Cognos-Migration

Wie Unternehmen mit einer standardisierten SAP-Lösung konzernweit Prozesse harmonisieren und Vergleichbarkeit gewährleisten können

Hallo,

heute stellen wir euch ein weiteres Projekt aus unserem Portfolio vor. Diesmal geht es um die Migration einer bestehenden Cognos Reporting Lösung auf SAP BW on HANA mit SAP BusinessObjects als Frontend.

Der Kunde, den wir hierbei unterstützt haben, ist in der Herstellung und im Vertrieb elektronischer Bauelemente aktiv. Er ist Teil eines globalen Konzerns und die verschiedenen Tochterunternehmen des Konzerns nutzten unterschiedlichste ERP- und Business Intelligence-Lösungen. Im Rahmen des weiteren Wachstums und des Anstiegs der Komplexität stießen die Funktionalität der selbstprogrammierten ERP-Lösung sowie das Reporting an ihre Grenzen.

DAS PROJEKT

Inspiricon löste basierend auf einer neu eingeführten standardisierten SAP ERP-Lösung mit SAP BW die existierende Cognos Reportinglösung ab.

Zu dieser Entscheidung trugen mehrere Gründe bei:

  • Die Weiterentwicklung der zum Großteil kundenindividuellen und selbstentwickelten Reporting-Lösungen war teuer und zeitaufwändig.
  • Es bestand ein hoher Wartungs- und Pflegeaufwand.
  • Innerhalb des Konzerns waren Bedeutung und Inhalt von KPI’s nicht konsistent. Als Folge waren eine Vergleichbarkeit der Prozesse und Ergebnisse der Tochtergesellschaften nicht gegeben.
  • Es existierten viele Schnittstellen zu anderen Systemen, was hohe Kosten sowie eine hohe Fehleranfälligkeit implizierte. Besonders die Berichterstattung an den Mutterkonzern war aufwändig. Sie wurde über weitere Schnittstellen abgewickelt, da das Berichtswesen durch eine – individuelle – zusätzlich aufgesetzte Cognos-Reporting-Lösung ausschließlich auf Kunden abgestimmt war.
  • Das interne Wissen über die existierende Lösung beschränkte sich auf wenige Köpfe im Unternehmen. Es bestand daher ein hohes Verlustrisiko an technischem Know-How, sollte ein Wissensträger ausscheiden.

DIE LÖSUNG

Da SAP-Produkte bereits von einer anderen Tochtergesellschaft verwendet wurden, war die neue ERP-Lösung schon systemseitig vorhanden.

Jedoch wurde nicht nur das ERP-System erneuert, sondern auch im Bereich BI sollte eine Evolution stattfinden. Der Konzern setzte auf eine SAP-Lösung. Somit löste SAP Business Warehouse on HANA die bisherige Cognos-Reporting-Lösung ab.

Gestartet wurde das Projekt mit Release SAP 7.4 on HANA. Während des Projektes erfolgte die Migration auf SAP 7.5 on HANA. Auch in diesem Fall wurde SAP BW bereits von einer Tochtergesellschaft verwendet und war also bereits vorhanden.

Frontendseitig entschied man sich ebenfalls für Produkte aus der SAP BusinessObjects Familie. Aus diesen Umstellungen sollten folgende Änderungen und Vorteile resultieren:

  • Datenmodelle werden durch die Standardisierung für alle Töchter des Konzerns nutzbar. Dies ermöglicht einen kostenoptimalen Support von den weltweit verteilten Service Centern.
  • Alle KPI’s werden vereinheitlicht, um eine Vergleichbarkeit zu garantieren.
  • Für Nutzer der Cognos-Lösung wird die Umstellung durch eine Like-to-Like Migration erleichtert.
  • Überflüssige Schnittstellen fallen weg.
  • Informationen fließen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette besser und schneller.
  • Die Reaktionsfähigkeit zur Unternehmenssteuerung wird erhöht. Dies bringt auch eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit mit sich.

Unsere Lösung bestand aus Web Intelligence Reports auf Basis SAP BW on HANA mit standardisierter Datenversorgung aus dem operativen SAP ERP. Im folgenden Schaubild seht ihr den skizzierten Projektverlauf:

Skizzierter Projektverlauf

Durch den Wechsel der ERP- und BI-Systeme konnte unser Kunde seine Geschäftstätigkeit verbessern. Auf der einen Seite können die User nun schneller auf Berichte und Daten zugreifen, was die Entscheidungsfindung erheblich verkürzt. Auf der anderen Seite können die Berichte nun teilweise vom User selbst angepasst werden (Self-Service BI). Nicht zu vernachlässigen ist der enorme Sicherheitsgewinn durch die zentrale Steuerung von Zugangsberechtigungen. Abschließend konnten Lizenzkosten zum Vorteil der Wirtschaftlichkeit des Kunden reduziert werden.

Eine Einführung und Standardisierung der SAP ERP- und BI-Lösung ist mit hohen finanziellen Aufwänden verbunden. Diese konnten wir durch den Einsatz von Mitarbeitern aus unserem Nearshoring-Standort in Cluj-Napoca, Rumänien, erheblich reduzieren. In den Hochphasen des Projektes waren bis zu 6 Kollegen aus Cluj-Napoca eingebunden. Die Koordination erfolgte über tägliche kurze Meetings, in denen das Team remote mit Bild und Ton zugeschaltet war.

Autor dieses Beitrags
Claudio Volk Vorstand
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
Wie man Informationen mit SAP Fiori in Echtzeit auswerten und visualisieren kann

Wie man Informationen mit SAP Fiori in Echtzeit auswerten und visualisieren kann

Hallo,

heute stellen wir euch ein Kundenprojekt vor, bei dem es um die Einführung der Datenauswertung und -visualisierung in Echtzeit ging.
Lasst uns direkt in das Projekt einsteigen:

Unser Kunde

Die ERCO GmbH, ist ein international führender Spezialist für Architekturbeleuchtung mit LED-Technologie. Das Familienunternehmen ist in rund 55 Ländern mit etwa 1.000 Mitarbeitern vertreten.

Die Ausgangssituation

ERCO hat uns damit beauftragt, eine App zu entwickeln, die KPIs nicht nur anzeigen kann, sondern zudem den Anwendern auch die Möglichkeit bietet, die KPIs direkt zu kommentieren. Zum Beispiel für Soll-Ist-Vergleiche oder ähnliches. All diese Informationen zusammen genommen unterstützen die Vertriebssteuerung.

Die Anforderungen

Durch die Einführung einer SAP Fiori Applikation mit Anbindung eines SAP BW Systems sollte eine Optimierung des Informationsaustauschprozesses zwischen Vertriebsmitarbeitern und der Geschäftsführung erreicht werden.

Daraus ergaben sich folgende Projektanforderungen für uns:

  • Reports und Feedback-Möglichkeiten sollen für Vertriebsmitarbeiter einfacher zugänglich werden – inklusive mobiler Zugriffe.
  • Reports sollen in Echtzeit generiert werden.
  • Kommentare und Schätzungen von Vertriebsmitarbeitern sollen ebenfalls in Echtzeit erfasst und zentral abgespeichert werden.
  • Geschäftsführer sehen die konsolidierten Daten, sobald sie von den Vertriebsmitarbeitern erfasst wurden.

Das Projektziel

Wir hatten die Entwicklung einer mobilen App für das iPad vor Augen, die alle ca. 250 Außendienstmitarbeiter nutzen sollen, um ihre wichtigsten Vertriebskennzahlen stets im Blick zu haben. Übergeordnetes Ziel der mobilen App war es, den Außendienstmitarbeitern unabhängig von Zeit und Ort die Möglichkeit zu geben, sich über ihre aktuelle Vertriebsperformance zu informieren.

In der folgenden Grafik seht ihr – natürlich stark vereinfacht – die Projektschritte, die Veränderungen sowie Vorteile der SAP Fiori Applikation:

Inspiricon ERCO-Projekt

Am Ende stand ein mobiler, schlanker und vor allem sehr einfacher Prozess für das Monitoring und für die Anpassungen der Prognosen zur Verfügung. Mitglieder der Geschäftsführung und Vertriebsmitarbeiter haben damit immer die aktuellsten Daten zur Verfügung. Dies führt zu einer erheblichen Wertsteigerung der Daten. Das ist vor allem im Business Intelligence-Umfeld entscheidend, denn dort ist der Wert einer Information abhängig von ihrem Aktualitätsgrad.

Wir freuen uns, dass unser Kunde nach Einführung der SAP Fiori Applikation sehr zufrieden ist. So sagte Celina Berg, Projektleiterin der ERCO GmbH, nach Abschluss des Projektes:

„Inspiricon hat das Projekt professionell von Anfang bis Ende erfolgreich durchgeführt. Die Kommunikation war offen und direkt. Der Status des Projektes war jederzeit transparent. Unser Projektziel wurde in Time & Budget erreicht. Wir freuen uns, mit der Inspiricon auch in der Zukunft zusammen zu arbeiten.“

Auch wir sind gespannt auf weitere gemeinsame Projekte! Die Success Story zu diesem Projekt findet ihr auf unserer Webseite.

Wenn ihr mehr über SAP Fiori erfahren wollt, schaut doch mal in unserem Blog vorbei unter http://inspiricon.de/category/technologie/sap-fiori/

Autor dieses Beitrags
Gerald Iakobinyi-Pich Software Architect
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de
Design Thinking

So findet ihr euren Weg zu Design Thinking

Was ist Design Thinking?

Beim Design Thinking steht der Mensch im Mittelpunkt.

„Design Thinking ist ein benutzerorientierter Innovationsansatz, der sich Anleihen bei der Arbeit von Designern nimmt, um menschliche Bedürfnisse, technische Möglichkeiten und die Voraussetzungen für unternehmerischen Erfolg optimal abzubilden.“
— Tim Brown, President und CEO, IDEO.

Das bedeutet, dass sich beim Design Thinking alles um die Benutzererfahrung dreht. Bei der Entwicklung von Produkten oder Projekten orientiert man sich an der Lösung und nicht am Problem. Ziel ist es, eine Lösung zu entwickeln, die auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer ausgerichtet ist, anstatt sich allein auf die technische Herausforderung zu konzentrieren.

So wichtig das Design (Look & Feel) eines Produktes oder einer Lösung auch ist, ist es doch nur ein Puzzleteil, denn im Design Thinking kommen alle Aspekte zusammen: Look & Feel, Nutzung, Anwenderzufriedenheit und -nutzen.

„Die meisten Menschen machen den Fehler zu denken, dass es bei Design nur darum geht, wie es aussieht. Die Leute denken, es ist nur Fassade – dass man den Designern einen Kasten in die Hand drückt und sagt: ‚Macht, dass es gut aussieht!‘. Das ist nicht unser Verständnis von Design. Design ist nicht nur, wie etwas aussieht. Design ist auch, wie etwas funktioniert.“
— Steve Jobs, Mitgründer und CEO, Apple Inc.

Warum ist Design Thinking wichtig?

Eine Bewertung des Design Management Instituts hat ergeben, dass designorientierte Unternehmen wie Apple, Coca-Cola, IBM oder Nike den S&P-500-Aktienindex in den vergangenen 10 Jahren um rund 228 % übertroffen haben (mehr unter dazu hier).

Design-zentrische Unernehmen

Aus der Untersuchung geht ganz klar hervor, dass Unternehmen, bei denen die Benutzererfahrung an erster Stelle steht, erfolgreicher sind. Dementsprechend kommt eine Konzentrierung auf das Kundenerlebnis auch den Aktionären zugute.

Wie wird beim Design Thinking vorgegangen?

Jeder einzelne Schritt in diesem Ansatz setzt tiefgreifende menschliche Interaktion und ein entsprechendes Verständnis voraus:

  1. Discovery – Beim ersten Schritt im Design-Thinking-Prozess geht es darum, ein empathisches Verstehen für das zu lösende Problem zu entwickeln. Engagieren Sie sich, sammeln Sie Wissen, beobachten Sie die Nutzer und versetzen Sie sich in ihre Lage, um ihre Erfahrungen und Motivationen besser zu verstehen. Stellen Sie sicher, dass Sie die zugrunde liegenden Probleme auch auf persönlicher Ebene ganz genau verstehen. Einfühlungsvermögen ist unerlässlich für diesen Prozess, da er ein Verständnis für die Nutzer und deren Bedürfnisse schaffen soll.
  2. Interpretation – Analysieren Sie die Beobachtungen, die Sie im ersten Schritt gemacht haben. Fassen Sie die in Schritt eins gesammelten Daten zusammen, um die Probleme zu definieren, die Sie und Ihr Team ermittelt haben.
  3. Ideation – Beginnen Sie mit der Ideenfindung. Gehen Sie dabei neue Wege und seien Sie innovativ. Es gibt verschiedene Verfahren zur Ideenbildung, die Denkanreize schaffen und neue Ideen hervorbringen können, so zum Beispiel Brain Storming, Collaborative Sketching oder Reverse Thinking. Versuchen Sie, neue Lösungen zu finden, sammeln Sie anfangs so viele Ideen wie möglich und verfeinern Sie sie im Laufe der Ideenbildung.
  4. Experimentation – Prototyp: Bauen Sie einen oder mehrere preisgünstige Prototypen und testen Sie sie. Dies ist ein iterativer Prozess, der der Validierung der Ideen dient. Geben Sie die Prototypen weiter, lassen Sie sie von Ihrem Team ausgiebig testen, stellen Sie aber auch sicher, auch Dritte zu beteiligen, so zum Beispiel zukünftige Nutzer. Hören Sie sich ihre Meinungen an und wiederholen Sie gegebenenfalls die Ideenfindung und
    -entwicklung.
  5. Evolution – Setzen Sie die besten Ideen um. Testen Sie das fertige Produkt, sammeln Sie Feedback und behalten Sie die Benutzererfahrung genauestens im Auge. Dabei werden unter Umständen Probleme und Aspekte zu Tage treten, die eine Weiterentwicklung des Produkts erforderlich machen. Sie müssen den Kontext der Produktnutzung verstehen, wie Menschen mit dem Produkt interagieren und wie sie zu ihm stehen. Setzen Sie dieses Wissen ein, um das Produkt zu verbessern.

SAP Fiori und Design Thinking

SAP Fiori ist SAPs Antwort auf die Anforderungen, die einer besseren Benutzererfahrung zugrunde liegen. Es fungiert als Designleitfaden und -standard für Unternehmensanwendungen. Es ist das neue Gesicht von SAP für alle Business User und stellt eine nahtlose Benutzererfahrung in den Mittelpunkt.

Die Anwendungen sehen nicht nur besser aus, mit SAP Fiori ist es zudem möglich, Unternehmensanwendungen praktisch auf jeder von den Endanwendern genutzten Plattform bereitzustellen, egal ob auf dem Desktop oder dem Mobilgerät.

Während SAP Fiori als Designleitfaden für die für Business User angestrebte Benutzererfahrung einer Anwendung dient, stellen die SAP UI5 Libraries die notwendigen Tools für eine schnelle und einfache Umsetzung von Anwendungen auf Desktops und Mobilgeräten nach Maßgabe der SAP-Fiori-Leitlinien zur Verfügung.

Aber das ist noch längst nicht alles. Sie sind nur ein Teil des Ökosystems, das SAP nach und nach aufbaut, um den Einsatz von Design-Thinking-Methoden zu vereinfachen. Tools wie SAP Web IDE und Tools für ein schnelles Prototyping wie zum Beispiel build treten in Erscheinung und werden fortlaufend verbessert, um Entwicklungsteams die optimalen Tools für ihren Design-Thinking-Prozess an die Hand zu geben.

Mit SAP Fiori und dem Ökosystem, das sich rundherum entwickelt, treibt SAP zudem nachdrücklich die Einführung der Design-Thinking-Methode voran, um die Geschäftsprozesse von Unternehmen zu optimieren.

Wir haben uns in einem früheren Artikel bereits mit dem Mehrwert beschäftigt, den der Einsatz von Design Thinking und einer Konzentration auf die Benutzererfahrung für Unternehmen mit sich bringt. Zum Artikel geht es hier.

Bei Fragen rund um Design Thinking, SAP Fiori und UX stehe ich Ihen gerne zur Verfügung!

Autor dieses Beitrags
Gerald Iakobinyi-Pich Software Architect
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de

Ein Erfahrungsbericht zum Upgrade auf SAP BW 7.5 oder „Unverhofft kommt oft“

Hallo zusammen,

heute gibt es einen Erfahrungsbericht aus einem unserer letzten Kunden-Projekte. Es ist immer wieder spannend zu den ersten zu gehören, die mit neuen Releases, Support-Packages oder Tools arbeiten dürfen. Allerdings gibt es hierbei durchaus Tücken. Von einer solchen Überraschung handelt dieser Bericht.

Wir entwickelten im Rahmen einer Migration sehr viele Daten-Modelle basierend auf den „neuen“ Objekten ADSO (Advanced Datastore Objects) und Composite Provider, um diese als HANA-Views verfügbar zu machen und anschließend mit Native HANA-Mitteln weiterzuverarbeiten.

In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf ein Problem, welches beim Upgrade von SAP BW 7.4 auf BW 7.5 auftrat. Dieses Upgrade fand während unseres Projektes statt.

Wie gesagt unsere Datenmodelle basieren hier vor allem auf ADSOs. Diese ADSOs können so modelliert werden, dass sie sich wie ein Cube verhalten oder wie ein klassisches DSO. Sprich entweder sie haben einen dedizierten Schlüssel (Variante DSO) oder alle Merkmale bilden gemeinsam den Schlüssel (Cube).

Ein weiterer Unterschied zwischen einem Cube und einem DSO ist, wie die Einheiten von Kennzahlen verwendet werden:

Bei Cubes gehört die Einheit zur Kennzahl: sie werden bei Transformationen in einer Regel verarbeitet.

cube-regel

Bei DSOs sieht es etwas anders aus. Hier wird die Einheit als separates Feld behandelt (also in Transformationen in 2 Regeln).

DSO

DSO-Feld

Unter SAP BW 7.4 wurden alle ADSOs wie DSOs behandelt (zwei Regeln).

Wir staunten also nicht schlecht, als nach dem Upgrade die Transformationen zu allen ADSOs, die wie Cubes modelliert waren, nicht mehr funktionierten. Wir erhielten keine Fehlermeldungen, vielmehr kam es zu Verschiebung der Daten zwischen den Feldern. Es waren ja jetzt weniger Felder in der Zielstruktur. Als wir dann versuchten die Transformationen zu untersuchen, erhielten wir folgenden Fehler:

Transformation-Fehler

Wie erwähnt kam der Fehler nicht direkt und auch die Datentransferprozesse (DTPs) liefen teilweise „sauber“, also ohne Fehlermeldung. Die Transformationen selbst wurden als aktiv angezeigt. Die Fehlermeldung erschien immer nur dann, wenn die Transformation geöffnet wurde. War keine besondere Logik hinterlegt, wurde sogar, wenn man die Transformation im Änderungsmodus öffnete, als automatischer Vorschlag die fehlende Einheit zugewiesen.

Leider gab es zum damaligen Zeitpunkt keine Korrektur von der SAP! Uns blieb an dieser Stelle nichts anderes übrig, als die Fehler manuell zu korrigieren.

Kennt eine/r von euch das Problem? Gibt es mittlerweile eine Lösung der SAP?

Wir standen vor der Wahl alle ADSOs auf den Modus „Standard-DSO“ umzustellen und dann zu hoffen, dass die automatische Aktivierung die Transformationen wieder korrekt zuordnet.
Oder wir mussten alle Transformationen auf dem Testsystem anpassen.

Die Anpassung des ADSO-Modus war leider nicht möglich, da dies einen großen Einfluss auf unser Datenmodell gehabt hätte. Also hieß es Zähne zusammenbeißen und in einer Hau-Ruck-Aktion mit vereinten Kräften die Transformationen anzupassen. Leider gab es bei komplexeren Logiken größere Komplikationen, da die ungültigen Regeln gelöscht wurden (und die anderen Systeme aktuell nicht verfügbar waren). Wir konnten alle Probleme lösen und das Projekt mit vertretbarer Verzögerung in die nächste Phase bringen. Das ließ sich allerdings nur durch eine geschlossene Mannschaftsleistung erreichen, wie sie in solchen Projekten unerlässlich und für Inspiricon charakteristisch und selbstverständlich ist.

Unsere Erkenntnis in diesem Projekt war, dass neue Tools immer sehr, sehr spannend aber eben auch fehleranfällig sind. Wir versuchen deshalb neue Themen frühzeitig auf unseren internen Systemen zu testen (aktuell finden Versuche mit Predictive Analytics, Lumira 2.0 sowie SAP Leonardo statt).

Leider kann man nicht alles testen und bestimmte Dinge wie Upgrades oder Migrationen sind doch immer wieder sehr individuell. Wir berücksichtigen das in unseren Projekten, indem wir mit entsprechenden Puffern arbeiten und den Kunden über die Risiken und Chancen eines Upgrades aufklären. Gemeinsam entscheiden wir, welche Strategie für das aktuelle Projekt die Richtige ist.

Autor dieses Beitrags
Jörg Waldenmayer Team Lead Technology
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
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künstliche Intelligenz

Big Data und künstliche Intelligenz – ein mächtiges Duo, das unsere Zukunft mitgestalten wird

Mit SAP wird künstliche Intelligenz Wirklichkeit

Big Data mit intelligenten Maschinen auszuwerten, ist schon lange keine Zukunftsmusik mehr. SAP hat möglich gemacht, was bis vor einigen Jahren noch als Träumerei galt. Basierend auf SAP HANA hat SAP mehrere Softwarekomponenten ins Leben gerufen, die eigenständig denken und Daten im großen Stil auswerten. Mittlerweile kann die Software Gesichter und Objekte erkennen sowie große Analysen ausführen, die manuell kaum möglich und vorstellbar wären.

Künstliche Intelligenz (KI) ist dank SAP keine Vision mehr, sondern zur Realität geworden.

SAP Clea und SAP Leonardo: Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

SAP hat seine Plattform HANA um eine neue Version ergänzt. Daneben wurden zahlreiche KI- und IoT-Services (Internet of Things, zu deutsch: Internet der Dinge) auf den Markt gebracht.
Die neue Software von SAP – SAP Cleaist in die SAP Cloud integriert und kann eigenständig lernen, wobei sie keine explizite Programmierung mehr benötigt. Die analytische Intelligenz wird bereits von Unternehmen wie der Munich RE und der europäischen Raumfahrtagentur genutzt. Die Versicherungsexperten der Munich Re kalkulieren beispielsweise laufend die Gefahr von Waldbränden, wobei sie Daten über Vegetationsverläufe heranziehen. Diese Berechnungen werden durch die intelligente Software unterstützt und Big Data wird im großen Stil ausgewertet.

SAP Leonardo heißt das IoT-Lösungsportfolio von SAP.

Wie schon der Namensgeber Leonardo da Vinci arbeitet auch SAP Leonardo interdisziplinär und übergreifend – was eine elementare Anforderung für das Internet der Dinge ist. Informationen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen werden in Betracht gezogen, sodass auf dieser Basis neue Lösungen und Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Die Intention von SAP Leonardo ist es, potenzielle Kunden bei der Findung ihrer IoT-Strategie zu unterstützen und passende Lösungen für ihre individuellen Anforderungen auszuwählen.

Denn eines steht fest: die eine richtige Software für das IoT oder KI gibt es nicht. Meistens handelt es sich um ein Zusammenwirken aus mehreren Anwendungen.

Der digitale Kern: Die SAP Enterprise Suite S/4HANA

S/4HANA wird bereits von über 4.000 Unternehmen in 25 Ländern genutzt. Diese ist der digitale Kern der Transformation, die für das Internet der Dinge oder KI/Machine Learning eingesetzt werden kann. SAP stellte eine Reihe von Ergänzungen in der Cloud vor, darunter Connected Logistics, Vehicles, Manufacturing, Assets, Retail und Future Cities. Damit lassen sich unter anderem Fahrzeugflotten managen, Qualitätsebenen kontrollieren und Routen berechnen.

Im Bereich der künstlichen Intelligenz und den Machine Learning-Services bietet SAP unter anderem die folgenden Services in der SAP Cloud an:

  • Resume Matching für das Recruiting
  • Cash App zur Analyse der Zahlungsmoral
  • Social Media Customer Service
  • Brand Intelligence
  • Fraud Detection für Versicherungen und Banken

SAP Fiori – die neue SAP UI

SAP Fiori ist eine Initiative, mit der die Endanwender-Erfahrung verbessert wird (dazu mehr auf unserer Webseite und auf unserem Blog). Mit Fiori 2.0 sollen sämtliche SAP-Anwendungen harmonisiert und somit untereinander kompatibel werden. SAP Fiori beinhaltet Verbesserungen in den Bereichen Design und Benutzerfreundlichkeit.

Und auch hier kommt KI zum Einsatz. Der Anwender wird durch einen Co-Piloten unterstützt, der dessen Handlungen voraussieht und diese entsprechend vorbereitet. Mit der integrierten Sprachsteuerung werden beispielsweise Arbeitsabläufe bei Wartungen oder im Lager verbessert. Die künstliche Intelligenz wertet Lieferanten aus und ordnet diese nach einem eingestellten Anforderungsprofil in Kategorien ein.

Inspiriert: Big Data spielend einfach auswerten

Zusammen mit der künstlichen Intelligenz sowie Big Data und der Unterstützung durch SAP Fiori kann noch effektiver automatisiert und ausgewertet werden. Die Software versucht zu erahnen, welche Handlungen der Nutzer durchführen möchte. Dies führt zu einer Effektivitätssteigerung und einer höheren Geschwindigkeit.

Mit SAP Fiori kann Big Data im großen Stil analysiert und die wichtigen Geschäftskennzahlen automatisiert überwacht werden. Anomalien, Trends und Muster werden der verantwortlichen Person automatisch auf einer den Benutzer in den Mittelpunkt stellenden Oberfläche mitgeteilt. Die Analysen erfolgen auf einer zentralen Benutzeroberfläche, die eine intuitive Bedienung ermöglicht. Komplexe Modifikationen von Ein- und Ausgabeparametern sind nicht mehr erforderlich.

Die künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass die Algorithmen auch ohne Hilfe von Fachabteilungen aussagekräftige Ergebnisse liefern. Das maschinelle Lernen zielt vornehmlich darauf ab, Zusammenhänge und Muster in Daten zu erkennen und diese auf neue Datensätze zu übertragen. Die dafür benötigten Algorithmen basieren auf Statistik, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Algebra.

Für SAP Application Intelligence sind die Daten der Treibstoff für maschinelles Lernen.

Deep Learning: das haben die Maschinen den Menschen voraus

Ein Bereich des maschinellen Lernens ist das Deep Learning:
Bei diesem werden neuronale Netze mit großen Datenmengen geflutet. Dadurch soll die Software in der Lage sein, z.B. Gesichter zu erkennen, Gegenstände zuzuordnen und Sprache zu verstehen. Fähigkeiten, die immer weiter verbessert und zunehmend in der Robotik eingesetzt werden.

Auch im medizinischen Bereich eröffnen sich durch KI neue Anwendungsmöglichkeiten:
Zukünftig sollen die Daten einzelner Krebspatienten mit Millionen Krankenakten abgeglichen werden, wodurch eine individualisierte Präzisionsmedizin ermöglicht werden soll.

Die künstliche Intelligenz funktioniert für die breite Masse und liefert vielversprechende Ergebnisse. Die Software wird immer mehr zu einem Generalisten, der in allen Bereichen eingesetzt werden kann. Dabei bringt die SAP Application Intelligence Software Zusammenhänge ans Licht, die Menschen normalerweise nicht erkennen würden. Menschliche Mitarbeiter übersehen aus Zeitmangel oftmals wichtige Daten, die daher im Alltag unentdeckt bleiben.

Unser Fazit

Künstliche Intelligenz hat schon heute Eingang in Business Intelligence-Lösungen gefunden. Es werden somit bereits Datenanalysen in den Unternehmen gesteuert, zum Beispiel zum Auffinden von Anomalien oder dem automatisierten Strukturieren und Aufbereiten von Daten. Weiterhin werden Algorithmen aus dem Bereich der KI oft eingesetzt, um Datenströme zu überwachen.

Das intelligente und integrative Zusammenspiel von den neuen SAP Komponenten wie Clea, Leonardo oder Fiori basierend auf der SAP HANA Cloud und On-Premise-Lösungen, inspiriert Inspiricon stetig zur Suche nach innovativen Service Dienstleistungen für unsere Kunden.

Kontaktieren Sie uns, wenn auch Sie neugierig auf neue und ungeahnte (Geschäfts-) Möglichkeiten sind!

Autor dieses Beitrags
Claudio Volk Vorstand
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SAP Lumira 2.0

SAP Lumira 2.0 – die nächste Evolutionsstufe

Welche Funktionen sind hinzugekommen? Welche Möglichkeiten bietet Lumira 2.0 seinen Nutzern? Wir werden diese Fragen heute beantworten.

SAP Lumira 1.x

SAP Lumira ist ein Tool zur Umsetzung von Self-Service-BI. Die Strategie hinter dieser SAP-Lösung zielt darauf ab, Nutzern die eigenständige Erstellung von Dashboards und Analysen mit nur einem Mausklick sowie Drag & Drop zu ermöglichen. Das ist zwar unkompliziert, schränkt aber auch Flexibilität und Funktionsumfang ein, ganz besonders im Vergleich zu den Möglichkeiten, die sich mit Web Intelligence oder SAP Design Studio ergeben.

SAP Design Studio 1.x

SAP Design Studio wurde eigens für Entwickler und Nutzer geschaffen, die Zugriff auf hoch entwickelte und erweiterte Funktionen zur Erstellung von interaktiven Dashboards benötigen. Design Studio bietet zwar mehr Flexibilität, erfordert zur Entwicklung aller Funktionalitäten aber auch erweiterte JavaScript-Programmierkenntnisse. Das führt dazu, dass Design Studio für den Endbenutzer oft nur schwer zu durchschauen und bedienbar ist.

Was aber kann SAP Lumira 2.0?

SAP Lumira 2.0 bringt SAP BusinessObjects Design Studio 1.x und SAP Lumira 1.x in einem Tool zusammen. Das Ergebnis ist eine leistungsstarke Lösung für Visualisierungen und Self-Service-Analytics mit zwei Benutzeroberflächen (Lumira Discovery and Lumira Designer), die zudem alle Vorteile und Kompatibilitäten dieser beiden Tools in sich vereint. Sie erfüllt sowohl die Anforderungen der Fachabteilungen als auch der IT und übernimmt so die Führungsrolle in Sachen Analytics. Der Workflow von der Datenermittlung und Datennutzung bis zur Erstellung von Dashboards und Analyseanwendungen wird vereinfacht. SAP BusinessObjects Design Studio und SAP Lumira teilen sich eine Serverkomponente und nutzen zudem das gleiche Dateiformat.

SAP Lumira Deployment

SAP Lumira 2.0 im Detail

SAP Lumira 2.0 setzt auf ein sehr einfaches Prinzip:

  1. Daten aus beliebigen Quellen importieren
  2. Auf Basis Ihrer Daten eigene Visualisierungen erstellen
  3. Informationen in Dashboards übersichtlich zusammenstellen
  4. Die Dashboards für die Zielgruppen bereitstellen

Wie in der Übersicht unten dargestellt gibt es eine klare Unterscheidung zwischen „einfachen“ Anwendern, die für ihre Fachbereiche Self-Service-BI nutzen, und Entwicklern, die auch komplexere Anwendungen entwickeln können.

SAP Lumira Anwendungsbereiche

Darüber hinaus bietet Lumira 2.0 die folgenden Funktionen:

  • Anwender können Lumira-Desktop-Dashboards in Lumira Studio öffnen und umgekehrt.
  • Mobile Lumira-Studio-Anwender, die auch unterwegs an ihren Dashboards arbeiten möchten, profitieren von einem Offline-Modus, für den kein Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk benötigt wird.
  • Anwender haben die Möglichkeit, Daten aus Quellen wie SAP BW in Lumira Desktop auszuwerten.

SAP Lumira Funktionen

Fazit

Die Integration und Konsolidierung dieser beiden Tools ist ein weiterer Schritt in den Bemühungen, die Lücke zwischen IT und Fachabteilung zu schließen. Dies steigert die Flexibilität und sorgt durch die Arbeit auf einer gemeinsamen Plattform für eine schnelle Integration zwischen IT und Fachabteilung. Wir gehen davon aus, dass dies nur der Anfang ist und SAP die Funktionalitäten des Tools anhand von Kundenreaktionen und -vorschlägen nach der ersten Testphase weiter anpassen wird.

Wir werden euch auf dem Laufenden halten, verpasst also keinen unserer Blog-Artikel – folgt uns auf Facebook und LinkedIn!

Quellen: https://blogs.sap.com/2016/11/14/sap-lumira-2.0-road-ahead-webcast-notes/, https://support.sap.com/content/dam/library/ssp/infopages/pam-essentials/TIP/SAP%20Lumira/SAP%20Lumira%202.0/SAPLUMIRA_PAM.pdf

Autor dieses Beitrags
Christian Nangmo Consultant BI
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SAP UX Calculator

Der SAP UX Calculator – so identifiziert ihr Einsparpotentiale

Beim Thema UX (UX = User Experience, deutsch: Benutzererfahrung) geht es um weitaus mehr, als darum, die Nutzeroberflächen „sexier“ zu gestalten. Ziel soll es sein, die Betriebskosten dauerhaft zu senken und es den Nutzern zu ermöglichen, effektiver zu arbeiten. SAP hat deshalb den UX-Rechner entwickelt, der die Kosteneinsparung sichtbar macht.

Über UX haben wir bereits in unserem Blog berichtet. Für UX ist SAP Fiori unerlässlich – denn SAP Fiori repräsentiert ein neues personalisiertes, reaktionsschnelles und einfaches Benutzererlebnis über verschiedene Endgeräte hinweg. Lest mehr zu SAP Fiori auf unserer Webseite und in unserem Blog.

Die Grundlagen des SAP UX Calculators

Das SAP-System ist für seine Nutzer mitunter recht komplex. Deshalb müssen Angestellte mit entsprechendem Support unterstützt werden. Die Schulungskosten können unter Umständen sehr hoch werden.

SAP hat verschiedene Endnutzer befragt und Informationen über Probleme und Wünsche bei der Bedienung zusammengetragen. Bei einem ersten Testprojekt wurde die benötigte Anzahl an Klicks bereits um mehr als 40 Prozent reduziert. Der Test hat bewiesen, dass ein neues Design mit SAP Fiori durchaus dazu beitragen kann, enorme Geldsummen einzusparen. Ein zusätzlicher Faktor: die Benutzeroberfläche kann mit SAP Fiori eurer Corporate Identity angepasst werden.

Eine verbesserte Benutzererfahrung durch Fiori kann zu finanziellen Einsparungen führen

Wir gehen hier von der Annahme aus, dass ihr noch die klassischen SAP-Benutzeroberflächen im Einsatz habt (Web Dynpro). Verglichen werden die potenziellen Ersparnisse mit einem Umstieg auf Fiori sowie einer Prozessoptimierung.

Der UX-Rechner fragt dazu verschiedene Komponenten ab. Beispielsweise das durchschnittliche Einkommen von Mitarbeitern, die Stunden, die bei Schulungen aufgewandt wurden und die Kosten pro Schulungsstunde. Außerdem werden die Häufigkeit und die Kosten für IT-Support-Tickets abgefragt. Durch die Berechnungen wird angezeigt, welche Einsparungen und Effizienzsteigerungen dein Unternehmen verzeichnen könnte, wenn du von den klassischen Benutzeroberflächen auf eine Fiori-Benutzeroberfläche umsteigen. Diese neue Oberfläche kann außerdem deinen unternehmens-spezifischen Prozessen angepasst werden.

Die Funktionen des SAP-Tools

Der UX Calculator wickelt verschiedene Berechnungen ab. SAP untersucht dabei, welche Unternehmensbereiche das größte Verbesserungspotential haben und sich daher für Investitionen eignen. Der Fokus liegt insbesondere auf vier Bereichen:

  • Produktivität
  • Schulungskosten
  • IT-Support
  • und die Anzahl von Fehlern, mit denen Kosten verbunden sind.

Die Ergebnisse, die der UX-Rechner ausgibt, werden genutzt, um einen Score zu bilden. Dieser hilft dabei die hauptsächlichen Probleme zu erkennen und eine Verbesserungsstrategie zu entwickeln.

SAP bildet sämtliche Werte aufgrund von Daten seiner Kunden. Der Rechner vergleicht die Daten anderer Kunden mit denen von Nutzern des Rechners und setzt diese in Relation. Die Erfolgsrate wird berechnet, indem die Verbesserungen vergangener Projekte mit einbezogen werden. Diese dienen als zuverlässige Quelle für eine Berechnung der Verbesserungsmöglichkeiten.

Der UX-Rechner von SAP ist kostenlos verfügbar. Dazu müsst ihr euch lediglich auf der betreffenden Homepage registrieren (hier geht es zum UX Calculator). Dort könnt ihr nach der Eingabe weniger Werte bereits erste Eindrücke von dem Verbesserungspotential der eigenen Oberfläche und der damit verbundenen Kostensenkungen einholen.

Bitte beachte den offiziellen Hinweis der SAP: Der UX-Calculator stellt lediglich Schätzwerte zur Verfügung. Tatsächliche Ergebnisse und Kosten können abweichen und zudem von weiteren Faktoren abhängen, die vom Tool nicht abgebildet werden. Die Daten werden „so wie sie sind“ ohne Gewährleistung und Garantie jeglicher Art zur Verfügung gestellt, weder ausdrücklich noch stillschweigend, und die SAP ist auf keinen Fall für jegliche Schäden verantwortlich, die in Verbindung mit diesem Tool gebracht werden können.

Ihr möchtet mehr über SAP Fiori und die damit verbundenen Möglichkeiten erfahren? Kontaktiert uns jetzt! Wir freuen uns auf euren Anruf.

Autor dieses Beitrags
Gerald Iakobinyi-Pich Software Architect
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Neuerungen und Weiterentwicklungen mit ABAP ab NetWeaver 7.4

Weiterentwicklungen in ABAP – diese Neuerungen gibt es ab NetWeaver 7.40

ABAP wird einfacher, direkter und benutzerfreundlicher

Hallo zusammen,

heute werden wir mal wieder sehr technisch: Wir beschäftigen uns mit Neuerungen in ABAP. Nicht nur die Applikationen und Tools der SAP entwickeln sich weiter. Nein, auch an der SAP-eigenen Programmiersprache wird ständig weiter gearbeitet.

Wir werden euch in der nächsten Zeit häufiger Einblicke über die Sprache, die neuen Tools, Test-Möglichkeiten und vor allem den Einsatz im Umfeld von SAP BW und HANA geben.

Heute beginnen wir mit einigen Neuerungen, die sich in den letzten Jahren in ABAP ergeben haben. Da diese Änderungen immer vom jeweiligen System-Stand abhängen, kann es sein, dass sie für einige unter euch noch sehr neu, für andere bereits Jahre alt und für die nächsten noch nicht einmal verfügbar sind.

Rückblick auf NetWeaver 7.40

Mit dem NetWeaver-Release 7.40 gab es einige sehr interessante Neuerungen bzw. Veränderungen innerhalb von ABAP, die durchaus Einfluss auf die tägliche Arbeit eines Entwicklers haben können. Horst Keller von der SAP hat dazu hier einen sehr guten Artikel veröffentlicht.

ABAP 7.40 ist seit 2013 verfügbar. Seit diesem Zeitpunkt gab es über die verschiedenen Support-Packages noch weitere Anpassungen. Obwohl wir jetzt das Jahr 2017 schreiben, ist es für viele unserer Kunden noch neu oder erst jetzt verfügbar, da die Sprache mit dem jeweiligen NetWeaver-Release einhergeht.

Wir selbst hatten mittlerweile aber das Vergnügen bei einigen Kunden mit dieser Version und höheren (ABAP 7.5 ist ebenfalls verfügbar) zu arbeiten. Wie immer kostet es den einen oder anderen Entwickler Überwindung, die neuen Themen zu verwenden, da sie es eben anders gewohnt sind und es sicher mehr als einen Weg nach Rom gibt.

Zwei konkrete Beispiele für die Neuerungen in ABAP

Aber gehen wir ins Detail. Hier ein paar Beispiele, wie sich die Arbeit mit der Sprache ABAP verändert hat:

Für mich eine der angenehmsten Änderungen ist die INLINE DECLARATION. Wie man es auch aus einigen anderen Sprachen kennt, kann man nun durch solch eine Syntax direkt im Befehl die benötigten Datenelemente deklarieren.

Hier als Beispiel:

Vor 7.4 sah es so aus:

Data: WA type line_of_itab.

Loop at itab into wa.

Endloop.

 

Ab 7.4:

Loop at itab into DATA(WA).

endloop

 

Das Ergebnis besteht nicht nur darin, dass eine Zeile Quellcode eingespart wird, vielmehr findet dadurch auch eine implizite Typisierung statt. Diese Art der Deklaration funktioniert übrigens auch für Field-Symbols und andere Objekte.

Ein weiteres Beispiel für nützliche Anpassung ist der Value Operator:

Vor 7.4:

DATA itab TYPE t_itab.

DATA wa LIKE LINE OF itab.

 

wa-col1 = 1.

wa-col2 = 2.

APPEND wa TO itab.

wa-col1 = 3.

wa-col2 = 4.

APPEND wa TO itab.

 

meth( itab ).

 

Ab 7.5:

DATA(itab) = VALUE t_itab(

( col1 = 1 col2 = 2 )

( col1 = 3 col2 = 4 ) ).

meth( VALUE t_itab(

( col1 = 1 col2 = 2 )

( col1 = 3 col2 = 4 ) ) ).

 

Auch das ist eine Neuerung, durch die unnötige Zeilen und auch Befehle gespart werden können und in meinen Augen den Quellcode auch lesbarer machen.

ABAP vereinfacht vieles

Als weiteres Beispiel für Vereinfachung ist die Durchsetzung von LHS = RHS. Sprich Befehle wie Move A to B werden obsolet. Vielmehr sagt man einfach B = A und ist fertig. Der große Vorteil hiervon ist, dass diese Zuweisungen auch verkettet und in Funktions- bzw. Methodenaufrufen verwendet werden können.

Weitere Veränderungen machen sich ebenfalls in deutlich lesbarerem Code bemerkbar:

result = class=>do_something(EXPORTING p1 = … p2 = … IMPORTING p3 = … p4 = … CHANGING p5 = … p6 = … ).

ABAP bewegt sich hier gefühlt immer weiter in Richtung JAVA und anderen Sprachen, die es erlauben, Methoden-Aufrufe auch mit komplexeren Parametern In-Line zu übergeben. Mit 7.4 funktioniert das jetzt auch bei Exporting- und Changing-Parametern – vorher war das nur mit Importing-Parametern möglich.

Drei neue Befehle für Transformationen

Drei neue Befehle, die ich persönlich vor allem in Transformationen gerne verwende, sind folgende:

DATA(lin) = lines( itab).

DATA(idx) = line_index( itab[ … ] ).

IF line_exists( itab[ … ] ).

ENDIF.

 

Diese Befehle vereinfachen das Prüfen von Tabellen. Sie geben die Anzahl der Lines, den Index einer Bedingung sowie das Ergebnis einer Prüfung zurück. Mit allen Werten kann direkt weiter gearbeitet werden. Vor 7.4 mussten diese Werte-Prüfungen immer erst mit READ-Befehlen ermittelt werden. Diese Befehle konnten nicht verkettet werden. Das hatte zur Folge, dass mit Hilfsvariablen und ähnlichen Konstrukten gearbeitet wurde, was den Code nur bedingt lesbarer gemacht hat.

Ihr habt Interesse an ABAP oder braucht einen Spezialisten in diesem Bereich? Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, schreibt mir gerne eine E-Mail an joerg.waldenmayer@inspiricon.de.

Autor dieses Beitrags
Jörg Waldenmayer Team Lead Technology
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
Inspiricon SAP-HANA planning application kit 1030x665

Neues von den SAP Planungstools

Heute geht es mal wieder um die Planung. Was ist vom neuen HANA Planning Application Kit zu erwarten und was sind die Unterschiede und Vorteile, wenn man es mit herkömmlichen Standard-Planungsprogrammen vergleicht? Bevor wir diese Frage beantworten, lasst uns zunächst näher auf die Bedeutung von Planung eingehen.

Warum ist Planung so wichtig?

Unternehmen können ihre Entscheidungsfindungen durch eine ordentliche Planung wesentlich verbessern. Mit aktuellen und vergangenen Daten sowie voraussagenden Analysen können sie ihre Ziele für die Zukunft festlegen und steuern. Der Vergleich zwischen aktuellen Daten und Plandaten hilft den Planungsprozess zu verbessern.

Überblick über die SAP BI Planungstools

Wer ordentlich planen möchte, muss in der Lage sein, Daten manuell in ein System einzutragen (eingabebereite Queries). Diese Möglichkeit kann auf verschiedenen Wegen mit zahlreichen Tools erreicht werden, sowohl im BI- als auch im transaktionalen System.

Was Planungstools von einfachen Datenerfassungsfunktionalitäten unterscheidet, ist offensichtlich: Planungstools ermöglichen die Analyse von Daten und die Generierung komplexer Szenarien. Dies kann mit verschiedenen Planungsfunktionen erreicht werden. Diese reichen von simplen Vorgängen wie einfügen, löschen, kopieren und Währungsumrechnung bis hin zu umfassenderen benutzerdefinierten Funktionen. Im Folgenden findet ihr eine Übersicht der SAP BI Planungstools:

Inspiricon Evolution von BI Planung

Inspiricon Evolution von BI Planung

BPS (Business Planning and Simulation)

Anders als bei der Integrierten Planung ist dieses Tool nicht vollständig in das SAP BI-System eingebunden. Einige Funktionen laufen teilweise immer noch auf BPS (z. B. die Kostenstellenkürzung).

Weitere Eigenschaften von BPS:

  • Ebenen der Planung, Planungsfunktionen und Sequenzen werden mit der Transaktion BPS0 erzeugt.
  • Mit BPS0 werden auch manuelle Eintrittslayouts, Filter und Variablen angelegt und nicht mit BEx-Abfragen, Filtern oder Variablen verbunden.
  • Das Frontend ist nicht in den BI-Tools integriert. Stattdessen muss man ein Web-Interface in BPS_WB schaffen.

SAP BI Integrated Planning

Diese Lösung ist vollständig in das SAP BI-System integriert. In der Data Warehouse Workbench werden Datenprovider festgelegt. Mit dem BEx Query Designer werden eingabebereite Queries erzeugt. Alle anderen planungsspezifischen Funktionalitäten wie Planungsfunktionen, Planungsabläufe, Datensegmente und charakteristische Merkmale werden im Planning Modeller definiert. Dieser kann vollständig in eine SAP HANA Datenbank migriert werden, mit dem Vorteil eines verbesserten Lesezugriffs (In-Memory).

Weitere Eigenschaften von SAP BI Integrated Planning:

  • Manuelle Einträge werden direkt im BEx Query Designer erzeugt. Variablen und Filter korrespondieren mit BEx-Variablen und -Filtern.
  • Planungsfunktionen, Sequenzen, Datensegmente, kennzeichnende Zusammenhänge usw. werden in der Transaktion RSPLAN erzeugt.
  • Eine Migration auf die SAP HANA Datenbank ist ohne Anpassungen möglich. Dies führt zu einer schnelleren Reaktionsgeschwindigkeit – davon profitiert auch die Benutzerfreundlichkeit. Die Daten werden nun in einer In-Memory Datenbank gespeichert. Nichtsdestotrotz werden Aggregationen und Kalkulationen weiterhin auf der Anwendungsebene ausgeführt.

SAP Planning Application Kit on HANA

Dieses Tool ist derzeit das Neueste aus dem Bereich Planung. Das Planung-Tool ist im Gegensatz zur obigen Lösung auf In-Memory optimiert. Die Applikation der Business Logik wird von der Applikations-Ebene auf die In-Memory Datenbank verschoben. Dadurch reduziert sich die Datenzirkulation und führt zu einer deutlichen Leistungsverbesserung.

Weitere Eigenschaften des Planning Application Kit on HANA:

  • BW-IP benötigt keine Veränderungen, um mit HANA zu arbeiten. Damit von einer verbesserten Reaktionsgeschwindigkeit profitiert werden kann, müssen die Planungsfunktionen jedoch zuvor migriert werden.
  • Die Ausführung von Kalkulationen In-Memory wird mit dem Planning Application Kit ermöglicht. SAP notes1637199 erklärt die Schritte zur Aktivierung des Kits.
  • Die meisten Planungsfunktionen sind bereits im Planning Application Kit vorhanden (Kopieren, Löschen usw.).
  • Es ist immer noch so, dass nicht alle Planungsfunktionen In-Memory ausgeführt werden können, insbesondere Planungsfunktionen, die auf ABAP exit basieren. Um diese Funktionen In-Memory auszuführen, muss ein SQL-Skript geschrieben werden.
  • Um eine Planungsfunktion zu generieren, die auf einem SQL-Skript basiert, muss ein Funktionstyp geschaffen werden, der auf der ABAP Klasse beruht. Das SQL-Skript wird dann von der Methode Execute abgerufen.
Planung alt/neu

Planung alt/neu

Zusammenfassend kann man sagen, dass mit dem neuen HANA Planungs Kit die gleichen Planungsfunktionen erreicht werden können, die im Standard IP verfügbar sind. Allerdings mit einer grundlegend verbesserten Geschwindigkeit, da eine In Memory-Datenbank genutzt wird.

Lest mehr zum Thema Planung und SAP HANA in unserem Blog.

Euch ist vielleicht aufgefallen, dass wir BPC noch nicht erwähnt haben – dies wird Thema eines nächsten Beitrags sein. Bis dahin!

 

Autorin dieses Beitrags
Gabriela López de Haro Senior BI Consultant
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: info@inspiricon.de
SAL Fiori query runner

Wie ihr mit dem BW Query Runner Reports auf Knopfdruck generiert

Im heutigen Blogartikel geht es um die dritte – und derzeit letzte – SAP Fiori Applikation in unserer Inspiricon Toolbox: der Inspiricon BW Query Runner. Dies ist eine App, mit der die User vorab definierte Queries im BEx Query Analyser abrufen können. Die App ahmt sozusagen die Funktionalitäten des Standardanalyse-Add-Ins von Microsoft Excel nach – jedoch mit einem mobilen Konzept.

Mehr über unsere beiden anderen Apps, Manage Users und Time Tracker, könnt ihr jederzeit in unserem Blog nachlesen.

Die Motivation

Um ganz am Anfang zu starten: wir haben festgestellt, dass es ein Problem mit der Darstellung von BI Daten gibt, wenn man sie von unterwegs abrufen möchte. Dies gilt jedoch nicht für große Datenmengen oder irgendeinen anderen umfassenden BI Prozess. Den BW Query Runner haben wir daher so designed, dass Nutzer, die eine intuitive Art und Weise für den Zugang zu ihren Daten benötigen, dies schnell, einfach und mobil tun können.

Die Zielgruppe

Mit dieser Fiori Applikation wollen wir hauptsächlich die Leute erreichen, die ihre Geschäftsdaten jederzeit und überall abrufen möchten und so unabhängiger arbeiten können.

Die Lösung

Unsere Inspiricon Toolbox-Komponente BW Query Runner ist eine Lösung, die wir als eine Art „Schweizer Messer“ für unsere Zielgruppe entwickelt haben. Anstatt eine Fiori App für jede einzelne Anforderung zu bauen, wollen wir einen Vorgeschmack darauf liefern, was diese neue Technologie alles kann – so entstand diese SAP Fiori Applikation. Nachdem wir bereits einige benutzerdefinierte Apps erstellt hatten, über die wir zuvor berichtet haben, haben wir uns für eine Anwendung entschieden, die – zumindest teilweise – in der Lage ist, sie alle zu ersetzen.

Die technische Seite

Wir nutzen die SAP Gateway Komponente, um die BI Queries in zu verarbeitende OData Services umzuwandeln, die später auch im BW Query Runner genutzt werden. So konnten wir eine nahtlose Integration für den technischen Support unserer Inspiricon Toolbox erschaffen. Einen neuen Query zur Liste der bereits verfügbaren in der Anwendung hinzuzufügen ist jetzt eine Sache von wenigen Klicks (s. FIG.1).

FIG.1: Query hinzufügen

FIG.1: Query hinzufügen

Die praktische Seite

Unsere Fiori App verfügt über eine Palette von abrufbaren Funktionen für die Nutzer, die sowohl die Fähigkeiten der neuen Technologie als auch die BI-Erfahrung von Inspiricon demonstriert.

Darunter folgende:

  • Einfacher Zugang zu einer Liste von vordefinierten Queries, die „maßgeschneidert“ auf die Vorlieben und Bedürfnisse jedes einzelnen Users sind (FIG.2 und FIG.3).
    FIG.2: Vordefinierte Queries

    FIG.2: Vordefinierte Queries

    FIG.3: Vordefinierte Queries

    FIG.3: Vordefinierte Queries

  • Individuelle Auswahl in jeder Query, um immer die beste Nutzererfahrung für die optimalste Leistung abrufen zu können (FIG.4 und FIG.5).
    FIG.4: Individuelle Auswahl

    FIG.4: Individuelle Auswahl

    FIG.5: Individuelle Auswahl

    FIG.5: Individuelle Auswahl

  • Angepasste Filtermöglichkeiten für den Schnellabruf der Daten, die unsere Nutzer benötigen (FIG.6).

    FIG.6: Angepasste Filtermöglichkeiten

    FIG.6: Angepasste Filtermöglichkeiten

Das war unsere kurze Einführung in unsere dritte Applikation der Inspiricon Toolbox: BW Query Runner. Ihr möchtet mehr dazu erfahren? Kontaktiert uns gerne direkt oder schaut auf unsere Webseite unter http://inspiricon.de/sap-fiori/ und unseren Flyer.

Bleibt dran und erfahrt alles weitere über unsere nächsten Fiori Apps :)!

 

Autor dieses Beitrags
Andrei Ghiura SAP Consultant, Cross Technology Team
Tel.: +49 (0) 7031 714 660 0
E-Mail: cluj@inspiricon.de