rolling Sales Forecast“ findet monatlich statt, es werden immer die kommenden 12 Monate im Detail betrachtet. Die Vertriebsmitarbeiter planen weltweit ausschließlich die geplanten Absatzmengen. Im Gegensatz zu Stufe 1 findet diese Planung eine Granularitätsstufe niedriger statt, es wird auf Produktgruppenebene geplant. Die verbleibenden Planungsmerkmale sind analog zu Stufe 1. Auf Basis dieser Informationen lassen sich die genauen Bedarfe aus Vertriebssicht ableiten. Unter Berücksichtigung der aktuellen Lagerbestände lassen sich so genaue Produktionszahlen ableiten, die in die Grob- und Feinplanung der Produktion überführt werden. Zudem finden diese Zahlen Eingang in die anderen Planungen des Unternehmens, wie z.B. der Personal-, Finanz- und G&V Planung.

Mit spezifischen Planungsfunktionen, die im Rahmen des Projektes eingerichtet wurden, werden die Anwender bestmöglich systemseitig unterstützt. Zum Beispiel schreiben sich die eingegebenen Planzahlen von Periode 1 automatisch in Periode 2 fort, sodass die Vertriebsmitarbeiter nur die bekannten Änderungen in der Folgeperiode erfassen müssen. Dies war besonders benutzerfreundlich und sparte den Vertriebsmitarbeitern jede Menge Zeit bei der Eingabe, da sie sich nur auf die Änderungen zum Vormonat konzentrieren mussten.

Stufe 1 und Stufe 2 gehen Hand in Hand

Zusammenspiel_Strategische-Planung_und_Rollierender-Sales-Forecast

Zusammenspiel Strategische Planung und Rollierender Sales-Forecast

Stufe 1 und Stufe 2 wurden in der Art miteinander integriert, dass sich die Werte aus der MTP-SP in den „Rolling Sales Forecast“ vererben. Weitere Planungsfunktionen erleichtern den Anwendern die Planungsarbeit. Hier einige Beispiele:

  • Eingegebene Jahreswerte können auf Monate heruntergebrochen werden. Man kann dann die Monatswerte, z.B. nach saisonalen Einflüssen korrigieren und anschließend diese Zahlen wieder auf Jahreswerte aggregieren.
  • Verkaufsplanzahlen, die auf Hauptproduktgruppenebene geplant wurden, können auf Basis der letzten 24 Ist-Monate auf eine Ebene tiefer, sprich auf Produktgruppenebene heruntergebrochen werden.
  • Die Verteilung und der Absatz schwanken über das Jahr unterschiedlich stark in verschiedenen Regionen. Mit Hilfe von globalen und lokalen Verteilschlüsseln kann man unterschiedliche Regionen individuell bearbeiten.
  • Es wurden unterschiedliche Plausibilitätsprüfungen eingebaut, die das Ziel haben, automatisiert die Datenqualität zu verbessern. So wird zum Beispiel verprobt, ob der eingegebene Forecast mindestens genauso groß oder größer als der im System abrufbare Order Backlog ist. Wenn nicht, wird eine entsprechende Warnmeldung ausgegeben.

In den nächsten Artikeln zum Thema Planung werden wir einige dieser nützlichen Planungsfunktionen genauer beleuchten und vorstellen.

Nachdem beide Stufen produktiv gesetzt wurden, wurden über einen Zeitraum von einem Jahr Erfahrungen gesammelt. Dann wurde eine Optimierungsphase aufgesetzt, in der die Erfahrungen, Verbesserungsvorschläge und Wünsche der Endanwender Berücksichtigung fanden.

Die Projektziele wurden in vollem Umfang erreicht:

  • Die verschiedenen Planungselemente greifen ineinander, was zu einer Erhöhung der Planungsgenauigkeiten führt.
  • Der gesamte Planungsprozess läuft strukturierter ab. Es gibt einen Planungskalender.
  • Der manuelle Aufwand zur Eingabe und Verifikation der Planzahlen konnte drastisch reduziert werden.
  • Die Aufwandseinsparung im Bereich der Datensammlung, -aufbereitung und -plausibilisierung kann nun für verstärkte Analysetätigkeiten und damit für bessere Informationen genutzt werden.
  • Sowohl die Datenqualität als auch die Planungsgenauigkeit konnten deutlich gesteigert werden. Infolgedessen nahmen die Lagerbestände spürbar ab und die Kapitalbindung reduzierte sich.

Unser Inspiricon-Projektteam begleitete den Kunden während des gesamten Prozesses, von der Erarbeitung der fachlichen Planungsprozesse, über die Erstellung des IT-Konzeptes und der gesamten Realisierung mit SAP BI-IP.

Fragen? Anregungen? Lust auf eine Diskussion zum Thema? Meldet euch, wir freuen uns darauf.

Inspiricon - RUN BETTER RUN DIFFERENT

Unsere Imagebroschüre ist fertig!

Endlich ist es soweit – unsere Imagebroschüre ist fertig. Brandneu, ganz frisch, wir freuen uns! Lest doch gleich mal rein. Wir freuen uns auf Feedback.

Download der Imagebroschüre (1 MB)

UNSERE BERATUNGSSCHWERPUNKTE

Big Data: Turn data into decision

Big Data steht für die riesigen Mengen an Daten, die uns täglich  aus  unterschiedlichsten  Quellen  zur  Verfügung stehen – die von Computern, Mobilgeräten und elektronischen Sensoren jeglicher Art produziert werden.
Wir  begleiten  und  unterstützen  unsere  Kunden  bei  der Auswahl  der  richtigen  Lösung,  um  diese  Daten  korrekt einzuordnen und zu lesen – und so bisher ungeahntes (Geschäfts-) Potential zu gewinnen. Dabei werden Aspekte wie Analytics, Visualisierung und Technologie in SAP HANA abgedeckt. Die einzelnen Teams finden sich auch in unserem Organigramm wieder.
Werden Sie Teil unseres Big Data-Teams und beantworten Sie unseren Kunden die Frage: Was können Daten für Sie tun?

Mobile – am Puls der Zeit

Mobile  Data  Collection  ist  einer  der  am  schnellsten wachsenden Themenbereiche im Mobile Umfeld. Damit Unternehmen in der Lage sind, besseren Kundenservice bei gleichzeitig niedrigeren Kosten sowie verbesserter Rentabilität  anbieten  zu  können,  beginnen  sie  heute damit,  ihre  gesamte  Wertschöpfungskette  mit  Echtzeit-Lösungen  zu  optimieren.  Dabei  spielt  die  präzise und validierte Übertragung von Daten durch den Einsatz von  mobilen  Datenerfassungsgeräte  über  alle  Unternehmensprozesse hinweg eine wichtige Rolle.

Enterprise Planning

Zu  unseren  Kernkompetenzen  gehört  auch  Enterprise Planning  (Unternehmensplanung). Planung  beschreibt den Zielzustand, den man in einer gegebenen Zeit, mit gegebenen Mitteln erreichen möchte. Planung benötigt man, um richtig „Steuern“ zu können, gemeint ist also das Controlling. Hier genau liegt die Beratungskernkompetenz der Inspiricon: die Ermittlung und Fixierung der Zielvorgaben (Planung) und die Gegenüberstellung derselben zu dem tatsächlich erreichten Ist-Zustand zu betrachten, inklusive  einer  dazugehörigen  Abweichungsanalyse  (Business Intelligence). Wir unterstützen Planungsprozesse sowohl von fachlicher Seite, wie auch von technischer Seite, wenn es um die Integration von Daten und Informationen  aus  unterschiedlichen  Quellen  geht.  Technisch haben wir uns dabei auf die Beratung der Business Intelligence Werkzeuge aus dem Hause SAP fokussiert (SAP Business Warehouse und Business Objects).
Autorin dieses Beitrags
Linda Schumacher Marketing
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
Team-Inspiricon Spendenlauf Hand-in-Hand

Inspiricon erläuft beim 4. Hand-in-Hand-Spendenlauf 157 Runden

Vergangenen Samstag war es soweit – in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart fand der 4. Hand in Hand Spendenlauf für das Kinder- und Jugendhospiz statt. Der Lauf startete um 8 Uhr morgens und endete um 20 Uhr am Abend. Ein paar Zahlen dazu: 1.024 Läufer haben zusammen 23.703 Runden im Leinfelder Sportzentrum absolviert. Das ergibt eine Gesamtdistanz von unglaublichen 9.481,2 Kilometern! Wir von der Inspiricon haben dieses Jahr den Spaß mit dem Nützlichen verbunden und den Lauf mit unserem Sommerfest verbunden. So konnten wir 157 Runden beitragen, das entspricht 62,8 km! Mit dem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, der Live-Musik und guter Verpflegung lief es sich fast wie von selbst.

Nach getaner Arbeit haben wir den Tag dann im Biergarten gemütlich ausklingen lassen.

 

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Linda Schumacher Marketing
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