Die 4 Schritte zur Erstellung eines Universums - das Information Design Tool, Teil 2

Die 4 Schritte zur Erstellung eines Universums – das Information Design Tool Teil 2

Wir setzen unsere Reise zu einem Universum voller Daten fort und erkunden heute die Schritte, die uns ans Ziel führen. Im Kern umfassen diese:

  1. die Anlage eines neuen Projekts in IDT;
  2. die Herstellung einer Verbindung zwischen dem HANA-System und unserem Projekt im IDT (Information-Design-Tool);
  3. die Erstellung einer Datengrundlage und einer Business-Schicht;
  4. die Veröffentlichung in einem Repository.

Fangen wir damit an, einige Begrifflichkeiten zu klären, die für den Umgang mit Universen und IDT unerlässlich sind:

  • Verbindung: Hier wird definiert, wie sich ein Universum mit einer relationalen oder OLAP-Datenbank verbindet. Lokale Verbindungen werden als .cnx-Dateien gespeichert, sichere Verbindungen als .cns-Dateien.
  • Datengrundlage: Ein Schema, das die relevanten Tabellen und Joins aus einer oder mehreren relationalen Datenbanken definiert. Der Designer erweitert die Datengrundlage um Kontexte, Eingabeaufforderungen, berechnete Spalten und andere SQL-Definitionen. Sie kann als Basis für mehrere Business-Schichten dienen.
  • Business-Schicht: Sie stellt den ersten Entwurf eines Universums dar. Wenn die Business-Schicht vollständig ist, wird sie mit den Verbindungen oder Verbindungsverknüpfungen sowie der Datengrundlage kompiliert. Danach wird sie veröffentlicht und als Universum implementiert.
  • Universum: Eine kompilierte Datei, die alle Ressourcen aus der Definition der Metadatenobjekte enthält, die beim Entwurf der Business-Schicht erstellt wurden.

Unabhängig davon, ob Sie ein großes oder kleines Universum geplant haben, müssen Sie das Projekt als Ganzes betrachten. Technisch gesehen beginnt die Reise zur Erstellung eines Universums stets mit der Anlage eines neuen Projekts. Öffnen Sie dazu as IDT und klicken Sie auf Datei -> Neu -> Projekt. Das Projekt stellt Ihre Ideenkiste dar, einen Arbeitsbereich in dem Sie Ihr Universum Stein für Stein aufbauen können. Dabei bestehen die einzelnen Steine aus bestimmten Objekten wie der Datengrundlage oder der Business-Schicht.

Anlegen eines Projektes im IDT.

Abbildung 1: Anlegen eines Projektes im IDT.

Ein Projekt enthält die zur Erstellung des Universums verwendeten Ressourcen. Dabei dient es der Verwaltung der lokalen Objekte zur Universumserstellung.

Ein Projekt kann beliebig viele Objekte enthalten, so zum Beispiel Datengrundlagen, Business-Schichten und Verbindungen zu Datenquellen usw.

Anlegen eines Projektes im IDT: Namen eingeben.

Abbildung 2: Anlegen eines Projektes im IDT: Namen eingeben

Wir geben zunächst den Projektnamen ein (in unserem Beispiel Test). Danach legen wird zudem den Projektspeicherort in unserem Arbeitsbereich fest.

Darüber hinaus ist es hier möglich, ein bestehendes Projekt zu bearbeiten. Öffnen Sie dazu über Datei -> Projekt öffnen die Ansicht Lokales Projekt.

Eine weitere, wirklich interessante Funktion in Projekten ist die Möglichkeit zum Sperren von Ressourcen, um andere Entwickler darüber zu informieren, dass Sie gerade mit dieser Ressource arbeiten.

Nach Erstellung des Projekts müssen wir eine Verbindung zuweisen, um eine Verbindung zu einer Datenquelle herstellen zu können.

Diese Verbindung legt fest, wie das Quellsystem die Daten bereitstellt. Es stehen zwei Verbindungstypen zur Auswahl: relationale und OLAP-Verbindungen.

Über eine relationale Verbindung wird eine Verbindung zur Datenbankschicht hergestellt, um Tabellen und Joins zu importieren.

OLAP-Verbindungen dienen der Verbindung zum multidimensionalen Modell wie z. B. einem Information View in SAP HANA.

Herstellen einer relationalen Verbindung.

Abbildung 3: Herstellen einer relationalen Verbindung.

Zur Herstellung der Verbindung müssen wir zunächst die Systeminformationen, das Kennwort und den Benutzernamen eingeben.

Nachdem wir die Verbindung hergestellt haben, testen wir sie zunächst und veröffentlichen sie dann im Repository, damit sie zur Verwendung in unserem Universum bereitsteht.

Veröffentlichen einer Verbindung.

Abbildung 4: Veröffentlichen einer Verbindung.

Zur Veröffentlichung einer Verbindung müssen Sie die BO-Verbindungsparameter angeben (Repository, Benutzername, Kennwort).

Nachdem im Repository eine verfügbare Verbindung vorliegt, können wir nun eine Datengrundlage für unser Universum erstellen. Die Schicht der Datengrundlage erlaubt es uns, Tabellen und Joins aus unterschiedlichen relationalen Datenbanken zu importieren.

Im Information-Design-Tool gibt es zwei Arten von Datengrundlagen: Datengrundlagen mit einer einzigen Quelle und Datengrundlagen mit mehreren Quellen.

Datengrundlagen mit einer einzigen Quelle unterstützen eine einzelne relationale Verbindung. Dabei kann die Verbindung lokal oder gesichert sein, damit die Universen, die auf dieser Datengrundlage entworfen wurden, entweder lokal verwaltet oder in einem Repository veröffentlicht werden können.

Erstellen einer Datengrundlage.

Abbildung 5: Erstellen einer Datengrundlage.

Datengrundlagen mit mehreren Quellen unterstützen eine oder mehrere relationale Verbindungen. Verbindungen können beim Erstellen der Datengrundlage, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt werden. Datengrundlagen mit mehreren Quellen werden auf Grundlage von gesicherten Verbindungen erstellt, die in einem Repository veröffentlicht sind.

Nach der Definition des technischen Namens der Datengrundlage klicken wir auf Weiter.

Das IDT bietet die interessante Option, Universen auf Grundlage mehrerer Quellen zu erstellen. Im nächsten Fenster wird eine Liste mit verfügbaren Verbindungen zur Universumserstellung angezeigt (sowohl .cnx als auch .cns).

.cnx-Verbindungen kommen dann zum Einsatz, wenn das Universum nicht in einem zentralen Repository veröffentlicht werden soll (zur Verwendung in lokalen Universen).

Wenn das Universum in einem beliebigen Repository veröffentlicht werden soll (also lokal oder zentral), müssen Sie zwingend eine .cns-Verbindung (gesichert) nutzen.

Nach einem Klick auf Fertig stellen steht die Datengrundlage bereit.

Wie sieht eine Datengrundlage aus?

Abbildung 6: Wie sieht eine Datengrundlage aus?

Herzlichen Glückwunsch. Sie haben die erste Hälfte Ihrer Reise zu einem eigenen Universum bereits geschafft!

Bisher haben wir ein Projekt, eine Verbindung und eine Datengrundlage. Was uns jetzt noch fehlt, ist die Business-Schicht, die andere Hälfte unseres Universums.

Dazu klicken wir im Projektmenü auf Neu und wählen danach die Option Business-Schicht aus. Danach wählen wir die Verbindung und die Datengrundlage aus, auf der wir die Business-Schicht erstellen möchten.

Erstellen einer Business-Schicht.

Abbildung 7: Erstellen einer Business-Schicht.

Die Business-Schicht enthält alle Klassen und Objekte. Darüber hinaus finden Sie hier die Dimensionen und Kennzahlen, die in einem Universum definiert sind. Durch die Veröffentlichung der Business-Schicht im Repository schließen wir die Erstellung des Universums ab.

Nachdem das Universum erstellt wurde, müssen Sie festlegen, welche Felder als Dimensionen (Attribute/Merkmale) und welche als Kennzahlen (Schlüsselzahlen) dienen sollen.

Um ein besseres Layout für das Universum zu erhalten, können wir zudem Ordner für jede Dimension anlegen sowie einen für Kennzahlen. Kennzahlen werden standardmäßig auch als Attribute behandelt.

Damit kommen wir zum letzten Schritt auf unserer Reise zu einem Universum voller Daten. Nachdem wir nun alle Bestandteile beisammenhaben, bleibt nur noch ein letzter Klick, um unser Ziel zu erreichen. Nach Abschluss der Integritätsüberprüfung müssen wir das Universum nur noch speichern und in einem Repository veröffentlichen.

Veröffentlichen des Universums in einem Repository.

Abbildung 8: Veröffentlichen des Universums in einem Repository.

Die Anleitung von Tutorials Point hat als Inspiration für diesen Artikel gedient.

Autor dieses Beitrags
Ionel-Calin Oltean Consultant SAP BI/BW
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de