Design Thinking

So findet ihr euren Weg zu Design Thinking

Was ist Design Thinking?

Beim Design Thinking steht der Mensch im Mittelpunkt.

„Design Thinking ist ein benutzerorientierter Innovationsansatz, der sich Anleihen bei der Arbeit von Designern nimmt, um menschliche Bedürfnisse, technische Möglichkeiten und die Voraussetzungen für unternehmerischen Erfolg optimal abzubilden.“
— Tim Brown, President und CEO, IDEO.

Das bedeutet, dass sich beim Design Thinking alles um die Benutzererfahrung dreht. Bei der Entwicklung von Produkten oder Projekten orientiert man sich an der Lösung und nicht am Problem. Ziel ist es, eine Lösung zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer ausgerichtet ist, anstatt sich allein auf die technische Herausforderung zu konzentrieren.

So wichtig das Design (Look & Feel) eines Produktes oder einer Lösung auch ist, ist es doch nur ein Puzzleteil, denn im Design Thinking kommen alle Aspekte zusammen: Look & Feel, Nutzung, Anwenderzufriedenheit und -nutzen.

„Die meisten Menschen machen den Fehler zu denken, dass es bei Design nur darum geht, wie es aussieht. Die Leute denken, es ist nur Fassade – dass man den Designern einen Kasten in die Hand drückt und sagt: ‚Macht, dass es gut aussieht!‘. Das ist nicht unser Verständnis von Design. Design ist nicht nur, wie etwas aussieht. Design ist auch, wie etwas funktioniert.“
— Steve Jobs, Mitgründer und CEO, Apple Inc.

Warum ist Design Thinking wichtig?

Eine Bewertung des Design Management Instituts hat ergeben, dass designorientierte Unternehmen wie Apple, Coca-Cola, IBM oder Nike den S&P-500-Aktienindex in den vergangenen 10 Jahren um rund 228 % übertroffen haben (mehr unter dazu hier).

Design-zentrische Unernehmen

Aus der Untersuchung geht ganz klar hervor, dass Unternehmen, bei denen die Benutzererfahrung an erster Stelle steht, erfolgreicher sind. Dementsprechend kommt eine Konzentrierung auf das Kundenerlebnis auch den Aktionären zugute.

Wie wird beim Design Thinking vorgegangen?

Jeder einzelne Schritt in diesem Ansatz setzt tiefgreifende menschliche Interaktion und ein entsprechendes Verständnis voraus:

  1. Discovery – Beim ersten Schritt im Design-Thinking-Prozess geht es darum, ein empathisches Verstehen für das zu lösende Problem zu entwickeln. Engagieren Sie sich, sammeln Sie Wissen, beobachten Sie die Nutzer und versetzen Sie sich in ihre Lage, um ihre Erfahrungen und Motivationen besser zu verstehen. Stellen Sie sicher, dass Sie die zugrunde liegenden Probleme auch auf persönlicher Ebene ganz genau verstehen. Einfühlungsvermögen ist unerlässlich für diesen Prozess, da er ein Verständnis für die Nutzer und deren Bedürfnisse schaffen soll.
  2. Interpretation – Analysieren Sie die Beobachtungen, die Sie im ersten Schritt gemacht haben. Fassen Sie die in Schritt eins gesammelten Daten zusammen, um die Probleme zu definieren, die Sie und Ihr Team ermittelt haben.
  3. Ideation – Beginnen Sie mit der Ideenfindung. Gehen Sie dabei neue Wege und seien Sie innovativ. Es gibt verschiedene Verfahren zur Ideenbildung, die Denkanreize schaffen und neue Ideen hervorbringen können, so zum Beispiel Brain Storming, Collaborative Sketching oder Reverse Thinking. Versuchen Sie, neue Lösungen zu finden, sammeln Sie anfangs so viele Ideen wie möglich und verfeinern Sie sie im Laufe der Ideenbildung.
  4. Experimentation – Prototyp: Bauen Sie einen oder mehrere preisgünstige Prototypen und testen Sie sie. Dies ist ein iterativer Prozess, der der Validierung der Ideen dient. Geben Sie die Prototypen weiter, lassen Sie sie von Ihrem Team ausgiebig testen, stellen Sie aber auch sicher, auch Dritte zu beteiligen, so zum Beispiel zukünftige Nutzer. Hören Sie sich ihre Meinungen an und wiederholen Sie gegebenenfalls die Ideenfindung und
    -entwicklung.
  5. Evolution – Setzen Sie die besten Ideen um. Testen Sie das fertige Produkt, sammeln Sie Feedback und behalten Sie die Benutzererfahrung genauestens im Auge. Dabei werden unter Umständen Probleme und Aspekte zu Tage treten, die eine Weiterentwicklung des Produkts erforderlich machen. Sie müssen den Kontext der Produktnutzung verstehen, wie Menschen mit dem Produkt interagieren und wie sie zu ihm stehen. Setzen Sie dieses Wissen ein, um das Produkt zu verbessern.

SAP Fiori und Design Thinking

SAP Fiori ist SAPs Antwort auf die Anforderungen, die einer besseren Benutzererfahrung zugrunde liegen. Es fungiert als Designleitfaden und -standard für Unternehmensanwendungen. Es ist das neue Gesicht von SAP für alle Business User und stellt eine nahtlose Benutzererfahrung in den Mittelpunkt.

Die Anwendungen sehen nicht nur besser aus, mit SAP Fiori ist es zudem möglich, Unternehmensanwendungen praktisch auf jeder von den Endanwendern genutzten Plattform bereitzustellen, egal ob auf dem Desktop oder dem Mobilgerät.

Während SAP Fiori als Designleitfaden für die für Business User angestrebte Benutzererfahrung einer Anwendung dient, stellen die SAP UI5 Libraries die notwendigen Tools für eine schnelle und einfache Umsetzung von Anwendungen auf Desktops und Mobilgeräten nach Maßgabe der SAP-Fiori-Leitlinien zur Verfügung.

Aber das ist noch längst nicht alles. Sie sind nur ein Teil des Ökosystems, das SAP nach und nach aufbaut, um den Einsatz von Design-Thinking-Methoden zu vereinfachen. Tools wie SAP Web IDE und Tools für ein schnelles Prototyping wie zum Beispiel build treten in Erscheinung und werden fortlaufend verbessert, um Entwicklungsteams die optimalen Tools für ihren Design-Thinking-Prozess an die Hand zu geben.

Mit SAP Fiori und dem Ökosystem, das sich rundherum entwickelt, treibt SAP zudem nachdrücklich die Einführung der Design-Thinking-Methode voran, um die Geschäftsprozesse von Unternehmen zu optimieren.

Wir haben uns in einem früheren Artikel bereits mit dem Mehrwert beschäftigt, den der Einsatz von Design Thinking und einer Konzentration auf die Benutzererfahrung für Unternehmen mit sich bringt. Zum Artikel geht es hier.

Bei Fragen rund um Design Thinking, SAP Fiori und UX stehe ich Ihen gerne zur Verfügung!

Autor dieses Beitrags
Gerald Iakobinyi-Pich Software Architect
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
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